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Implantate sind nicht die besseren Zähne September 30, 2007

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Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter Parodontitis, einer häufigen Ursache für Zahnverlust. Doch auch Implantate sind durch Zahnbettentzündungen und Knochenabbau in Gefahr. Daher steht die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie unter dem Motto „Der gelockerte Zahn – das gefährdete Implantat“. Vom 27. bis 29. September diskutierten Zahnärzte im ehemaligen Bundestag über Prävention und aktuelle Therapieverfahren für den Zahn- und Implantaterhalt. Die Organisatoren rechnetn mit etwa 1.000 Teilnehmern. Ob dieser Zuspruch auch erreicht wurde, gilt als mehr als zweifelhaft.
Auslöser für eine Parodontitis sind bakterielle Zahnbeläge, die zunächst zu einer Zahnfleischentzündung führen. Diese Entzündung kann sich jedoch auf den Zahnhalteapparat und den Kieferknochen ausdehnen. Laut der vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie hat die Verbreitung der Parodontitis deutlich zugenommen. Jeder fünfte deutsche Erwachsene hat eine so weit fortgeschrittene Parodontitis, dass der Erhalt der Zähne gefährdet ist. Als Konsequenz ist jeder dritte Deutsche im Alter von 64 bis 75 Jahren in mindestens einem Kiefer völlig zahnlos. „Dies ist für ein fortschrittliches und hoch zivilisiertes Land nicht akzeptabel und bedeutet, dass die Rahmenbedingungen für die Parodontitisforschung sowie für die Patientenversorgung deutlich verbessert werden müssen“, sagt Kongresspräsident Professor Dr. Dr. Søren Jepsen, Direktor der Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde des Universitätsklinikums Bonn Von Parodontitis betroffene Zähne werden heutzutage immer häufiger durch künstliche Zahnwurzeln (Implantate) ersetzt, die in den Kieferknochen eingebracht werden und auf denen Zahnersatz verankert wird. Allein die Anzahl der im vergangenen Jahr in Deutschland gesetzten Implantate wird auf mehrere Hundertausend geschätzt, und die jährliche Zuwachsrate soll bei 15 bis 20 Prozent liegen. „Es wird häufig vergessen, dass eine Parodontitis in den meisten Fällen sehr erfolgreich behandelt werden kann“, betont Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf, der amtierende Präsident der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie. „Unterbleibt diese Behandlung und werden stattdessen Implantate eingesetzt, können auch diese langfristig durch eine Knochenentzündung gefährdet sein. Das Implantat ist zwar eine sehr wertvolle Ergänzung unserer Therapiemöglichkeiten, aber keinesfalls die stets pflegeleichtere oder robustere Alternative zu einem natürlichen Zahn.“

Rot-weiß-Rot in Tegernsee September 30, 2007

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Bekennt sich Bayern nun zu den österreichischen Landesfarben? Das Fragt man sich wohl bei der DGÄZ Jahrestagung:

