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Ärger mit PKV und Beihilfe einfach delegieren Oktober 31, 2007

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Externe professionelle „Erstattungs-Unterstützung“ für die Praxis DGÄZ:

Ärger mit PKV und Beihilfe einfach delegieren

Im Prinzip sind sich Patient und Zahnarzt einig: Gut soll es werden – und schön soll es werden. In diese fachliche Harmonie bricht im wahren Praxisalltag allerdings die Frage der Kosten und der Erstattung durch PKV oder Beihilfe wie ein Fallbeil. „Gerade bei uns in der Ästhetischen Zahnheilkunde ist der Ärger mit den Privaten Krankenversicherern und Beihilfestellen nahezu vorprogrammiert“, sagt Dr. Diether Reusch, Präsident der DGÄZ. Funktion und Ästhetik auf hohem Niveau und in bester Qualität hat ihren Preis: „Wenn es um die Erstattung der Kosten geht, legen sich die Versicherungen und Beihilfestellen aber erst einmal prinzipiell quer und versuchen, sich den Patienten zum Verbündeten zu machen. Hier wird mit dem Unwissen taktiert und vorgegeben, die Abrechnung sei nicht gerechtfertigt. Wir müssen dann quasi in einer Verteidigungsposition deutlich machen, dass Abrechnung und Erstattung rechtlich verschiedene Dinge sind und es uns in den Praxen eigentlich egal sein könnte, wer letztlich die Behandlung bezahlt. Aber wer will das seinem Patienten schon so hart ins Gesicht sagen? Zumal, wenn wir uns vorher über hochwertige funktionale und auch ästhetische Lösungen unterhalten haben?“ Hohe Behandlungsstandards bedeuten für die Praxen fast zwangsläufig Ärger mit den Kostenerstattern, die versuchen, an den Kosten für die Gesundheit zu sparen. Dr. Reusch: „Nicht nur die Funktion – auch ein ästhetisches Ergebnis ist ein gesundheitliches Plus.“ Ein Patient, der sich wohl fühlt, pflegt in der Regel seinen Mund auch sorgfältiger, so die Erfahrungen der DGÄZ.   Wege gegen die allgemeine Patienten-Verunsicherung Die Argumente der Kostenerstatter gegenüber den Patienten seien, so die Erfahrung der DGÄZ-Mitglieder, immer die gleichen: * Die Gebühren sind so nicht abrechenbar. * Die Materialkosten können so nicht abgerechnet werden. * Die Behandlung ist zu aufwändig, es müsste auch eine billigere Lösung reichen. „Unsere Patienten verunsichert das, sie wissen ja nicht oder glauben uns auch oft gar nicht, dass sie tatsächlich grundsätzlich das Recht haben, selbst zu entscheiden, mit welchem Aufwand sie sich zahnärztlich versorgen lassen wollen. Wir müssen wie ein Versicherungsberater erklären, dass ihre private Krankenversicherung, sofern nicht ein reduzierter Tarif abgeschlossen wurde, grundsätzlich jede medizinisch notwendige Behandlungsmaßnahme bezahlen muss, sofern deren Kosten im Verhältnis zu anderen, gleichwertigen Erstattungsoptionen stehen. Wir sollten die mit Diskussionen verbrachte Zeit so gering wie möglich halten und vorrangig unsere eigene Profession ausüben – die Zahnmedizin. Und die Beratung zur Korrespondenz mit den Kostenerstattern deshalb weitgehend delegieren.“ In seiner eigenen Praxis und auch bei vielen DGÄZ-Mitgliedern habe man längst Konsequenzen gezogen: „Wir haben schon seit über zehn Jahren externe Erstattungs-Profis’ eingeschaltet. Für die Patienten bleiben wir ihr Zahnarzt, der sich um die Zahnmedizin kümmert. Den Rest, die ganze Schreiberei und Argumentationsunterstützung für den Patienten in der Auseinandersetzung mit seiner Versicherung oder Beihilfestelle machen bei uns die Experten beim Erstattungservice von DZR/Dr. Güldener. Damit haben wir ein Stress-Thema delegiert und den Patienten zudem eine Beratung an die Seite gestellt, die immer auf dem laufenden ist, was die Argumentationswege und die rechtliche Lage betrifft. Wer von uns in den Praxen schaut denn da noch wirklich selber durch?“ Das Deutsche Zahnärztliche Rechenzentrum erarbeitet für die Patienten nach Prüfung der Angelegenheit und eventueller Rücksprache mit der Praxis eine gebührenrechtliche Stellungnahme zur Vorlage bei den Kostenträgern und hilft in strittigen Fällen bei der Durchsetzung berechtigter Forderungen. Das zu delegieren bringe den Praxen nur Vorteile: „Da ist zum einen die Ersparnis an Zeit und Nerven für Information und Papierkrieg. Da ist die höhere Glaubwürdigkeit der DZR-Profis – uns unterstellt man aufgrund vieler Presseberichte ja inzwischen gelegentlich, wir würden ausschließlich im Eigeninteresse beraten. Und unser Honorar ist ohne weitere Diskussionen schnell und zu 100 % auf dem Praxiskonto.“ Verwunderlich sei schon, dass viele Kollegen offenbar so ein Angebot und die Kenntnisse langjährig erfahrener Abrechnungsprofis wie denen von der DZR in Stuttgart gar nicht kennen oder bisher nicht in Betracht ziehen: „Wir haben dann doch viel mehr Zeit für eine richtig gute, qualitativ hochwertige Versorgung und eine unbelastete Zusammenarbeit mit unseren Patienten, und das Praxis-Konto stimmt auch…“

