elmex Forschung warnt: Bei älteren Menschen nimmt Kariesrisiko zu Dezember 21, 2007
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Lörrach
Ältere Erwachsene erhalten immer länger ihre Zähne; Teil- und Vollprothesen gibt es immer seltener. Diese positive Entwicklung hat allerdings eine Schattenseite. Denn aus der längeren Erhaltung der Zähne resultiert ein höheres Risiko für Karies und Parodontalerkrankungen. Vor allem Wurzelkaries ist bei älteren Menschen auf dem Vormarsch. So hatten 2005 45% der Deutschen zwischen 65 und 74 mindestens eine kariöse oder gefüllte Wurzeloberfläche. „Für diese Entwicklung gibt es verschiedene Gründe“, stellt Bärbel Kiene von der elmex Forschung fest. „Zum einen kann eine Zahnwurzel nach der chirurgischen Behandlung einer Parodontalerkrankung freiliegen, zum anderen kann das Zahnfleisch durch eine falsche Putztechnik mit einer zu harten Bürste im Laufe der Zeit regelrecht weggebürstet werden. Das freiliegende Dentin ist weicher und damit kariesanfälliger als der Zahnschmelz.“
Prof. Elmar Hellwig (Universitätsklinik Freiburg) sieht im steigenden Kariesrisiko bei älteren Patienten eine Herausforderung für die zahnmedizinische Prophylaxearbeit: „Zum einen sollte nach Wegen gesucht werden, Patienten, die erst bei Schmerzen zum Zahnarzt gehen, früher zu erreichen. Zum anderen müssen auch ältere Menschen konstant zu sorgfältiger häuslicher Mund- und Zahnpflege motiviert werden.“ Die regelmäßige Anwendung fluoridhaltiger Spüllösungen könne helfen, das Wurzelkariesrisiko zu senken.