Die Idee wurde zu einem Fortbildungs-Perpetuum mobile: Bei der ersten und der zweiten Internationalen Jahrestagung der DGÄZ am Tegernsee gab es jeweils einen überaus lebendigen, teilweise auch humorvollen, aber immer auch sehr ernsthaften Fragen-Antwort-Komplex am Ende der Tagung. Besonders beliebt bei den Teilnehmern: Die Fragen, die sich die Referenten gegenseitig stellen – auch ein paar kleine fachliche Spitzen untereinander machten diese Runden immer spannend bis zur letzten Minute. Ebenfalls ein Top-Punkt für die meist rund 600 Besucher: Tagungsleiter Dr. Siegfried Marquardt (DGÄZ) pflegt ausreichend Platz einzubauen für die direkte Debatte zwischen Publikum und Experten auf dem Podium. „Diese Fragen sind einfach ein großartiger Anzeiger für Themen, die wir für unsere Kollegen noch tiefer bearbeiten und übermitteln müssen“, so Dr. Marquardt. Das DGÄZ-Team hat diese Fragen aufgenommen – und als Grundlage für eine weitere Stufe im Programm „Rot trifft Weiß“ genutzt. „Auch diesmal haben wir wieder einen ausführlichen Fragen-Teil – und auch drei Kernbeiträge zum Thema ‚Fehlermanagement‘. Wenn unsere Teilnehmer sich das so wünschen, ist das für uns eine großartige Motivation. Sollten dann noch Aspekte offen bleiben oder sich neu ergeben, die ausgiebiger beleuchtet werden müssen: Dann ist das bereits das Grundkonzept für unsere Jahrestagung 2008.“ Die 3. Internationale Jahrestagung der DGÄZ am 2. und 3. November 2007 am Tegernsee wurde hinsichtlich Programm und Referenten von der SFZ (Schweizerischer Fachrat Zahnmedizin*) als herausragend und empfehlenswert bezeichnet. Implantologie&Ästhetik: Thema gerade auch für Nicht-Implantologen relevant Auch wenn die DGÄZ-Jahrestagung unter der Arbeitsüberschrift „Implantat-Ästhetik-Symposium“ steht: Angesprochen sind ganz bewusst auch solche Zahnärzte und Zahnärztinnen, die nicht selbst implantieren, vielleicht aber Implantat-Prothetik anbieten – oder die Patienten haben, die bereits Implantat-versorgt sind oder für die eine Implantation als Behandlungsalternative sinnvoll ist. Dr. Diether Reusch, Präsident der DGÄZ: „Wir Zahnärzte müssen doch heute im Rahmen unserer Aufklärungspflicht genau Auskunft geben können: Geht das? Klappt das wirklich? Und was ist, wenn nicht erfolgreich verläuft, was wir selber machen – oder der Kollege, dem wir unseren Patienten anvertraut haben? In unserem Tagungsprogramm greifen wir genau diese Sorgenaspekte auf: Was geht – und was geht nicht oder nicht wirklich immer?“ Auf der Liste der Themen stehen hier beispielsweise Periimplantitis als „Gefahr der Zukunft?“, die Andersartigkeit von Implantat und Zahn hinsichtlich der Gewebereaktion, die Ätiologie von Rezessionen und die Prognose von chirurgischer Abdeckung, es geht um die Frage, ob Kieferorthopädie die Papille optimieren kann und um Mythen und Fakten rund um das Implantatdesign. Tagungsprogramm für Therapie-Entscheider „Gerade auch die Fragestellung ‚Erwartungen und Realitäten bei einem komplexen perioprothetischen Fall‘ ist letztlich ein ‚Entscheider-Kurs‘ für Implantologen und auch für nicht implantierende Zahnärzte und Zahnärztinnen“, so Dr. Reusch: „Wer sachkundig beraten und überzeugende Entscheidungen treffen will, muss das entsprechende fachliche Wissen haben. Wir haben erstklassige Experten auf dem Podium, denen wir vertrauen und die sich auf unser Tagungskonzept einlassen – es wird also wieder rund werden, wenn wir uns alle tradionell am 1. November-Wochenende am Tegernsee wiedersehen. Ich kann das so familiär ausdrücken: Viele unserer Tagungsteilnehmer buchen schon blind am Ende der letzten Veranstaltung ohne genau zu wissen, was auf dem Programm stehen wird – sie haben fast schon so etwas wie ein Abo…“