Quelle: DGÄZ

Zahnschmerzen im Krieg Oktober 28, 2007

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über Zahnschmerzen im Krieg

berichtet Focus Online:

Schmerzende Zähne im Ausland sind echt kein Vergnügen. Schon gar nicht, wenn man sich in einem Krisen- oder Kriegsgebiet befindet.

 


 

 

 

 

 

 

Zahnschmerzen sind schwer zu ertragen

Vor gut zwei Jahren – ich lebte damals schon vier Jahre in Afghanistan – erwischte es mich während einer Recherche für den FOCUS im afghanischen Faizabad, einem Provinznest im Hohen Norden des Landes. Mitten in einem Interview mit dem dortigen Warlord fingen die Schmerzen an meinem 1. Molar wieder an. Ich hatte in den letzten Jahren immer mal wieder Probleme mit diesem Zahn oder besser gesagt mit seiner Wurzel gehabt. Hin und wieder hatte es gezwickt und gezwackt, weshalb ich während meiner Urlaube in Deutschland, beim Besuch einer Freundin in Brüssel und eines Stop-overs in Dubai verschiedene Zahnärzte aufgesucht hatte. Immer wurden Antibiotika verschrieben mit der Aussage, das ginge von alleine weg.

 

 

 

 

Wohlhabende Afghanen fliegen nach Tadschikistan
Ich bin hart im Nehmen, aber in Faizabad waren die Schmerzen echt ätzend. In den Tagen bis zu meiner Rückkehr nach Kabul warf ich eine Aspirin nach der nächsten ein, denn eine Behandlung beim lokalen Zahnarzt kommt in Afghanistan auch wegen der hohen Infektionsrate mit Hepatitis nicht in Frage. Zudem ist die Behandlung dort vorsintflutlich und besteht einzig aus dem Ziehen des Zahns. Häufig ohne Betäubung versteht sich. Für Ausländer und wohlhabende Afghanen bleibt somit für die Zahnbehandlung nur der Flug ins benachbarte Tadschikistan, Pakistan, Dubai oder eben in die Heimat.

Wenige glückliche ausländische Zivilisten besitzen eine Einfahrtsgenehmigung ins Camp „Warehouse“, wo sich das Feldlazarett der Isaf befindet. Zum Heimflug blieb keine Zeit, und somit fuhr ich gleich nach meiner Rückkehr aus Faizabad dorthin. Das Camp liegt an der berüchtigten Jalalabad-Road, die heute aufgrund der täglichen Anschläge im Volksmund auch Todesstraße von Kabul genannt wird. Vor zwei Jahren fingen die Anschläge gerade an, aber es war noch nicht so gefährlich wie heute.

