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Zwischen Natur und Ethik: Ästhetik November 2, 2008

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Mit einem Round-Table-Gespräch setzte die DGÄZ an jedem der beiden Fachtage im wissenschaftlichen Programm des Deutschen Zahnärztetages einen „Denk-Moment“: Während es in den Lektionen des Tagesprogramms um Sehen-Planen-Handeln ging und Vorgehensweisen zu vielfältigen Fragestellungen von Ästhetik-Experten vermittelt wurden, setzte die abendliche Round-Table-Runde um Moderator Prof. Dr. Jean-François Roulet, zugleich wiss. Leiter des Tagungsprogramms, einen Moment des Nachdenkens in das Konzept. Zusammen mit Medizin-Ethiker Prof. Dr. Giovanni Maio diskutierte das Podium aus Prof. Dr. Dr. h.c. Georg Meyer/Greifswald, Dr. Wolfgang Bücking/DGÄZ, Prof. Dr. Bernd Klaiber/Würzburg, Prof. Dr. Hannes Wachtel/München, Prof. Dr. Norbert Gutknecht/Aachen und Dr. Hans-Otto Bermann/DGÄZ am 1. Kongresstag die Frage: „Wieviel Ästhetik braucht der Mensch?“ Dabei wurde deutlich, dass es gerade zur Abgrenzung von Ästhetik gegenüber der Kosmetik seitens der Experten auf dem Podium – hier nicht zuletzt seitens Prof. Dr. Maio – deutliche Einigkeit mit der Zielrichtung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde gibt. (mehr…)

blend-a-med-Kongress dieses Jahr in Innsbruck Oktober 27, 2008

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Er ist ein Muss für alle Zahnärzte und Assistentinnen, die sich für moderne Prophylaxe interessieren: der 16. Deutsche Kongress für Präventive Zahnheilkunde, auch bekannt als blend-a-med-Kongress. In diesem Jahr lautet das Thema „Biofilm-Management – heute und morgen“ und er findet zum ersten Mal außerhalb Deutschlands statt: am Freitag, dem 28. November 2008, in Innsbruck – über die fachliche Fortbildung hinaus auch landschaftlich eine besondere Erfahrung! Zahnärzte und ihre Teams können sich jetzt zur Teilnahme beim Organisationsbüro anmelden [Tel. 0043-(0)512-5916-4203 oder www.zahngesundheit-tirol.at]. (mehr…)

Dr. Peter Engel neuer Präsident der Bundeszahnärztekammer Oktober 25, 2008

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Zum neuen Präsidenten der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) wurde auf dem Zahnärztetag in Stuttgart der Kölner Zahnarzt und Oralchirurg Dr. Peter Engel (59) gewählt. Die Bundesdelegiertenversammlung der BZÄK stimmte mit großer Mehrheit für Engel, der dem Vorstand der zahnärztlichen Standesorganisation als Präsident der Zahnärztekammer Nordrhein seit acht Jahren angehört. (mehr…)

Zahnärzte fordern faire Wettbewerbsbedingungen zum Erhalt der Versorgungsqualität Oktober 21, 2008

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Deutscher Zahnärztetag 2008: Standespolitik und Wissenschaft appellieren für Abschaffung der Budgetierung und Weiterentwicklung der Festzuschüsse

Mit einer gemeinsamen Forderung an die Gesundheitspolitik haben Deutschlands Zahnmediziner sich anlässlich des Deutschen Zahnärztetages 2008 in Stuttgart für die Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen, eine Angleichung der zahnärztlichen Honorare in den neuen Bundesländern an das West-Niveau, die Abschaffung der Budgetierung und die Weiterentwicklung des Festzuschuss-Systems ausgesprochen. Dafür setzten sich in Stuttgart die Spitzenvertreter von Standespolitik und Wissenschaft, der Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, der Vorsitzende des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Jürgen Fedderwitz, sowie der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), Prof. Dr. Thomas Hoffmann, ein. Ansonsten sei auf Dauer die aktuell hohe Versorgungsqualität in Deutschland absolut nicht zu halten. (mehr…)