Kinderzahnärzte tagten in Hannover September 30, 2007

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Karies an Milchzähnen oft unterschätzt / Saugerflaschen bereiten Probleme Trotz aller Prophylaxe ist Karies bei Kleinkinder noch immer ein Problem: „Viele Kleinkinder haben kariöse Zahnschäden, bevor sie mit drei Jahren oder noch später das erste Mal zahnärztlich untersucht werden“, sagt Professor Dr. Ulrich Schiffner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGK). Dabei ist das Riskio in den Bevölkerungsgruppen ungleichmäßig verteilt. „Ein Viertel der Kinder hat drei Viertel der Löcher“, ergänzt Tagungsleiter Dr. Reinhard Schilke von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie. Das ist nur eines der Themen die etwa 400 Kinderzahnärztinnen und Kinderzahnärzte und ihr Assistenzpersonal vom 28. bis 29. September 2007 in der MHH während der 14. Jahrestagung der DKG diskutieren werden. Mehrere Tagungsbeiträge weisen darauf hin, dass die schlechte Situation im Milchgebiss unverändert mit dem Langzeitgebrauch von Saugerflaschen verbunden ist – insbesondere während der Nacht. „Diese Fälle verursachen dann einen hohen Behandlungsaufwand, oft in Vollnarkose“, sagt Professor Schiffner. Wie zudem das Risiko verringert werden kann, erläutert Dr. Schilke: „Schon Schwangere müssen ein saniertes Gebiss haben, damit später keine Keime auf die Kleinkinder übertragen werden.“ Vom ersten Zähneputzen an sollten die Kinder regelmäßig bei einem auf Milchgebisse spezialisierten Zahnarzt vorgestellt werden. „Außerdem sollten Kinder mit Vollendung des ersten Lebensjahres von der Saugerflasche entwöhnt werden.“ Die DKG will während des Kongresses diese Konzepte vorstellen, um die Mundgesundheit langfristig zu verbessern. „Dazu gehört auch die konsequentere Umsetzung der wissenschaftlich als wirkungsvoll erwiesenen Maßnahmen der Fluoridanwendung direkt in der Mundhöhle“, erläutert Professor Schiffner. Die heutige kinderzahnärztliche Realität erfordert zu oft immer noch unterschiedlich invasive Behandlungsmaßnahmen. Internationale, renommierte Referenten werden eine Zusammenfassung klinisch und wissenschaftlich anerkannter Behandlungsweisen bei der Nervbehandlung in Milchzähnen geben. „Außerdem werden wir Vor- und Nachteile unterschiedlicher Füllungsmaterialien im Milchgebiss diskutieren“, sagt Professor Schiffner. Welche Konsequenzen die Behandlung von Kindern mit Gerinnungsstörungen und Erkrankungen des Blut bildenden Systems für die kinderzahnärztliche Praxis nach sich zieht, hatte Prossor Dr. Karl Welte, Direktor der MHH-Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, am Samstag dargestellt.