Trotzdem mied man die Straße – außer natürlich der Zahn schmerzte. Vier Mal fuhr ich in den nächsten drei Wochen zum Camp. Immer wieder vertröstete mich der dortige Feldarzt mit Antibiotika (Das geht von alleine weg…). Drei Wochen und drei Packungen Antibiotika später, blieb ich völlig entnervt von den Schmerzen einfach auf dem Behandlungsstuhl sitzen. Ich drohte dem Arzt, das Behandlungszimmer nicht eher zu verlassen, als bis er endlich etwas gegen meine Qualen unternehme.

Tatsächlich eine schlimme Entzündung

Unter Murren über die hohe Infektionsgefahr und dem Risiko, einen gesunden Zahn zu zerstören (alles egal, nur tun sie endlich was!) zog der Doc schließlich unwillig die Wurzel. Er begutachtete sie eingehend und meinte dann überrascht, das hier tatsächlich eine schlimme Entzündung vorgelegen habe (sag ich doch die ganze Zeit). Er fragte, wie ich diese unerträglichen Schmerzen nur so lange ausgehalten hätte.

Jetzt war ich echt baff. Warum hatte ich wohl mehrfach die nicht ganz ungefährliche Fahrt ins Camp unternommen? Doch wohl kaum, um mit dem Doc in seinem staubigen Zelt Kaffeeklatsch zu halten. Aber egal, der Schmerz war endlich weg und ich hatte wieder Ruhe. Die Wurzel füllen wollte der Arzt aber wegen Infektionsgefahr nicht.

Linderung dank Kortison

Zurück in Jordanien machte ich mich drei Wochen später erneut auf die Suche nach einem guten Zahnarzt. Der erste konnte keine Wurzeln behandeln. Die zweite hatte eine super moderne Praxis, worauf ich leider auf die Qualität der Ärztin schloss. Dr. Shireen bemühte sich sehr, doch trotz mehrfacher Behandlung blieb der Schmerz (Aspirin!). Inzwischen war Krieg im Libanon und ich sollte FOCUS Online von dort berichten. Am letzten Tag vor der Abreise gab mir Dr. Shireen eine Kortisonspritze direkt in den Zahn. Vier Tage hatte ich Ruhe – dann fing es wieder an zu pochen.

Während das abendliche Bombardement von Südbeirut begann, fuhr ich mit meinem Kontaktmann durch die menschenleeren Gassen. Wieder mal auf der Suche nach einem Zahnarzt. Im anvisierten Ärztehaus waren drei von vier Zahnarztpraxen geschlossen, denn die meisten Libanesen, die es sich finanziell leisten konnten, waren längst in die nahe gelegenen Berge von Beirut geflohen. Einzig Dr. Eli arbeitete noch. Und der erwies sich als ein echter Glückstreffer. Zwar sah seine Praxis schäbig aus, und in Deutschland hätte ich sie fluchtartig verlassen, aber hier im Krieg war mir alles egal.

Tatsächlich war Dr. Eli ein ausgezeichneter Arzt, der sofort die Ursache des Übels erkannte: Die jordanische Zahnklempnerin hatte bei der Füllung der Wurzel nicht die Spitze erreicht. In wenigen Minuten war die Behandlung vorbei. Zum Schluss gab mir der Doc noch die Adresse einer anderen deutschen Patientin mit – Bellinda, die mir eine gute Freundin wurde.

Zurück in Jordanien, wie sollte es anders sein, meldete sich mein 1. Molar wieder. Dr. Eli hatte mich schon vorgewarnt, dass noch Seitenwurzeln bestehen könnten. Sollten die schmerzen, helfe nur noch eine Zahnwurzelspitzenresektion. Ein schreckliches Wort für eine schreckliche OP, von der ich im Nachhinein nur abraten kann. Aber hier erschien sie mir als Rettung. Ich suchte einen anerkannten Spezialisten für Dentalchirurgie auf, der mir von vielen Seiten empfohlen worden war. Die OP verlief gut, doch folgte ihr eine fiese Entzündung.

Um 19 Uhr bei Doktor Müller

Dem lang geplanten Flug nach Deutschland, da war sich der Dentalchirurg sicher, stünde trotzdem nichts im Wege. Alles würde gut. Nichts wurde gut, und als ich nach vier Tagen Deutschland-Rundreise mit Schmerzen abends bei meiner Freundin Bine am Bodensee landete, warf die nur einen kurzen Blick auf meine geschwollene Backe und schlug gleich bei ihrem Dorfzahnarzt Alarm. Um 19 Uhr landete ich bei Dr. Müller. Der riet mir, den Zahn zu ziehen. Endlich mal ein ehrlicher Zahnarzt, der sagte, was Sache war. Wer weiß, in welcher Bananenrepublik ich in ein oder zwei Jahren unterwegs sein würde, also sagte ich beherzt „raus mit dem Zahn“.