Wenn ein Bart nichts (mehr) versteckt: Dezember 7, 2007

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DGÄZ-Jahrestagung mit vielen Facetten für praxisnahe funktionale Ästhetik
Für die Zahnärzte Anfang des 20. Jahrhunderts war klar: Eine Rezessionsabdeckung für Frauen ist sinnvoll – bei Männern lohnt sich der Aufwand eher nicht. Die Begründung: Bei Männern verdeckt doch der Bart alles, was versteckt werden sollte… Was diese fachliche Anekdote im Eingangsbeitrag von Dr. Nino Burkhardt (Zürich) bei der 3. DGÄZ-Jahrestagung am ersten  Novemberwochenende am Tegernsee nebenbei deutlich werden ließ: Die ästhetische Zahnheilkunde ist offenbar älter als man gemeinhin annimmt und der Bedarf nach derartigem Vorgehen ebenfalls. Die medizinischen Indikationen haben sich wohl kaum verändert, die Therapie-Möglichkeiten allerdings durchaus, Ästhetik steht zudem heute in unlösbarer Verbindung zu perfekter Funktion. Schon immer wollten die Menschen einen attraktiven Mund – heute ist es möglich, derartige Wünsche weitgehend zu erfüllen. Die Frauen sind noch immer anspruchsvoll, was ihre optische Wirkung betrifft – zunehmend sind das heute aber auch Männer, und viele haben keinen Bart mehr, der ungünstige dentale Situationen verdecken würde. Nicht zuletzt: Die rote Ästhetik ist keine Erfindung der Neuzeit, sondern eine Herausforderung an die Zahnärzte, seit Patienten schöner lächeln wollen.
Kein Wunder also, dass die DGÄZ-Symposien so vielschichtige Resonanz finden. Das Motto der Tegernseer Tagung „Rot trifft Weiss“ hatte trotz zeitgleicher anderer Tagungen auch diesmal wieder fast vierhundert Teilnehmer zu dem von Dr. Siegfried Marquardt (DGÄZ-Vorstand / Z.a.T.-FortbildungsInstitut) und seinem Team liebevoll organisierten Implantat-Ästhetik-Symposium nach Bad Wiessee gelockt. Spannend war nicht zuletzt die Liste der Referenten, die sowohl junge Wissenschaftler als auch Top-Praxis-Experten auflistete und die in den zwei Tagen zum Bereich Hart-&Weichgewebe mit dem Implantat als Bindeglied fachliche Details in geradezu perfektionistischer Weise präsentierten. Auch das Markenzeichen der Tagung, die kritischen Fehlermanagement-Runden der Referenten untereinander, sorgte am Samstag dafür, dass fast alle Teilnehmer bis zur letzten Minute blieben. Dr. Diether Reusch, DGÄZ-Präsident, hatte bei seinem Eröffnungs-Grußwort eine „lehrreiche Tagung“ gewünscht – dies traf zu: Es gab vieles, was mitzunehmen und für die eigene Praxis auch anwendbar war, weil ausführlich dargestellt statt in kurzen Themenblöcken nur angerissen.

Rezessionsabdeckung: erfolgreich muss nicht ästhetisch sein…

Dass Rezessionen nicht nur ein ästhetisches Manko sind, sondern auch medizinisch relevant und daher einer sorgsamen Behandlung bedürfen, zeigte Dr. Burckhardt an eindrucksvollen Beispielen. Therapeutische Ziele der Rezessionsabdeckung seien primär die Vermeidung von Plaqueretentionsstellen und von Wurzelüberempfindlichkeit, Prävention von Wurzelkaries, Weichgewebeverdickung – und aus ästhetischer Sicht das Kaschieren von Kronenrändern, Verdecken von freiligenden Wurzeln und auch eine Verbesserung der Gingivakontur.