4. DGOI Jahreskongress Konzepte und Strategien für den Therapieerfolg September 29, 2007

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4. Internationaler Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Orale Implantologie (DGOI) – Konzepte und Strategien für den Therapieerfolg
Fachliche Diskussionen, interessante Begegnungen und hochkarätige Vorträge von internationalen Referenten zeichneten den 4. Internationalen Jahreskongress der DGOI Ende September aus. Rund 500 Teilnehmer kamen aus der ganzen Welt zusammen, um sich unter dem Leitthema „Von der Planung zum Erfolg“ über aktuelle Konzepte und Strategien in der Implantologie zu informieren. Sie erlebten im Frankfurter Kongresszentrum den ganz speziellen Spirit of DGOI – eine freundschaftliche und familiäre Atmosphäre mit einer internationalen Ausrichtung.
Drei große Themenbereiche bestimmten die Vorträge im Mainpodium, dessen wissenschaftlicher Leiter Prof. Georg H. Nentwig, Frankfurt a.M., war. So ging es zum Beispiel um Standards für den sicheren Therapieerfolg und die Frage, welche Risiken und Komplikationen möglicherweise auftreten können, wenn von diesen abgewichen wird. Dabei beleuchteten namhafte Referenten wie Prof. Dr. Georges Romanos, USA, und Prof. Dr. Hom-Lay Wang, USA, den Stellenwert von aktuellen Trends wie den verkürzten Einheilzeiten, der Sofortversorgung und –belastung. Es wurde deutlich, wie eng diese Themen mit den Möglichkeiten der 3D-Diagnostik und Planung verbunden sind. Diese präzise Diagnostik macht in vielen Fällen eine Sofortversorgung und –belastung erst möglich. Wie der Einsatz von 3D-Diagnostik die Sicherheit erhöhen und damit Komplikationen vermeiden kann, präsentierten zum Beispiel Prof. Dr. Dr. Stefan Hassfeld, Dortmund, Dr. Fred Bergmann, Viernheim, und Prof. (NYU) Ady Palti, Kraichtal. Trotzdem wurde in diesem Zusammenhang die Frage diskutiert, welcher Aufwand für Planung und Diagnostik sinnvoll, notwendig und Mindeststandard sein sollte.
In Zukunft werden die so genannten Sekundärtherapien an Bedeutung gewinnen. Deshalb gehörten die regenerativen Verfahren für das periimplantäre Hart- und Weichgewebe ebenfalls zu den großen Themenbereichen. So sprachen namhafte Referenten wie Prof. Dr. Dr. Herbert Deppe, München, PD Dr. Dr. Michael Stiller, Berlin, und Prof. Dr. Dr. Joachim Zöller, Köln, über Konzepte zur Periimplantitis-Behandlung und Techniken der Bewahrung und Wiedergewinnung der Weichgewebsästhetik.
Traditionell bot der Kongress verschiedene Informationsebenen. Neben dem Mainpodium gab es weitere Möglichkeiten für den implantologischen Dialog in den Podien für Junge Implantologen, die Zahntechnik, die Assistenz und in dem nationalen Podium. Auch die Workshops der Sponsoren waren am Freitagnachmittag gut besucht. Der globale implantologische Austausch wurde im internationalen Podium des ICOI gepflegt. Teamgeist, Freundschaft und eine familiäre Atmosphäre prägten den sehr gut besuchten Freitagabend im Offenbacher Capitol. Auch der besondere Charme dieser Location trug mit dazu bei, dass das Galadinner ganz im Zeichen des „Spirit of DGOI“ stand. Mehr als 60 Vertreter der implantologischen Dentalindustrie präsentierten Produktneuheiten und nutzten die Gelegenheit zur umfassenden Beratung der Teilnehmer.
Zu den Referenten gehörten zum Beispiel: Prof. Dr. Georg- H. Nentwig, Frankfurt a.M., Dr. Henry Salama, USA, Dr. Fred Bergmann, Viernheim, Prof. Dr. Dr. Stefan Hassfeld, Dortmund, Prof. (NYU) Ady Palti, Kraichtal, Dr. Paul Weigl, Frankfurt a.M., Prof. Dr. Herbert Deppe, München, Prof. Dr. Jürgen Becker, Düsseldorf, Prof. Dr. Dr. Joachim Zöller, Köln, Prof. Dr. Dr. Rudolf H. Reich, Bonn, PD Dr. Dr. Michael Stiller, Berlin, Dr. Axel Kirsch, Filderstadt, Dr. Marius Steigmann, Neckargemünd, Prof. Dr. Hom-Lay Wang, USA, Dr. Morton Perel USA, Prof. Dr. Regina Mericske-Stern, Schweiz, Prof. Dr. George Romanos, USA oder Dr. Hamid Shafi, USA.

Ausblick auf weitere Kongresse der DGOI:

16. – 23. Februar 2008: 3. Internationales Wintersymposium in Zürs am Arlberg
18. – 20. September 2008: 5. Internationale Jahreskongress der DGOI im Hilton Park Hotel, München
6. -11. November 2008: ICOI Weltkongress in Kooperation mit der DGOI in Kairo, Ägypten

 

 

Bloggen für Birma September 29, 2007

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über die Pressefreiheit in Birma berichtet Tagesschau online:

Blogger lassen sich nicht aufhalten

Die Junta nutzt Waffengewalt, um die Demonstrationen in Birma zu sprengen. Doch was sie nicht mit Waffen bekämpfen kann, ist die „Bedrohung“ aus dem Internet. Durch einfallsreiche Ideen schmuggeln Technikfreaks Informationen und Bilder an der Zensur vorbei auf Monitore in der ganzen Welt. (…)