Natürlich lief auch hier nicht alles reibungslos: Ich bekam, was in den seltensten Fällen vorkommt, eine trockene Aveole. Das heißt, die Wunde konnte nicht zuheilen, der Nerv lag offen und verursachte entsetzliche Schmerzen. Am nächsten Tag ließ ich mich bei einer deutsch-rumänischen Zahnärztin in Baden-Baden behandeln.

Seitdem ist tatsächlich alles in Ordnung. In Jordanien habe ich endlich einen guten Zahnarzt gefunden, der sein Handwerk in Deutschland gelernt hat und regelmäßig zu Fortbildungen ins Ausland reist. Dr. Salem verbindet deutsches „Know-how“ mit arabischer Geduld und Menschlichkeit. Bei ihm bin ich nicht die „trockene Alveole in Kabine drei“ oder die „Zahnwurzelentzündung in Kabine eins“.

Seit ein paar Tagen bin ich nach acht Jahren und unzähligen Behandlungen durch mindestens zehn Ärzte in sechs verschiedenen Ländern endlich schmerzfrei. Das Leben im Ausland kann manchmal ganz schön anstrengend sein!

Mit hervorragenden Leistungswerten an die Spitze Oktober 25, 2007

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Philips präsentiert der Fachwelt die Weltneuheit Sonicare FlexCare

„Es ist eine Illusion zu glauben, dass wir die Zahn-Gesundheit der Bevölkerung verbessern, indem wir alle Menschen zu guten Menschen erziehen und zu Zahnputzexperten machen.“ Mit diesem Statement startete Professor Michael Noack seinen Vortrag anlässlich der Fachpresse-Konferenz „Evolution der Schalltechnologie“, zu der Philips nach Frankfurt eingeladen hatte. (mehr …)

Frauen sind anders – beim Zahnarzt Oktober 23, 2007

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sagt die Presse (naja zumindest sinngemäss)

Eine Studie über die Angst vor dem Zahnverlust, die Notwendigkeit des Kontrollbesuchs und die Zahn-Fürsorge des weiblichen Geschlechts.

(c) AP 59 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher gehen zumindest einmal pro Jahr zum Zahnarzt. Dabei achten Frauen mit 62,8 Prozent stärker auf die Gesundheit ihrer Zähne als Männer, die das nur zu 56,9 Prozent regelmäßig machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage unter 1.000 Personen von „Mobile Research“ im Auftrag der Zahnpflege-Firma Colgate.

Zahngesundheit sei auch eine Frage des Alters: Erst ab 30 nehme der regelmäßige Kontrollbesuch einmal pro Jahr zu. Im Gegensatz dazu würden laut der Studie rund 63 Prozent der älteren und mittleren Generation regelmäßig den Zahnarzt aufsuchen. Auch bei der professionellen Mundhygiene liegen diese mit 71 Prozent klar vor den 15- bis 29-Jährigen mit 44 Prozent.

Sorge Nummer eins ist für die Österreicher der Zahnverlust: 41,1 Prozent fürchten sich davor, dahinter rangiert Karies (17,9 Prozent), schlechter Atem (15,5 Prozent), Zahnfleischentzündungen (10,1 Prozent) und Empfindlichkeit der Zähne (8,7 Prozent). Nur 6,4 Prozent gaben in der Umfrage an, keine Angst vor Zahnproblemen zu haben.

Die Umfrage wurde zum Abschluss des „Monats der Mundgesundheit“ durchgeführt. Dieser findet seit fünf Jahren immer im September statt. Er wird gemeinsam von Colgate, dem Gesundheitsministerium, der Österreichischen Zahnärztekammer, der Österreichischen Gesellschaft für Parodontologie und Uniqa getragenen. (Ag.)

Famulanten in Ecuador Oktober 21, 2007

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Über ihre derzeit laufende Famulatur in Ecuador haben zwei frischgebackene junge Kollegen ihr eigenes Blog eingerichtet: das Ecuador-Blog, das wir gerne weiterempfehlen!