Insbesondere bei bevorstehenden Implantationen müsse dem Bereich Weichgewebe schon in der Planungsphase die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt werden wie Implantat, Abutment und prothetischer Suprakonstruktion. Ist nach Abschluss der Behandlung kein ästhetisch ansprechendes Ergebnis erreicht, bliebe bei vielen, vor allem jüngeren Patienten eine Unzufriedenheit zurück. Durch „genaues Wissen und individuell richtiges Entscheiden“ ließe sich eine Rezession meist vermeiden: „Wenn das Bindegewebe direkt auf der Wurzel liegt, ergibt sich oft eine Rezession, vor allem, wenn die Wurzel mit der Mundflora in Verbindung gekommen ist.“

Was eine „erfolgreiche Rezessionsabdeckung“ sei, werde offenbar unterschiedlich gesehen, Patienten hätten nicht selten andere Vorstellungen: „Seien wir ehrlich – das sieht doch oft eher aus wie ein Geschwür, was funktional eine erfolgreiche Versorgung ist…“ Dr. Burkhardt favorisierte minimal invasive Techniken, in vielen Situationen beispielsweise die Tunnel-Technik, und demonstrierte vorsichtige Nahtführung. Allzu hohen Erwartungen setzte er allerdings eine Grenze: „Eine 100%-Deckung wird mit keiner Technik erreicht – die meisten Ergebnisse pendeln so um die 50%-Erfolgsquote.“ Mit Blick auf Weichgewebeentwicklungen favorisierte Dr. Burckhardt bei der Frage „Früh- oder Spätimplantation“ bei entsprechender Ausgangslage eher die Früh,  jedoch nur eingeschränkt die Sofortversorgung, bei der Frage Endodontie oder Implantologie eher die frühzeitige Implantation. Bei Gewebetransplantaten plädierte er aufgrund des unterschiedlichen Durchblutungsverhaltens für den Einsatz von „ortstypischem Gewebe – das heilt offensichtlich besser und schneller ein.“

Innovative Konzepte im Implantatdesign?

„Jeden Tag ein neues System – ein Hype mit der Gefahr der generellen Desillusionierung“: So beschrieb Dr. Kony Meyenberg/ Zürich die derzeitige Lage der Implantologie. Er stellte universelle Systeme solchen für spezielle Indikationen gegenüber unter dem Ziel einer möglichst authentischen Rekonstruktion bei Erhalt des marginalen Knochens. Zu prüfen sei auch, ob schon allein der Abstand zweier Implantate der zentrale Aspekt sei oder eher die Auswahl des Systems. Ein Implantat höher oder tiefer zu setzen habe nicht selten einen größeren Effekt als die Wahl des einen oder anderen Designs. Ungeklärt sei zudem, ob jeder Spalt (Implantat/Abutment bzw. Implantat/Krone) auch tatsächlich eine biologische Relevanz habe. Aufgrund der Mikrobewegungen und des positiven Einflusses auf das Remodelling spreche einiges für den Erfolg konischer Verbindungen, insbesondere bei Einzelzahnversorgung. Für die Gewebehaftung könnten raue Oberflächen von Vorteil sein. Seine Summery: „Seien wir mal brutal: Das Abutment ist der eigentlich große Fortschritt.“

„Die Zahl 8 ist keine Indikation“:

Reizvolle Thesen im Rahmen der DGÄZ-Jahrestagung für weiterführende Diskussionen

Unter den vielen wissenschaftlichen state-of-the-art-Positionen in den Vorträgen zu „Rot“ und „Weiß“ in der Implantologie gab es auch einige interessante Anmerkungen, die Potential für weitergehende Diskussionen lieferten. Ein paar Beispiele:

„Heute steht die Koagulation mehr im Blick denn je – auf dieses Thema müssen wir vermehrt unser Augenmerk lenken.“ (Dr. Rino Burckhardt/Zürich).

„Weisheitszähne sind die 3. Molaren –  sie erweitern das Spektrum für orthodontische Möglichkeiten. Die Zahl 8 ist keine Indikation für eine Extraktion!“ (Dr. Giancarlo Baldini/.Zürich).

„Ein Abutmentwechsel sollte vermieden werden, es könnte für die sichere Einheilung besser sein, auch wenn hier noch Studien fehlen, gleich das endgültige Abutment zu nehmen.“ (Dr. Otto Zuhr / München).