Wir verlinken, weil das praktisch unsere einzige Möglichkeit ist, unsere Solidarität mit dem Volk zu bekunden und es in seinem Freiheitskampf zu unterstützen: jagt die Militärs davon!

kostenlose Fortbildungen für Young Dentists September 21, 2007

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…beschreibt das dentale blog hier. Hintergrund der Angelegenheit, ist wohl dass sich Freier Verband und DGZMK „versuchsweise“ den Namen gekrallt haben, um damit Geld zu machen.

warum Deutschland die Ärzte weglaufen September 19, 2007

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aus der Welt: 

Doppelschichten, 48 Stunden Dienst in drei Tagen, Mehrarbeit unbezahlt: Dieser Zustand ist vor allem für junge Ärztinnen und Ärzte in Deutschland keine Ausnahme, sondern häufig die Regel. Die Folge: Jeder zweite denkt laut einer Studie ans Aufgeben.

Überlastung: In Deutschlands Kliniken leisten Mediziner laut einer Studie des Marburger Bunds zu viele Überstunden (das Bild zeigt eine Knie-Operation)

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Es ist Samstagmorgen, 3.15 Uhr, als die Schwester vorsichtig an die Tür des Bereitschaftszimmers der Notaufnahme klopft. „Herr Doktor? Wir haben eine Schnittwunde am Fuß rein bekommen.“ Von drinnen, aus dem Dunklen kommt ein Seufzer und ein verschlafenes „Ja, ist in Ordnung. Bin gleich da.“ Die Schwester schließt die Tür. Vor 20 Minuten erst hatte sich der Arzt hingelegt. Das ist Alltag in der Notaufnahme des Hamburger Krankenhauses, das die Notfälle vom Kiez betreut.

Alltag ist auch, dass in dieser Nacht wieder einmal ein junger Assistenzarzt Bereitschaftsdienst schiebt. Der 33-jährige, der seinen Namen lieber nicht so gern gedruckt sieht, ist in der Facharztausbildung zum Chirurgen und weiß schon nicht mehr, wie viele Dienste dieser Art er in diesem Monat geleistet, wie viele Nächte er sich um die Ohren geschlagen hat. Über die im Tarifvertrag festgeschriebenen 48 Arbeitsstunden in der Woche kann er nur müde lächeln. Bei seiner letzten Stelle an einem Krankenhaus nahe München hat er diese Zeit manchmal binnen drei Tagen erreicht. „Doppelschichten, Notarzt fahren, Bereitschaftsdienst. Da summieren sich die Überstunden ganz locker. Unbezahlt – versteht sich.“

Lange Arbeitszeiten, unbezahlte Überstunden, keine Vertragssicherheit. So wie diesem Assistenzarzt ergeht es auch vielen anderen Krankenhausmedizinern. In einer von der Ärztegewerkschaft Marburger Bund erhobenen, repräsentativen Studie unter knapp 18.000 Ärzten klagen 59 Prozent der Befragten darüber, dass an ihrem Krankenhaus die Höchstarbeitszeiten nicht eingehalten, sondern deutlich überschritten werden. In 75 Prozent der Fälle würden sogar Arbeitszeiten gar nicht oder nur handschriftlich erfasst. Ein klarer Verstoß gegen das seit 1996 geltende Arbeitszeitgesetz, sagt der Vorsitzende des Marburger Bundes, Frank Ulrich Montgomery. „Die Arbeitgeber scheren sich einen Dreck um die gesetzlichen Bestimmungen“, schimpft er.