Zahnarzthaftung und Allergie Oktober 20, 2007

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Haftung bei Allergie

Das Handelsblatt berichtet von jur. Entscheidungen. So hat das OLG Oldenburg  zwei Entscheidungen zur Haftung von Zahnärzten bei allergischen Reaktionen der Patienten auf Zahnersatz getroffen. In beiden Fällen hatten Patienten ihre behandelnden Zahnärzte auf Schmerzensgeld verklagt. Die Haftung des Zahnarztes setzt jedoch einen Behandlungsfehler voraus, der nur in einem der beiden Fälle vorlag. Das Gericht betonte, dass dem Zahnarzt kein Behandlungsfehler vorzuwerfen sei, wenn es bei einem Implantat zu galvanischen Strömungen geringster Stärke im Mund kommt. Darüber hinaus besteht für den Zahnarzt keine Verpflichtung zur Durchführung von Allergietests vor der Einbringung von Zahnersatz, soweit keine konkreten Anhaltspunkte für eine Unverträglichkeit bei dem Patienten vorliegen. Ein grober Behandlungsfehler liegt dagegen vor, wenn ein Patient den behandelnden Zahnarzt vor der Zahnsanierung durch Übergabe des Allergiepasses über eine Allergie gegen Palladiumchlorid informiert und der Zahnarzt gleichwohl dieses Material verwendet (Az.: 5 U 147/05 + 5 U 31/05).


Von der Zahnlücke zur Hirnlücke? Oktober 19, 2007

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Da hat das Ärzteblatt einen Link zum Journal der American Dental Association aufgetan:

Zahnverlust könnte ein Prädiktor für Demenz sein. Das postulieren Wissenschaftler des College of Medicine und des College of Dentistry der University of Kentucky. Sie publizieren ihre Studie der Oktoberausgabe des Fachblatts der American Dental Association (J Am Dent Assoc 2007; 138 (10): 1314-1322).

Zahlreiche Studien haben in der Vergangenheit gezeigt, dass Patienten mit Demenz mit höherer Wahrscheinlichkeit einen schlechten Zahnstatus aufweisen. Die Wissenschaftler der University of Kentucky haben nun die umgekehrte Fragestellung beleuchtet, ob schlechte Zähne zur Entwicklung einer Demenz beitragen.

Der Studie liegt eine Analyse von Daten über 144 Teilnehmerinnen der „Nun Study“ zugrunde. Diese Längsschnittstudie erfasst Daten über das Altern und die Alzheimersche Erkrankung zu 678 Mitgliedern der Notre Dame Kongregation. Die von der Arbeitsgruppe erfassten Teilnehmerinnern waren zwischen 75 und 98 Jahre alt. Die gesammelten Daten stammten aus jährlichen kognitiven Untersuchungen und den zahnmedizinischen Akten der Teilnehmerinnen.

„Von den bei der Erstuntersuchung nicht dementen Teilnehmerinnen, trugen die mit wenig (null bis neun) Zähnen ein erhöhtes Risiko eine Demenz im Verlauf der Studie zu entwickeln, als Teilnehmerinnen mit zehn oder mehr Zähnen“, schreiben die Autoren. Sie bringen mehrere mögliche Erklärungen für die Verbindung zwischen den beiden Phänomenen ein: Neben periodontalen Krankheiten tragen Ernährungsdefizite in frühen Jahren, Infektionen und chronische Krankheiten simultan zu Zahnverlust und Hirnschädigungen bei.

Die Forscher weisen darauf hin, dass sich die genaue Rolle des Zahnverlusts anhand der vorliegenden Studie nicht genau klären lässt. „Es ist aufgrund unserer Ergebnisse nicht ersichtlich, ob die Verbindung kausal oder zufällig ist“, drängen die Autoren auf weitere Untersuchungen.

hier zum Abstract:

Conclusion. Participants with the fewest teeth had the highest risk of prevalence and incidence of dementia.

Krankenkassen müssen auch im Ausland zahlen Oktober 16, 2007

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berichtet heute FAZ-net. Mit dem Kauf einer Brille begann die Geschichte der seit Jahren von Patienten und Verbraucherberatern beklagten Hindernisse im Binnenmarkt der Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Anfang der neunziger Jahre kaufte der Luxemburger Nicolas Decker bei einem Optiker im belgischen Arlon eine von seinem Augenarzt verschriebene Sehhilfe.