„Gerade in der Front bräuchten wir eigentlich anatomische Distanzhülsen, sie müssen zum Zahn, seiner Lage und zum Mund insgesamt passen. Bei der Totalversorgung können wir aber auch mit den nicht-naturgemäßen, konfektionierten Distanzhülsen gut leben.“ /ZTM Hans-Peter Spielmann/Zürich)

„Eine Periimplantitis beginnt in der Regel in der dünnen vestibulären Lamelle, wandert dann um das Implantat herum und schliesslich nach apikal. Für die langfristig erfolgreiche Entfernung des bakteriellen Bofilms bei geschlossenem Vorgehen eignet sich gut der Laser, allerdings liefert auch er keine 100%-Ergebnisse. Für die Periimplantits brauchen wir eigentlich eine kausale Therapie.“ (Prof. Dr. Jürgen Becker / Düsseldorf)

„Die Risikobestimmung entscheidet über das Fallmanagement: Lieber mal einen unsicheren Zahn zuviel extrahieren als einen zu wenig, der uns dann kollabiert, wenn alles fertig ist.“ (Dr. Kony Meyenburg/ Zürich)

„Team-Approach ist das große Plus: Jeder hat Zeit, sich in seinem Spezialgebiet fortzubilden und bringt dann spannenden Input und zwei zusätzliche Augen mit ein.“ (Dr. Marco Imoberdorf/Zürich)

„Der Erfolg mit Blick auf die Alveole steht in enger Verbindung zum optimalen Zeitmanagement – 4 Wochen nach Extraktion verlieren wir an vertikaler Höhe im bukkalen  Bereich, den meisten Konturverlust sehen wir in den ersten 4 Monaten. Eine präimplantologische Weichgewebsprophylaxe bringt Zeitersparnis und schafft gute Voraussetzungen.“ (Dr. Ronald Jung/Universität Zürich).
Für Rückfragen: Dr. Diether Reusch, Präsident der DGÄZ, Telefon: 02663-916731

Klinisch äquivalente Wirksamkeit gegenüber dem Goldstandard belegt November 11, 2007

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Alkoholfreie arzneiliche Mundspül-Lösung mit klinisch äquivalenter Wirksamkeit

Aufgrund einer langjährigen klinischen und praktischen Erfahrung sowie vielen Jahren guter Erfahrung gilt Chlorhexamed® Forte 0,2% als Goldstandard, der in zahlreichen klinischen Studien als Positivkontrolle verwendet wird. Mit der neuen Chlorhexamed® alkoholfrei gibt es nun eine 0,2%ige Chlorhexidin-Mundspül-Lösung in bewährter Chlorhexamed®-Qualität. Auf diese Weise übernimmt das neue Produkt wichtige, rezepturabhängige Qualitätsstandards. Vergleichbare antibakterielle Eigenschaften gehören ebenso dazu wie eine vergleichbare Substantivität, also Haftwirkung am Zahn.

Um zu überprüfen, ob Chlorhexamed® alkoholfrei diese Eigen­schaften mit hoher Evidenz besitzt, hatte Prof. Schlagenhauf die neue Mundspül-Lösung gegen den Goldstandard als Positivkontrolle getestet. Im Rahmen einer placebokontrollierten Cross-Over-Studie über vier Tage an 42 gesunden Probanden konnte er feststellen, dass Chlorhexamed® alkoholfrei nachweislich eine klinisch äquivalente Wirksamkeit besitzt wie der eingesetzte Goldstandard Chlorhexamed® Forte 0,2%: Während der experimentellen Phasen verzichteten die Studienteilnehmer auf die übliche häusliche Mundhygiene und beschränkten sich alternativ auf zweimal tägliches Spülen mit Chlorhexamed® Forte, dem neuen Chlorhexamed® alkoholfrei oder einer Placebospüllösung. Während in der Placebo­gruppe der durchschnittliche QHI-Score (Plaqueindex) von 0,91 auf 2,93 erwartungsgemäß gegenüber der Ausgangssituation signifikant anstieg, fielen die gemessenen QHI-Werte in beiden Verumgruppen mit jeweils QHI=0,78 trotz fehlender mechanischer Reinigung mit der Zahnbürste tendenziell gegenüber der Ausgangssituation sogar weiter ab und zeigten einen ausgeprägten und statistisch signifikanten (p < 0,001) Unterschied zur Placebo­gruppe. Vor diesem Hintergrund werde deutlich, dass Chlorhexamed® alkoholfrei eine klinisch äquivalente Wirksamkeit besitzt wie der Goldstandard Chlorhexamed® Forte 0,2%, so Prof. Schlagenhauf als Leiter der Studiengruppe.