Dazu kommt nach Ansicht Montgomerys die Nachlässigkeit der zuständigen Aufsichtsbehörden, die die ständigen Verletzungen des Arbeitszeitgesetzes nicht ahnden. „Die halten einfach still, dabei gibt es das Gesetz doch nicht erst seit gestern“, empört sich der Gewerkschaftschef. Die Studie ergab, dass lediglich 21 Prozent der Befragten zwischen 40 und 49 Stunden in der Woche arbeiten. Für 38 Prozent der Ärzte ist die Woche schon zehn Stunden länger, weitere 40 Prozent bringen es auf 60 bis 79 Arbeitswochenstunden. „Das ist eigentlich nur dann möglich, wenn der Arbeitnehmer eine sogenannte Opt-out-Regelung in seinem Vertrag unterschreibt“, erklärt Montgomery.

Diese Regelung sieht vor, dass ein Arzt auf die gesetzliche Arbeitszeit von 48 Stunden verzichtet und sich bereit erklärt, mehr zu arbeiten. Laut Studie haben diese Regelung aber nur 21 Prozent der befragten Ärzte akzeptiert. „Das ist ein rechtswidriger Zustand und eine eklatante, wiederholte und dauerhafte Verletzung des Tarifrechts“, klagt Montgomery. Kalkuliere man pro Arzt realistische 36 Überstunden pro Monat, komme man bei 130000 Klinikärzten in Deutschland auf etwa 56 Millionen Überstunden im Jahr. Ungefähr zwei Drittel davon werden der Umfrage zufolge nicht bezahlt, so dass die Ärzte das Gesundheitssystem rechnerisch jährlich mit mehr als einer Milliarde Euro subventionierten.

Da sei es nicht verwunderlich, dass immer mehr Ärzte „fluchtartig“ Deutschland verließen und sich nach lukrativeren und vor allem Stellen mit besseren Arbeitszeiten im Ausland umsähen. „Wer als Arzt im Praktikum zum ersten Mal die Zustände im Krankenhaus hautnah miterlebt, bekommt einen wahren Kulturschock“, sagt der Vorsitzende des Bundes.

Weiterführende links

Konsequenzen daraus würden immer deutlicher: im Jahr 2006 verließen bereits 14 Prozent mehr Ärzte Deutschland als noch 2005. 5000 offene Stellen an Krankenhäusern seien heute unbesetzt und insbesondere der Osten bekomme schon heute einen „eklatanten und echten Ärztemangel“ zu spüren, insbesondere weil die Ärzte dort unter noch schlechteren Bedingungen als ihre Kollegen im Westen arbeiten müssten. „Die Ärzte im Osten arbeiten mehr, härter und länger bei gleichzeitig immer noch geringerem Verdienst“, sagt Montgomery und stützt sich dabei auf die Ergebnisse der Studie. Denn schlüsselt man unter denjenigen Ärzten, die zwischen 60 und 79 Stunden pro Woche arbeiten nach Ost und West auf, führen Ärzte in Ostdeutschland mit 45 Prozent gegenüber 39 Prozent der Westdeutschen deutlich.

Noch mehr als die langen Arbeitszeiten, die vielen Nacht- und Wochenenddienste und die unbezahlten Überstunden stört die Mediziner jedoch der hohe bürokratische Aufwand, den sie auf Verlangen von Klinikleitung und vor allem der Krankenkassen leisten müssen. Etwa ein Drittel der Befragten gab an, sich zwischen zwei und drei Stunden täglich mit Verwaltungstätigkeiten beschäftigen zu müssen, bei 17 Prozent lag der Aufwand bei drei bis vier Stunden. Ein Zustand, den Montgomery als „alarmierend“ bezeichnet, zumal die Ärzte für diesen Aufgabenbereich „keinerlei Ausbildung haben“. Er fordert, dass für solche Aufgaben gesondertes Personal zur Verfügung stehen muss. „Es kann nicht sein, dass ein Arzt die Termine zum Röntgen für seinen Patienten selber abstimmen muss.“

Schlagworte

Marburger Bund Ärzte Studie Arbeitsbedingungen Überstunden Doppelschichten

Ebenso sieht Montgomery Tätigkeiten wie Blut abnehmen oder das Anlegen von Infusionen nicht mehr bei den Ärzten angesiedelt. „Als in den 80er Jahren Pflegekräftemangel und ein Arztüberschuss herrschte, wurden diese Aufgaben übertragen. Heute ist es andersherum. Wir haben zu wenig Ärzte.“ Der Marburger Bund warnt vor dem drohenden Ärztemangel. „53 Prozent der Krankenhausärzte würden lieber heute als morgen den Bettel hinschmeißen“, sagt Montgomery. Noch erschreckender sei jedoch, dass knapp ein Drittel der Befragten den Arztberuf gar nicht mehr ergreifen würden.