Er reichte die Rechnung bei seiner Versicherung ein. Doch die Kasse lehnte es ab, die Kosten zu erstatten. Der Anwalt beschritt den Rechtsweg und trieb den Fall bis vor den Europäischen Gerichtshof.

Die EU-Richter entschieden zugunsten der Versicherten

kein Geld für den Zahnarzt: Briten reißen sich Zähne selber aus Oktober 15, 2007

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berichtet euronews: 

Das britische Gesundheitswesen NHS, National Health Service, kränkelt und Umfragen zufolge greift so mancher Brite selbst zu Zange und Schraubenzieher, weil er keinen Zahnarzttermin bekommt und es sich nicht leisten kann, als Privatpatient einen Zahnarzt aufzusuchen. Eine Frau erzählt, sie habe die Schmerzen nicht mehr ausgehalten und sich fünf Zähne selbst gezogen: „Schmerztabletten halfen irgendwann nicht mehr, da habe ich selbst Hand angelegt.“ Einer Umfrage zufolge ist sie kein Einzelfall.

Gesundheitsminister Ben Bradshaw weist die Kritik zurück, im Königreich müsse sich niemand zahnärztlich selbst Notversorgen: „Es gibt keinen Grund dafür, dass sich jemand selbst die Zähne ausreißt. Die Menschen haben ein Recht auf zahnärztliche Notversorgung in ihrer Region.“ Die Zahnärzte fühlen sich den Angaben zufolge oft überfordert. Für die Aufnahme neuer Patienten gebe es zudem keine finanziellen Anreize.

Kopieren ist keine Kunst Oktober 13, 2007

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Urheberrecht versus „Gratis-Kultur“: Besiegt Technik die Moral? Das war Gegenstand einer Diskussion auf der gerade laufenden Buchmesse
»Bedienen Sie sich nicht kostenlos aus dem Internet«. Das war der Appell, auf den sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion »Kopieren ist keine Kunst: Urheberrecht im Internet« im Focus Forum Hörbuch am Ende einigen konnten.
Zuvor hatten sich Johannes Stricker (Hörbuch-Verleger), Oliver Rohrbeck (Hörspiel-Sprecher), Björn Frommer (Rechtsanwalt) und Julius Mittenzwei (Jurist) in einer lebhaften Diskussion in die juristischen und technischen Untiefen des komplexen Themas begeben. Wobei Mittenzwei, als Vertreter des Chaos Computer Clubs mit Bravour die ihm von Moderator Hans Sarkowicz (HR) zugewiesene Rolle des Advocatus Diaboli ausfüllte.

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Er wollte illegale Tauschbörsen nicht schönreden und zeigte durchaus Verständnis für Verleger, denen durch „Diebstahl geistigen Eigentums“ Geschäftsmodelle wegbrechen. Aber die technische Wirklichkeit sei nun mal da und mit der müsse man sich auseinandersetzen.

Das merken auch die Hörbuchverlage. „Die illegalen Downloads wachsen überproportional“, sagte Stricker. In erster Linie werden Bestseller verbotenerweise heruntergeladen, die üblicherweise das nicht so profitable Programm mitfinanzieren. Um Alternativen zu entwickeln, die wirtschaftliche Zukunft und das breite Angebot zu sichern, ist also Kreativität gefragt. Patentrezepte, wenn es die überhaupt gibt, konnte auf der Buchmesse aber keiner hervorzaubern.

Eine weitere Widrigkeit für Verlage ist die rechtliche Situation, die gelinde gesagt, verworren ist. Dass sich über sie trefflich streiten lässt, zeigten die Wortgefechte zwischen Frommer und Mittenzwei. Stricker war vor allem eins wichtig: „Es muss für Verlage finanzierbar bleiben, seine Rechte zu verfolgen.“

Ob der von Rohrbeck vehement geforderte Schutz von Kulturschaffenden juristisch gewährleistet werden kann, scheint nach dieser Diskussion sehr fraglich. Zumal es da noch die moralische Seite des Themas gibt. Nämlich das Unrechtsbewusstsein, das offenkundig vielen fehlt, aber vielleicht über positive Kampagnen erzeugt werden könnte. Wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt.