weniger Beinträchtigung beim Sex – mit Implantaten Dezember 4, 2007
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Großer Zahnärzte-Kongress in Wien
Ästhetik in der Implantologie
Im Rahmen der 4. Gemeinschaftstagung der zahn-implantologischen Fachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die vom 29. 11. bis zum 1. 12. 2007 in der Wiener Hofburg (Kongresszentrum) stattfindet, sollen die ästhetischen Aspekte der modernen Zahn-Implantologie auf Basis des aktuellen Wissensstandes und anhand der internationalen Erfahrungen praxisnah diskutiert werden.“Wir haben ‘Ästhetik in der Implantologie’ zum Motto unserer diesjährigen Tagung gemacht – eine der komplexesten und schwierigsten Fragestellungen auf dem Gebiet der modernen Zahn-Implantologie“, so der österreichische Experte Prof. DDr. Robert Haas, Präsident der Tagung.
Wenn es um „die Dritten“ geht, so entscheiden sich in Deutschland mittlerweile 3,6% der Frauen und 1,4% der Männer für implantatgestützten Zahnersatz. Ähnliche Prozentsätze können auch für Österreich und die Schweiz angenommen werden. Dabei steigt die Zahl der gesetzten Implantate laufend stark an. Jährliche Zuwachsraten um die 20% lassen schon heute absehen, dass gerade auf dem Gebiet der Zahn-Implantologie die Zukunft der Zahnmedizin liegt.
Wie verschiedenste wissenschaftliche Studien zeigen, führen Zahn-Implantate zu einem signifikanten Gewinn an Lebensqualität. „Die PatientInnen fühlten sich beim Essen, Sprechen und Gähnen, aber auch beim Küssen und beim Sex deutlich weniger beeinträchtigt als PatientInnen, die einen konventionellen Zahnersatz erhalten hatten“, berichtet Prof. Dr. Günter Dhom, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie.
Ziel des Kongresses wird es sein, alle relevanten Aspekte der modernen Zahn-Implantologie, denen im Hinblick auf die einwandfreie Optik implantatgetragenen Zahnersatzes Bedeutung zukommt, zu diskutieren und einen Konsens zu finden, der als Leitfaden für die zahnärztliche Praxis gelten kann.
Preisverleihungen der DGZMK Dezember 4, 2007
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Wissenschaftliche Auszeichnungen bei der 131. Jahrestagung in Düsseldorf / Neuer „Dental Education Award“ an drei Preisträger verliehen Düsseldorf. Während der 131. Jahrestagung der DGZMK anläßlich des Deutschen Zahnärztetages in Düsseldorf wurden traditionell die wissenschaftlichen Preise der DGZMK vergeben. In diesem Jahr wurden folgende Preisträger ausgezeichnet.
Der DZZ-Preis für den Beitrag „Schönheit in der Zahnmedizin“ (DZZ 60/2005) wurde Prof. Dr. Martin Karrer von der Kirchlichen Hochschule Wuppertal zugesprochen.
Der Jahresbestpreis wurde für die Arbeit „Eingeschränkte Kieferöffnung bei Patienten mit CMD-Beschwerden und Probanden“ (DZZ 61/2006) vergeben, er geht an das Team Dr. Alexander Hassel, Prof. Dr. Peter Rammelsberg, Dr. Brigitte Ohlmann, Dr. Michael Leckel, PD Dr. Bodo Kress und PD Dr. Marc Schmitter (alle Universität Heidelberg).
Der Sensodyne-Studien-Preis zeichnet die Arbeit „Is the genetic background of the proinflammatory cytokine TNF-alpha a predictor for the development of aggressive and/or chronic periodontitis?“, Int. Poster J Dent Oral Med 2006, Vol 8 No 04, Poster 339, aus. Er geht an Dr. Susanne Schulz, Dr. Jana Klapproth, Dr. Uta Zimmermann, Prof. Hans-Günter Schaller, Dr. Stefan Reichert, Dr. Helmut Machulla und Wolfgang Altermann (alle Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg).
Für den DGZMK-IPJ-Preis erhielt die Arbeit „Finite Element Simulation of the Human Mandible:
The Influence of the PDL on its Structural Behaviour“, Int Poster J Dnt Oral Med. 2006, Vol 8 No 04, Poster 334, den Zuspruch der Jury. Daran beteiligt waren Professor Dr. Cornelia Kober, Bodo Erdmann, Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Christian Hellmich, Dr. Thomas Radtke, Prof. Dr.Dr. Hans-Florian Zeilhofer, Prof. Dr. Dr. Robert Sader und Dr. Stefan Stübinger.
Der erstmals vergebene „Dental Education Award 2007″ der Kurt Kaltenbach Stiftung (KAVO) zeichnet drei Arbeiten aus, die sich die Dotierung von insgesamt 15.000 ¤ teilen. Für „Lernziele, Objektivierte Strukturierte Praktische Exploration (OSPE), inhaltsorientierte Bestehendsgrenzen und formatives Feedback. Die Umsetzung von wissenschaftlich-gegründeten didaktischen Konzepten im Phantomkurs der Zahnerhaltungskunde und Parodontologie“, wurde PD Dr. J. Eberhard (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein) ausgezeichnet. „Für den Beitrag „Zahnarzt-Patienten-Kommunikation: Lernt man das nicht sowieso?“, wurde PD Dr. Rainer Haak, (Universität Köln) gewürdigt. Ebenfalls preiswürdig war der Beitrag „Klinische Relevanz des theoretischen und praktischen Studieneingangstests Zahnmedizin der Medizinischen Universität Innsbruck“, von Dr. Ulrike Beier und Univ. Prof. Dr. med. H. Dumfahrt (beide Uni Innsbruck).
