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als Zahnarzt in Norwegen Januar 20, 2008

Posted by toebi in Uncategorized.
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  über seine Tätigkeit in Norwegen schreibt Jan Lorber: 

Zahnärztliche Versorgung in Norwegen

Das Angebot untergliedert sich in einen öffentlichen und einem privaten Teil. Alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr bekommen in Norwegen gratis Zahnbehandlung. Jugendliche im Altern von 19 bis 21 Jahre müssen einen Eigenanteil von 25 % bezahlen. Weiterhin haben Erwachsene, welche in Institutionen leben (Alters- und Pflegeheime), behinderte Patienten und Patienten, die zu Hause gepflegt werden, kostenfreie Zahnbehandlung. Ausblick von meinem ArbeitsplatzDiese Gruppen sind das Hauptarbeitsgebiet der öffentlichen Zahnärzte. Alle anderen erwachsenen Patienten müssen ihre Zahnbehandlung vollständig selbst bezahlen. Die Kosten für normale Behandlungen liegen leicht unter deutschem Niveau. Privatpraktizierende Zahnärzte findet man fast ausschliesslich in grösseren Städten. Daher werden auch die erwachsenen Patienten gegen Bezahlung von den öffentlichen Zahnärzten “auf dem Lande” versorgt. Das Angebot an spezialisierten Zahnärzten ist sehr gering und erfordert daher oft lange Anreisewege für die Patienten. Auch ist die Zahnarztdichte in den Nord-Norwegen unzureichend, so dass immer Zahnärzte im öffentlichen Bereich gesucht werden. Die Gründe liegen dafür sicher neben kurzsichtiger Planung der Ausbildung von Zahnärzten in Norwegen als auch im deutlichen Einkommensunterschied zwischen privat und öffentlichen Zahnärzten.

In der Skjervøy-tannklinikkenÜber die allgemeine Gebißgesundheit kann ich nur ein sehr subjektives Bild wiedergeben. Im Vergleich zwischen Deutschland ländliches Gebiet zu Nord-Norwegen ländliches Gebiet habe ich den Eindruck, dass Deutschland den besseren Platz belegt. Die Karieshäufigkeit bei Kindern liegt – ohne dass ich konkrete Daten habe – etwas ungünstiger in Nord-Norwegen, gleichzeitig mit der auch in Deutschland beobachteten Polarisation der Karies mit massiven Auftreten bei einem kleinem Teil der Kinder. Im Bereich der Erwachsenen fällt insbesondere der geringe Grad an prothetischer Versorgung (Kronen, Brücken und Prothesen) auf. Dies liegt sicher zum einem am eingeschränkten Angebot an Zahnärzten als auch an den Kosten, da ja komplett alles selbst bezahlt werden muss.

 

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