Zahnmedizinstudentin löst Bombenalarm aus September 14, 2007

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ganz schön heftig, was den Studis von heute so alles einfällt, wie Spiegel online berichtet:

ZAHNMEDIZIN-STUDENTIN

Bombendrohung aus Prüfungsangst

Mit zwei Drohanrufen in der Heidelberger Uni-Klinik wollte sich eine Zahnmedizin-Studentin laut Polizei vor einer Prüfung drücken. Das gelang ihr zwar – doch dafür sitzt die 31-Jährige nun in Untersuchungshaft. Und der Polizei-Einsatz soll sie 10.000 Euro kosten.

Am Dienstagmorgen klingelte in der Telefonzentrale der Heidelberger Universität das Telefon. Es werde „etwas Schlimmes passieren“, sagte eine Frau am anderen Ende der Leitung. Mittags in einem zweiten Anruf bei einer Abteilung der Uni-Klinik kündigte die gleiche Frau an, in einer halben Stunde werde im Krankenhaus eine Bombe explodieren.

Die Polizei schloss einen terroristischen Hintergrund zunächst nicht aus und sperrte den Zugang zur Klinik ab. Über 200 Patienten, Mitarbeiter und Besucher wurden aus der Klinik gebracht. Es kam, wie es sich die Frau ausgemalt hatte: Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft handelte es sich um eine Zahnmedizin-Studentin, die an an diesem Tag eine Prüfung im Krankenhaus ablegen sollte. Die Prüfung wurde abgesagt. Allerdings machten die Beamten die Telefonzelle ausfindig, aus der der erste Anruf kam.

Beamte der Heidelberger Staatsschutzdezernats nahmen die mutmaßliche Urheberin der Drohanrufe am Mittwoch fest. Eine Richterin erließ Haftbefehl wegen Verdachts auf „Störung des Öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat“ sowie Nötigung. Die 31-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft. Sie hat bereits gestanden, die beiden Anrufe gemacht zu haben

Die Staatsanwaltschaft lässt derzeit untersuchen, welche Auswirkungen die Drohungen auf den Betrieb der Klinik und die Patienten hatte. Außerdem muss die Studentin die Einsatzkosten der Polizei in Höhe von rund 10.000 Euro zahlen

 

Zahnmedizin im Alter September 12, 2007

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Mit dem Thema Alterszahnheilkunde befasst sich heute die Zahnärztekammer Schleswig Holstein:

 

» Senioren werden anspruchsvoller / Hohe Lebensqualität im hohen Alter

Zahnärztekammer Schleswig-Holstein KdöR 27 Prozent der Deutschen glauben, dass man im Alter seine Zähne sowieso verliert. Das ist falsch. Im Gegenteil: Immer mehr Menschen behalten ihre eigenen Zähne bis in hohe Alter. „Generelles Ziel ist es heute, die eigenen Zähne so lange wie möglich zu erhalten“ erklärt Dr. Michael Brandt, Vizepräsident der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein und zuständig für Prävention. So begrüßt er das Motto des diesjährigen Tages der Zahngesundheit „Gesund beginnt im Mund – auch unsere Zähne leben länger.“

Voraussetzungen sind gute häusliche Mundhygiene, regelmäßige Besuche beim Zahnarzt, Professionelle Zahnreinigung, Entfernung von Zahnstein und – sofern nötig – hochwertiger Zahnersatz, dessen Reinigung auf die abnehmende manuelle Geschicklichkeit im Alter Rücksicht nimmt. Immer mehr entscheiden sich deshalb für Zahnersatz, der sich auf Implantate (= künstliche Zahnwurzeln) stützt. Das sieht gut aus und fühlt sich gut an, bereitet beim Essen, Sprechen, Lachen und der Reinigung keine Probleme und ist sehr lange haltbar. Ob ein Implantat in Frage kommt, weiß der Zahnarzt, den man auch im Alter zweimal jährlich zur Kontrolle aufsuchen sollte.

