Zahnarztpraxis für Tansania Mai 25, 2008
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Gleich nach dem Herrgott
Wolfgang Mikschofsky sammelte mit Gattin Angelika für eine Zahnarztpraxis in Tansania. Das Hermagorer Zahnärztepaar ordinierte dort schon. „Ich kann einen Behandlungsstuhl besorgen,“ sagte der Hermagorer Zahnarzt Wolfgang Mikschofsky, als er von der Missionarin Brigitte Brandmüller um Hilfe für Tansania gebeten wurde. Im selben Jahr reiste Mikschofsky mit seiner Zahnarzt-Gattin Angelika direkt an den Fuß des Kilimanjaro und fand ein Behandlungszimmer in Uchira. „Details wie Wasser, Strom, Abfluss wurden gleich besprochen“, erzählt der 53-Jährige. Mit Zahnarztfreunden wurden Behandlungsstuhl, Kompressor, Absaugung, Behandlungsmaterial, Instrumente und Röntgengeräte gesammelt, so der gebürtige Burgenländer, den die Liebe nach Hermagor führte. Im September 2007 startete der zweifache Familienvater mit Sohn Niki und afrikanischen Handwerkern die Vorinstallationen und kontrollierte die Lieferung.
„Enormer Andrang“. Das Projekt „Zähne für Afrika“ erlebte im Februar einen Höhepunkt: Nach dem Sonntagsgottesdienst nahm Mikschofsky die ersten Zahnbehandlungen vor. Pfarrer Willibald Maningi, der bereits zwei Mal in Hermagor war, hatte die Behandlung von der Kanzel aus verkündet. „Der Andrang war enorm“, erzählt Mikschofsky, der von Tochter Laura, einer Zahnmedizin-Studentin und einer ihrer Studienkolleginnen unterstützt wurde. 120 Patienten behandelte das Trio unentgeltlich in zwei Wochen: Schmerz- und Wurzelbehandlungen, Füllungen, Zahnprophylaxe. „Bisher beschränkte sich die Zahnbehandlung dort auf das Zahnziehen in Krankenhäusern. Prophylaxe oder Füllungstherapie ist reichen Leuten vorbehalten.“ Seine Patienten „entlohnen“ den Mediziner mit tränenreichen Umarmungen.
80.000 Euro. Ziel des Gartenfreundes ist es, die zahnmedizinische Versorgung durch einheimische Ärzte abzusichern. „Die Entlohnung muss noch geklärt werden“, sagt der Ex-Wiener Sängerknabe, der 12.000 Euro in das Projekt investierte. Der ideelle Wert des Behandlungszimmers macht 80.000 Euro aus. Die Schirmherrschaft will das Ärztepaar weiter tragen – und regelmäßig österreichische Ärzte für die ehrenamtliche Ordination gewinnen. Helfen liegt in der Familie: 2009 reist Tochter Laura wieder nach Afrika.
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