Weitere Untersuchungen flankieren die klinischen Ergebnisse

Weitere Untersuchungen unterstützen die Ergebnisse der durch­geführten Studie. So führten beide Produkte (Chlorhexamed® Forte und Chlorhexamed® alkoholfrei) zu einer vergleichbaren und gegenüber Placebo signifikant überlegenen Reduktion der untersuchten oralen Bakterien. Auch verfügen beide Präparate über eine vergleichbare hohe Substantivität. Als solche wird die Haftfähigkeit eines Wirkstoffes am Zahn verstanden.

Zusammensetzung der Inhaltsstoffe bestimmt die Wirksamkeit

Klinische Studien haben gezeigt, dass die Gesamtformulierung eines Produkts entscheidend ist für seine Wirksamkeit: allein die Aufnahme eines bestimmten aktiven Inhaltsstoffes ist für die Wirksamkeit eines Produktes nicht ausreichend. So wurde etwa die Wirksamkeit einer alkoholfreien Mundspüllösung mit 0,2% Chlorhexidin und einem Zusatz, der Verfärbungen reduzieren soll, gegenüber einer positiven Kontrolle (Chlorhexamed® Forte) und einer negativen Kontrolle (Placebolösung) untersucht. Im Vergleich zur Placebo­lösung wiesen zwar beide Mundspüllösungen eine Verminderung des Zahnbelags und der Bakterien auf. Im direkten Vergleich der beiden Chlorhexidin-Lösungen zeigten die Ergebnisse jedoch, dass die Mundspüllösung mit dem Zusatz gegen Zahn­verfärbung signifikant weniger wirksam war als der eingesetzte Goldstandard Chlorhexamed® Forte 0,2%. Mit diesem Verweis auf eine jüngere Untersuchung (Arweiler et al. 2006) erklärte Frau Prof. Arweiler, dass die Wirkung einer Mundspüllösung stets eine Frage der gesamten Galenik ist.

Die klinische Studie von Prof. Schlagenhauf und die flankierenden Untersuchungen bestätigen eine äquivalente klinische Wirksamkeit der neuen Chlorhexamed® alkoholfrei Mundspül-Lösung gegenüber dem Goldstandard Chlorhexamed® Forte. Letztere Mundspüllösung gelte aber aufgrund ihrer guten wissenschaftlichen Dokumentation und der vielen Jahre mit guten klinischen und praktischen Erfahrungen auch weiterhin als Goldstandard, wie Frau Prof. Arweiler abschließend bemerkte.

Quelle:

Symposium: Der bakterielle Biofilm am Implantat – Implikationen für Therapie und Prophylaxe. Freitag, 28. September 2007, World Conference Center, Bonn (DGP-Jahrestagung 2007)

Schlagenhauf U et al.

Inhibition of Dental Plaque Regrowth by Ethanol-Free 0.2% Chlorhexidine Mouth Rinsing solution.

Kopieren ist keine Kunst Oktober 13, 2007

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Urheberrecht versus „Gratis-Kultur“: Besiegt Technik die Moral? Das war Gegenstand einer Diskussion auf der gerade laufenden Buchmesse
»Bedienen Sie sich nicht kostenlos aus dem Internet«. Das war der Appell, auf den sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion »Kopieren ist keine Kunst: Urheberrecht im Internet« im Focus Forum Hörbuch am Ende einigen konnten.
Zuvor hatten sich Johannes Stricker (Hörbuch-Verleger), Oliver Rohrbeck (Hörspiel-Sprecher), Björn Frommer (Rechtsanwalt) und Julius Mittenzwei (Jurist) in einer lebhaften Diskussion in die juristischen und technischen Untiefen des komplexen Themas begeben. Wobei Mittenzwei, als Vertreter des Chaos Computer Clubs mit Bravour die ihm von Moderator Hans Sarkowicz (HR) zugewiesene Rolle des Advocatus Diaboli ausfüllte.