 

Quelle/Kontaktadresse:
Zahnärztekammer Schleswig-Holstein KdöR
Pressestelle
Westring 498, 24106 Kiel
Telefon: (0431) 2609260, Telefax: (0431) 26092615

Fehlstellung des Kiefergelenks als Ursache von Tinnitus September 7, 2007

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Universität Bonn berichtet über die DZW von einer erfolgreichen Behandlung mit Pivotschiene im Oberkiefer – 75 Prozent spürt deutliche Besserung

Tinnitus kann viele Gründe haben. Eine mögliche Ursache ist eine Fehlstellung des Kiefergelenks. An der Klinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Bonn wurde jetzt eine Kunststoffschiene eingesetzt, die den Fehlbiss korrigiert und so das Kiefergelenk entlastet. Bereits nach zwei bis vier Wochen spürten 75 Prozent der bisher 22 so behandelten Tinnitus-Patienten eine Verbesserung der Symptome. Jeder Dritte hörte sogar gar keine Ohrgeräusche mehr.

Die Ursachen für einen sogenannten subjektiven Tinnitus sind vielfältig und reichen von Mittelohrerkrankungen über Hörsturz und Lärmtraumata bis hin zu Stress. „Dass hinter den lästigen Ohrgeräuschen eine Fehlstellung des Kiefergelenks dahinter stecken kann, ist nur wenig bekannt“, so Professor Dr. Bernd Koeck, Direktor der Klinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Bonn. Denn Mittelohr und Kiefergelenk liegen ganz eng beieinander und sind nur durch eine dünne Knochenlamelle getrennt.

Bei der sogenannten craniomandibulären Dysfunktion (CMD) kommt es unter anderem durch eine angeborene Zahnfehlstellung, Zähneknirschen, einseitiges Kauen oder Zahnprothesen zum Verlust der richtigen Bisshöhe. Dadurch wird der Unterkiefer nicht mehr genügend stabilisiert, und der Kiefergelenkkopf verlagert sich. Daraus resultieren die für CMD typischen Kiefergelenkgeräusche. Wird beim Mundschließen der Kiefergelenkkopf weit nach hinten in Richtung Mittelohr geschoben, ist der Druck auf zwei dazwischenliegende Nerven enorm. Ein Tinnitus oder auch Schläfenkopfschmerzen können die Folgen sein.

Abhilfe schafft eine hauchdünne Schiene aus glasklarem Kunststoff, mit der die Bonner Zahnärzte die Gelenkköpfe wieder in ihre ursprüngliche Position zurückbringen. Dazu trägt der Patient mindestens vier Wochen Tag und Nacht eine Pivotschiene im Oberkiefer, die zum Ausgleich des Fehlbisses hinten leicht erhöht ist. Beim Schließen des Mundes dreht sich nun der Unterkiefer um diesen künstlichen Aufbiss und zieht das Kiefergelenk nach unten.

„Diesen Effekt kann der Patient verstärken, indem er täglich möglichst zwei Stunden das Kinn mit der Faust abstützt“, so Koeck. Die individuell angepasste Schiene wird regelmäßig neu justiert und abgeschliffen, bis der ideale Biss stabilisiert ist. Bei einem rechtzeitigen Eingreifen eines erfahrenen Zahnarztes besteht laut Koeck eine große Chance auf Heilung. Das erspare dem Patienten möglicherweise eine lange Odyssee von Arzt zu Arzt.