Glasionomer-System EQUIA eignet sich für permanente Füllungen – Neubewertung! Juni 10, 2011
Posted by toebi in Aktuelles.Tags: Glasionomer-System EQUIA
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Glasionomere stellen heute einen festen Bestandteil der Füllungstherapie dar, doch welcher Glasionomer ist der richtige? Zahlreiche Gespräche auf der Internationalen Dental-Schau (IDS) Ende März 2011 haben ergeben: Viele Besucher interessierten sich vor allem für Materialien mit geprüfter Stabilität über eine lange Lebensdauer. Der hier erwartete Nachweis über einschlägige Studien hebt namentlich das System EQUIA (GC Germany, Bad Homburg) aus der Masse der am Markt verfügbaren Glasionomer-basierten Technologien heraus. Bei dem System handelt es sich um ein Kombinationsprodukt aus Glasionomer und Komposit.Der Unterschied zu früher liegt in der erweiterten Indikationsstellung, die nun auch die Freigabe für bestimmte kaudruckbelastete Regionen im Seitenzahnbereich umfasst. GC übernimmt dabei als Medizinproduktehersteller die Veranwortung für die Bewährung und Erprobung im Rahmen der freigegebenen Indikationsstellung.
Die Daten einer kürzlich vorgestellten retrospektiven Studie über zwei Jahre sprechen dafür, dass EQUIA sogar als permanentes Füllungsmaterial für sämtliche Klasse-I-Kavitäten und darüber hinaus für kleinere Kavitäten der Klasse II verwendet werden kann,1 die genaue Indikation ergibt sich aus der Gebrauchsanweisung. Eine weitere Studie mit insgesamt 245 Patienten, die einen ebenso langen Zeitraum umfasst, kommt zu folgendem Ergebnis: EQUIA stellt generell und im Besonderen bei kaubelasteten Zahnoberflächen eine verlässliche Wahl für Langzeitversorgungen dar. Auch die direkte Gegenüberstellung mit mikrogefüllten Kompositen braucht das Glasionomer-System nicht zu scheuen. Von einer vergleichbaren klinischen Performance über eine Beobachtungszeit von 12 Monaten spricht eine weitere klinische Studie, die ebenfalls in diesem Jahr veröffentlicht wurde. Zusammengenommen legen diese Ergebnisse eine Neubewertung von EQUIA nahe – klinisch wie ökonomisch.
Speziell unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten überzeugt das Glasionomer-System überdies durch seine schnelle Anwendung. Im Vergleich zur Amalgamfüllung benötigt der Zahnarzt rund 19 Prozent weniger Zeit; gegenüber Kompositfüllungen reduziert sich die Arbeitszeit sogar um etwa die Hälfte.
Die werkstoffliche Grundlage für den Erfolg von EQUIA liegt im Zusammenwirken der beiden Komponenten: Das Glasionomer EQUIA Fil wird mit einer Schutzschicht aus dem lichthärtenden Kunstharz EQUIA Coat überzogen. Im Ergebnis verbessern sich damit gegenüber einem herkömmlichen Glasionomer sowohl die physikalischen als auch die ästhetischen Eigenschaften.
„Die Besucher unseres IDS-Messestands zeigten sich besonders an den Chancen interessiert, die sich aus den in diesem Jahr veröffentlichten Studien zu EQUIA für ihre Praxis ergeben“, resümiert GC Germany-Geschäftsführer Frank Rosenbaum. „Man sieht es vielfach als Paradigmenwechsel an, dass dieses Glasionomer-System im Rahmen seiner Indikation sogar für die permanente Füllungstherapie verwendet werden könnte – als wissenschaftlich anerkannter und klinisch erprobter Werkstoff. Darüber hinaus kam auch die neue Darreichungsform der beiden Komponenten in einer praktischen Box gut an.“
Literatur
1. K.-H. Friedl et al. (2011), 2 year retrospective study, IADR San Diego, Abstract 3240.
2. M. Basso et al. (2011), 2 years clinical evaluation of EQUIA, IADR San Diego, Abstract 2494.
3. Vergleich basiert auf Berechnungen von K. H. Friedl mit Daten von W. Micheelis, V. P. Meyer (2002), Arbeitswissenschaftliche Beanspruchungsmuster zahnärztlicher Dienstleistungen (BAZ-II) – Materialien zur Beanspruchungsdauer und Beanspruchungshöhe ausgewählter Behandlungsanlässe, IDZ-Materialienreihe Band 27, Deutscher Zahnärzte Verlag DÄV.
4. Vortrag K.-H. Friedl auf der Pressekonferenz von GC anlässlich der Internationalen Dental-Schau 2009.
(www.gceurope.com/news/press/200904_ids/de_presentation_friedl.doc; abgerufen am 10.02.2011)
5. S. Gurgan et al. (2011), 12-Month Clinical Performance of a New Glass-Ionomer Restorative System, IADR San Diego, Abstract 3246.
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