Behandlungsstuhl mit Frischluftgarantie Dezember 4, 2007
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Nein, niemand von uns würde einen Zahnarztbesuch als Sensation bezeichnen. Wenn doch, dann kann er sich allgemeinen Kopfschüttelns sicher sein. Dass das in anderen Ländern bisweilen ganz anders empfunden wird, das hat Monika Proß erlebt. Als Mitglied des Arzt- und Zahnarzthilfe Kenya Vereins (AZK) war sie diesen Sommer in Sachen Zahnmedizin in Afrika, wovon die Sindelfinger Zeitung berichtet. Und möchte am Liebsten gleich wieder hin.
Der Spritzen-Spaziergang
„Dieser Menschenauflauf, wenn wir mit unserem Zahnarztmobil in die Dörfer kamen, das war einfach klasse“, freut sich die zahnmedizinische Fachhelferin. „Die warteten regelrecht auf uns.“ Behandelt wurde da, wo genügend Platz war: In einer Halle, einer Kirche oder auch unter freiem Himmel, quasi mit Frischluftgarantie. Zwischen 90 und 120 Patienten mussten im Schnitt versorgt werden. Da ging das Einspritzen wie am Fließband, reihum gleich zehn auf einmal. „Dann schickten wir die Leute immer zum Spazieren gehen bis die Spritze wirkte, und los ging’s“, erzählt Monika Proß leichthin.
Zahnlos glücklich
Auf mehreren Stühlen nebeneinander – je nachdem wie viel Ärzte und Helfer mit vor Ort waren – entfernten sie Zahnstein, versorgten Entzündungen und zogen sehr oft Zähne. Aus einem ganz bestimmten Grund. „Die Leute müssen die Behandlung bezahlen“, erklärt die Sindelfingerin, „und ziehen lassen ist einfach billiger als füllen.“ In Zahlen ausgedrückt: zwei Euro für eine Extraktion, wie die Zahnentfernung fachmännisch heißt und etwa drei Euro für eine Füllung. So hieß das Motto bei Jung und Alt: lieber raus damit. Hauptsache, der Schmerz war weg oder kam erst gar nicht. „Aber bei dem jungen Mann, der sich deshalb alle Schneidezähne hat ziehen lassen, da habe ich schon geschluckt“, erinnert sich die zweifache Mutter.
Der Einsatzort für Monika Proß als Mitglied des Arzt- und Zahnarzthilfevereins Kenya war vor allem bei der armen Landbevölkerung Westkenias in Nyabondo. Auch den Slumbewohnern von Nairobi hat sie versucht zu helfen. Dabei bestand ihre eigentliche Aufgabe in der Vorsorge-Arbeit an Schulen. „Zähneputzen bei den Kindern ist meist gar nicht das Thema, sondern dass sie sich oftmals eine Zahnbürste mit anderen teilen“, erläutert die 53-Jährige. „Und da auch kenianische Kinder gerne Cola trinken und Süßigkeiten essen, ist Karies auf dem Vormarsch. Bei der Bürstenwechselei verbreiten sich die Bakterien natürlich rasant.“ So war und ist Karies das Hauptproblem, dem sie mit Diashows und Beispielen zu begegnen versuchte. Stets begleitet von einem Dolmetscher, denn „mit Englisch kommt man in diesen Vierteln nicht weit.“
Helfen mit Kick
Rund drei Wochen war die engagierte Fachhelferin in Westafrika, „weil ich die Arbeit des Vereins gut finde und ehrlich gesagt: Weil ich mal etwas Neues machen wollte.“ Dabei hat sie vom Flug bis hin zu den Impfungen alles selber zahlen müssen. Als eingetragener Verein lebt der AZK von ehrenamtlichen Helfern wie Monika Proß, Spenden und Verbindungen. So gibt es eine Kooperation mit Klöstern der Franziskanerinnen in Kenia, wo die angereisten Zahnärzte, Helfer und Techniker übernachten, behandeln und auch afrikanische Helferinnen ausbilden können. In vier Klöstern wurden bisher schon zahnärztliche Praxen eingerichtet, die zum Teil auch von den Ordensschwestern betreut und vom AZK mitfinanziert werden.
Zurück nach Afrika
Monika Proß hat den Verein zufällig im Internet entdeckt und „sofort gewusst, das ist was für mich“. Am liebsten möchte sie gleich wieder nach Afrika, wenn sie nicht auch hier noch eine Arbeit hätte. Ganz abgesehen von ihrer Familie, die auch Zeit in Anspruch nimmt. Trotzdem hat die Sindelfingerin schon die nächste Afrikareise fest im Auge: „Nächsten Sommer fliege ich wieder hin. Es macht einfach Spaß, unter afrikanischer Sonne zu arbeiten und etwas Gutes zu tun.“ Mitnehmen könnte sie auch noch jemanden, allerdings „nicht zum Ferien machen. Wer dort mit hin will, der muss mithelfen.“ Das ist sie ihrem Verein schuldig.
Nähere Informationen zum AZK unter: www.zahnarzthilfe-kenya.de