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„Deutschlands faulster Politiker“ tritt ab Dezember 17, 2007

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Wie die Süddeutsche berichtet, legt der Bundestagsabgeordnete Carl Eduard Graf von Bismarck sein Mandat nieder. Er war als „Deutschlands faulster Politiker“ in die Schlagzeilen geraten.

Der als „Deutschlands faulster Politiker“ in die Schlagzeilen geratene CDU-Bundestagsabgeordnete Carl Eduard Graf von Bismarck legt sein Parlamentsmandat zum 12. Januar 2008 nieder. CDU-Kreise bestätigten am Dienstag einen entsprechenden NDR-Bericht. Bismarck vertritt den Wahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd. Er war dieses Jahr wegen fehlenden Engagements parteiintern in die Kritik geraten. achdem der 46-Jährige deswegen im Sommer von der Landes-CDU nach Kiel bestellt worden war, hatte er versprochen, wieder „mit vollem Einsatz“ in die Politik einsteigen zu wollen. Später deutete der Ururenkel des ehemaligen Reichskanzlers Otto von Bismarck zunächst vage seinen Rückzug an.

Ausführlicher die net-tribune:

Bericht: Bismarck kassiert im Alter 631 Euro monatlich

Berlin – Der auch schon als «faulster Politiker Deutschlands» bezeichnete CDU-Abgeordnete Carl Eduard von Bismarck hat einem Bericht zufolge nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag Anspruch auf eine monatliche Altersversorgung von 631 Euro. Bismarck, der sein Mandat am 12. Januar niederlegen will, bekomme das Geld nach nur 33 Monaten Zugehörigkeit zum Parlament, berichtete die «Bild»-Zeitung (Montagausgabe) unter Berufung auf den Bundesverband der Rentenberater vorab. Wie die Zeitung weiter berichtete, müsste ein Durchschnittsverdiener für diese Summe rund 24 Jahre in die gesetzliche Rente einzahlen. Laut «Bild» profitiert Bismarck vom neuen Abgeordnetengesetz, das zum 1. Januar in Kraft tritt. Demnach sichere er sich ab einem Alter von 66 Jahren monatliche Versorgungsbezüge von 631 Euro. Würde Bismarck hingegen noch vor dem Jahreswechsel ausscheiden, hätte er der Zeitung zufolge nach altem Recht Anspruch auf eine einmalige Entschädigung in Höhe von zirka 40.000 Euro gehabt.«Es riecht verdammt nach einem Rechentrick des Grafen. Im Sinne des Steuerzahlers wäre ein Rückzug aus dem Bundestag noch vor dem Jahreswechsel geboten», zitiert die Zeitung eine Reaktion des stellvertretenden schleswig-holsteinischen CDU-Vorsitzenden Rasmus Vöge. Bismarck sagte der Zeitung zufolge, der «Termin hängt mit der Übergabe meines Büros an meinen Nachfolger Helmut Lamp zusammen».


Mangelnde Präsenz

Der 46-jährige Bismarck hatte seinen Rückzug aus der Politik damit begründet, er wolle sich stärker seiner Familie und dem Familienbetrieb widmen. Bismarck, der in der Fürstlich von Bismarck“schen Verwaltung in Friedrichsruh in den Bereichen Immobilien, Forst und Lizenzen arbeitet, war seit 1999 Ortsvorsitzender der CDU Aumühle im schleswig-holsteinischen Kreis Herzogtum Lauenburg. Im Mai 2005 rückte er für den zum Ministerpräsidenten gewählten Peter Harry Carstensen in den Bundestag nach. Bei der vorgezogenen Bundestagswahl im September des selben Jahres erlangte er mit knapper Mehrheit ein Direktmandat.

Bismarck wurde in der CDU immer wieder wegen mangelnder Präsenz in seinem Wahlkreis Lauenburg/Stormarn-Süd und in Berlin kritisiert. Unter anderem wurde ihm vorgeworfen, wichtige Bundestagssitzungen verpasst, Parteigremien gemieden und Bürgeranfragen nicht beantwortet zu haben. Im Sommer war der Ur-Ur-Enkel des Reichskanzlers Otto von Bismarck als «faulster Politiker Deutschlands» in die Schlagzeilen gekommen.

Medienberichten zufolge hielt er sich häufig bei seiner Frau und seinem Sohn in New York auf. Bismarck nannte als Grund für sein Fehlen ein Rückenleiden, weswegen er «ordnungsgemäß krankgeschrieben» sei.