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Traditionelle Chinesische Medizin gegen Leukämie Dezember 25, 2007

Posted by toebi in Uncategorized.
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so berichtet die Welt:Eine neue Waffe gegen Blutkrebs könnte schon bald aus einem Heidelberger Labor kommen: Forscher haben einen Wirkstoff aus dem Baikal-Helmkraut isoliert, der die bei einer Leukämie entarteten weißen Blutkörperchen dazu bringt, sich selbst umzubringen. Gesunde Zellen bleiben verschont.

Die Blutzellen des Menschen: Rote Blutkörperchen (Erythrozyten, rot), weiße Blutkörperchen (Leukozyten, gelb) und Thrombozyten (grün). Leukämien zeichnen sich durch stark vermehrte Bildung von weißen Blutkörperchen und vor allem ihrer funktionsuntüchtigen Vorstufen aus.

Forscherin Min Li-Weber und Professor Peter Krammer haben einen Wirkstoff aus dem Baikal-Helmkraut isoliert, der die bei einer Leukämie entarteten weißen Blutkörperchen dazu bringt, sich selbst umzubringen. Gesunde Zellen, zeigen die Wissenschaftler, werden von dem Wirkstoff Wogonin offenbar völlig in Ruhe gelassen.

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Die Forscherin Min Li-Weber hatte, auch aus Verbundenheit zu ihrem Heimatland China, verschiedene Substanzen der Traditionellen Chinesischen Medizin untersucht. Schließlich hatte sie aus einer Essenz des Baikal-Helmkrautes einen Wirkstoff isoliert und daraufhin untersucht, ob er den programmierten Zelltod auslöst. Dieser natürliche Weg des Zellsterbens ist bei Krebszellen außer Kraft gesetzt, weshalb es beispielsweise zur Tumorentstehung kommt. Die Substanz Wogonin verspricht Hoffnung: Sie bewirkt nicht nur in der Zellkultur, sondern auch bei Mäusen ein Sterben der Krebszellen.

Die Heidelberger Forscher haben zudem den Mechanismus erforscht, wie Wogonin den Zelltod auslöst: „In den Leukämiezellen, den krankhaft veränderten weißen Blutkörperchen, gibt es besonders viele Radikale“, sagt Li-Weber. „Diese werden von Wogonin zu Wasserstoffperoxid reduziert.“
Li-Weber konnte zeigen, dass in den Leukämiezellen durch den Anstieg des Wasserstoffperoxids in der Zelle eine molekularbiologische Kaskade ausgelöst wird: Das Wasserstoffperoxid lässt dabei aus den intrazellulären Kalziumspeichern viel Kalzium in die Zelle fließen. Und dieses Kalzium wiederum erhöht die Sterberate der Zellen. Der eigentlich ausgeschaltete programmierte Zelltod der Krebszellen wird so wieder angeschaltet und die Zelle stirbt.
Dass gerade die Traditionelle Chinesische Medizin ein Mittel gegen Krebs parat hält, erstaunt wenig: Die gesundheitsfördernden Wirkungen vieler Kräuter sind belegt. „Ich wollte eigentlich die westliche mit der chinesischen Medizin verknüpfen“, sagt Li-Weber. „In China hatte ich schon viel über Wogonin gehört.“
Professor Peter Krammer bestätigt: „Etwa 60 Prozent aller Anti-Krebsmedikamente stammen aus Pflanzen.“ Allerdings erleichtere das die Herstellung von Medikamenten nicht. „Auf viele Kräuterextrakte sind bereits Patente angemeldet“, sagt der Leiter der Abteilung Immungenetik des DKFZ. „Weil meist der Mechanismus bei der Patentanmeldung nicht genau bekannt ist und nur wenig detaillierte Studien und die Annahme einer Heilwirkung Grund für eine Patentanmeldung sind, ist es schwierig, eine klinische Entwicklung mit Hilfe der pharmazeutischen Industrie voran zu treiben.“
Auch auf Extrakte aus Baikal-Helmkraut bestehen Patente. Dennoch wollen die Heidelberger Wogonin möglichst bald zumindest in eine klinische Vorstudie für die Humanmedizin bringen. Die Heidelberger haben ihre Forschung an Leukämiekranken Mäusen durchgeführt, weil sie zur Verfolgung der Krebserkrankung nur das Blutbild überprüfen müssen und nicht an schwer zugänglichen Stellen Tumore beobachten müssen. Generell könnte Wogonin aber auch andere Krebsarten bekämpfen.

An Leukämie erkranken in Deutschland pro Jahr etwa 120000 Erwachsene und über 600 Kinder. „Bei Kindern ist die Krankheit zu 80 Prozent heilbar“, sagt Thorsten Langer vom Uniklinik Erlangen. Allerdings ist die Gefahr eines Rückfalls nach einigen Jahren sehr hoch. Das liegt möglicherweise daran, dass bei einer Chemo- oder Strahlentherapie nicht alle Krebszellen getötet werden. Ein Wirkstoff, der jedoch ausnahmslos alle Krebszellen in den Selbstmord treiben würde, ließe das Rückfallrisiko jedoch beträchtlich sinken.´
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