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Er wollte illegale Tauschbörsen nicht schönreden und zeigte durchaus Verständnis für Verleger, denen durch „Diebstahl geistigen Eigentums“ Geschäftsmodelle wegbrechen. Aber die technische Wirklichkeit sei nun mal da und mit der müsse man sich auseinandersetzen.

Das merken auch die Hörbuchverlage. „Die illegalen Downloads wachsen überproportional“, sagte Stricker. In erster Linie werden Bestseller verbotenerweise heruntergeladen, die üblicherweise das nicht so profitable Programm mitfinanzieren. Um Alternativen zu entwickeln, die wirtschaftliche Zukunft und das breite Angebot zu sichern, ist also Kreativität gefragt. Patentrezepte, wenn es die überhaupt gibt, konnte auf der Buchmesse aber keiner hervorzaubern.

Eine weitere Widrigkeit für Verlage ist die rechtliche Situation, die gelinde gesagt, verworren ist. Dass sich über sie trefflich streiten lässt, zeigten die Wortgefechte zwischen Frommer und Mittenzwei. Stricker war vor allem eins wichtig: „Es muss für Verlage finanzierbar bleiben, seine Rechte zu verfolgen.“

Ob der von Rohrbeck vehement geforderte Schutz von Kulturschaffenden juristisch gewährleistet werden kann, scheint nach dieser Diskussion sehr fraglich. Zumal es da noch die moralische Seite des Themas gibt. Nämlich das Unrechtsbewusstsein, das offenkundig vielen fehlt, aber vielleicht über positive Kampagnen erzeugt werden könnte. Wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Implantate sind nicht die besseren Zähne September 30, 2007

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Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter Parodontitis, einer häufigen Ursache für Zahnverlust. Doch auch Implantate sind durch Zahnbettentzündungen und Knochenabbau in Gefahr. Daher steht die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie unter dem Motto „Der gelockerte Zahn – das gefährdete Implantat“. Vom 27. bis 29. September diskutierten Zahnärzte im ehemaligen Bundestag über Prävention und aktuelle Therapieverfahren für den Zahn- und Implantaterhalt. Die Organisatoren rechnetn mit etwa 1.000 Teilnehmern. Ob dieser Zuspruch auch erreicht wurde, gilt als mehr als zweifelhaft.
Auslöser für eine Parodontitis sind bakterielle Zahnbeläge, die zunächst zu einer Zahnfleischentzündung führen. Diese Entzündung kann sich jedoch auf den Zahnhalteapparat und den Kieferknochen ausdehnen. Laut der vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie hat die Verbreitung der Parodontitis deutlich zugenommen. Jeder fünfte deutsche Erwachsene hat eine so weit fortgeschrittene Parodontitis, dass der Erhalt der Zähne gefährdet ist. Als Konsequenz ist jeder dritte Deutsche im Alter von 64 bis 75 Jahren in mindestens einem Kiefer völlig zahnlos. „Dies ist für ein fortschrittliches und hoch zivilisiertes Land nicht akzeptabel und bedeutet, dass die Rahmenbedingungen für die Parodontitisforschung sowie für die Patientenversorgung deutlich verbessert werden müssen“, sagt Kongresspräsident Professor Dr. Dr. Søren Jepsen, Direktor der Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde des Universitätsklinikums Bonn Von Parodontitis betroffene Zähne werden heutzutage immer häufiger durch künstliche Zahnwurzeln (Implantate) ersetzt, die in den Kieferknochen eingebracht werden und auf denen Zahnersatz verankert wird. Allein die Anzahl der im vergangenen Jahr in Deutschland gesetzten Implantate wird auf mehrere Hundertausend geschätzt, und die jährliche Zuwachsrate soll bei 15 bis 20 Prozent liegen. „Es wird häufig vergessen, dass eine Parodontitis in den meisten Fällen sehr erfolgreich behandelt werden kann“, betont Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf, der amtierende Präsident der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie. „Unterbleibt diese Behandlung und werden stattdessen Implantate eingesetzt, können auch diese langfristig durch eine Knochenentzündung gefährdet sein. Das Implantat ist zwar eine sehr wertvolle Ergänzung unserer Therapiemöglichkeiten, aber keinesfalls die stets pflegeleichtere oder robustere Alternative zu einem natürlichen Zahn.“

Rot-weiß-Rot in Tegernsee September 30, 2007

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Bekennt sich Bayern nun zu den österreichischen Landesfarben? Das Fragt man sich wohl bei der DGÄZ Jahrestagung:

Die Idee wurde zu einem Fortbildungs-Perpetuum mobile: Bei der ersten und der zweiten Internationalen Jahrestagung der DGÄZ am Tegernsee gab es jeweils einen überaus lebendigen, teilweise auch humorvollen, aber immer auch sehr ernsthaften Fragen-Antwort-Komplex am Ende der Tagung. Besonders beliebt bei den Teilnehmern: Die Fragen, die sich die Referenten gegenseitig stellen – auch ein paar kleine fachliche Spitzen untereinander machten diese Runden immer spannend bis zur letzten Minute. Ebenfalls ein Top-Punkt für die meist rund 600 Besucher: Tagungsleiter Dr. Siegfried Marquardt (DGÄZ) pflegt ausreichend Platz einzubauen für die direkte Debatte zwischen Publikum und Experten auf dem Podium. „Diese Fragen sind einfach ein großartiger Anzeiger für Themen, die wir für unsere Kollegen noch tiefer bearbeiten und übermitteln müssen“, so Dr. Marquardt. Das DGÄZ-Team hat diese Fragen aufgenommen – und als Grundlage für eine weitere Stufe im Programm „Rot trifft Weiß“ genutzt. „Auch diesmal haben wir wieder einen ausführlichen Fragen-Teil – und auch drei Kernbeiträge zum Thema ‘Fehlermanagement’. Wenn unsere Teilnehmer sich das so wünschen, ist das für uns eine großartige Motivation. Sollten dann noch Aspekte offen bleiben oder sich neu ergeben, die ausgiebiger beleuchtet werden müssen: Dann ist das bereits das Grundkonzept für unsere Jahrestagung 2008.“ Die 3. Internationale Jahrestagung der DGÄZ am 2. und 3. November 2007 am Tegernsee wurde hinsichtlich Programm und Referenten von der SFZ (Schweizerischer Fachrat Zahnmedizin*) als herausragend und empfehlenswert bezeichnet. Implantologie&Ästhetik: Thema gerade auch für Nicht-Implantologen relevant Auch wenn die DGÄZ-Jahrestagung unter der Arbeitsüberschrift „Implantat-Ästhetik-Symposium“ steht: Angesprochen sind ganz bewusst auch solche Zahnärzte und Zahnärztinnen, die nicht selbst implantieren, vielleicht aber Implantat-Prothetik anbieten – oder die Patienten haben, die bereits Implantat-versorgt sind oder für die eine Implantation als Behandlungsalternative sinnvoll ist. Dr. Diether Reusch, Präsident der DGÄZ: „Wir Zahnärzte müssen doch heute im Rahmen unserer Aufklärungspflicht genau Auskunft geben können: Geht das? Klappt das wirklich? Und was ist, wenn nicht erfolgreich verläuft, was wir selber machen – oder der Kollege, dem wir unseren Patienten anvertraut haben? In unserem Tagungsprogramm greifen wir genau diese Sorgenaspekte auf: Was geht – und was geht nicht oder nicht wirklich immer?“ Auf der Liste der Themen stehen hier beispielsweise Periimplantitis als „Gefahr der Zukunft?“, die Andersartigkeit von Implantat und Zahn hinsichtlich der Gewebereaktion, die Ätiologie von Rezessionen und die Prognose von chirurgischer Abdeckung, es geht um die Frage, ob Kieferorthopädie die Papille optimieren kann und um Mythen und Fakten rund um das Implantatdesign. Tagungsprogramm für Therapie-Entscheider „Gerade auch die Fragestellung ‘Erwartungen und Realitäten bei einem komplexen perioprothetischen Fall’ ist letztlich ein ‘Entscheider-Kurs’ für Implantologen und auch für nicht implantierende Zahnärzte und Zahnärztinnen“, so Dr. Reusch: „Wer sachkundig beraten und überzeugende Entscheidungen treffen will, muss das entsprechende fachliche Wissen haben. Wir haben erstklassige Experten auf dem Podium, denen wir vertrauen und die sich auf unser Tagungskonzept einlassen – es wird also wieder rund werden, wenn wir uns alle tradionell am 1. November-Wochenende am Tegernsee wiedersehen. Ich kann das so familiär ausdrücken: Viele unserer Tagungsteilnehmer buchen schon blind am Ende der letzten Veranstaltung ohne genau zu wissen, was auf dem Programm stehen wird – sie haben fast schon so etwas wie ein Abo…“

Kinderzahnärzte tagten in Hannover September 30, 2007

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Karies an Milchzähnen oft unterschätzt / Saugerflaschen bereiten Probleme Trotz aller Prophylaxe ist Karies bei Kleinkinder noch immer ein Problem: „Viele Kleinkinder haben kariöse Zahnschäden, bevor sie mit drei Jahren oder noch später das erste Mal zahnärztlich untersucht werden“, sagt Professor Dr. Ulrich Schiffner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGK). Dabei ist das Riskio in den Bevölkerungsgruppen ungleichmäßig verteilt. „Ein Viertel der Kinder hat drei Viertel der Löcher“, ergänzt Tagungsleiter Dr. Reinhard Schilke von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie. Das ist nur eines der Themen die etwa 400 Kinderzahnärztinnen und Kinderzahnärzte und ihr Assistenzpersonal vom 28. bis 29. September 2007 in der MHH während der 14. Jahrestagung der DKG diskutieren werden. Mehrere Tagungsbeiträge weisen darauf hin, dass die schlechte Situation im Milchgebiss unverändert mit dem Langzeitgebrauch von Saugerflaschen verbunden ist – insbesondere während der Nacht. „Diese Fälle verursachen dann einen hohen Behandlungsaufwand, oft in Vollnarkose“, sagt Professor Schiffner. Wie zudem das Risiko verringert werden kann, erläutert Dr. Schilke: „Schon Schwangere müssen ein saniertes Gebiss haben, damit später keine Keime auf die Kleinkinder übertragen werden.“ Vom ersten Zähneputzen an sollten die Kinder regelmäßig bei einem auf Milchgebisse spezialisierten Zahnarzt vorgestellt werden. „Außerdem sollten Kinder mit Vollendung des ersten Lebensjahres von der Saugerflasche entwöhnt werden.“ Die DKG will während des Kongresses diese Konzepte vorstellen, um die Mundgesundheit langfristig zu verbessern. „Dazu gehört auch die konsequentere Umsetzung der wissenschaftlich als wirkungsvoll erwiesenen Maßnahmen der Fluoridanwendung direkt in der Mundhöhle“, erläutert Professor Schiffner. Die heutige kinderzahnärztliche Realität erfordert zu oft immer noch unterschiedlich invasive Behandlungsmaßnahmen. Internationale, renommierte Referenten werden eine Zusammenfassung klinisch und wissenschaftlich anerkannter Behandlungsweisen bei der Nervbehandlung in Milchzähnen geben. „Außerdem werden wir Vor- und Nachteile unterschiedlicher Füllungsmaterialien im Milchgebiss diskutieren“, sagt Professor Schiffner. Welche Konsequenzen die Behandlung von Kindern mit Gerinnungsstörungen und Erkrankungen des Blut bildenden Systems für die kinderzahnärztliche Praxis nach sich zieht, hatte Prossor Dr. Karl Welte, Direktor der MHH-Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, am Samstag dargestellt.