jump to navigation

Bei Pferden macht die Zahnärtzin Hausbesuche Februar 29, 2008

Posted by toebi in Uncategorized.
add a comment
Abschleifen, kürzen und im Notfall ziehen, zwischendurch Maulspülungen so STZ Online. Ein Pferd beim Zahnarzt. Gegenüber menschlichen Patienten hat das Tier einen großen Vorteil: Obwohl die Geräte, die ihm weit in den Rachen geschoben werden, riesig sind, verspürt es nie Würgreiz. „Geht nicht“, sagt Sarah Schneider, die ihrem Sion‘s Gismo während der Behandlung beisteht. „Oder haben Sie schon mal Pferde kotzen sehen?“

Der 15 Jahre alte Hengst musste keine Praxis aufsuchen, Simone Osterkorn, die Pferdedentistin, fährt zu ihren Patienten und behandelt sie vor Ort. Die 23-Jährige aus Neu-Eichenberg in Hessen, die selbst vier Pferde hat, pflegt und behandelt Pferdegebisse in Niedersachsen, Hessen und Thüringen. „Ich bin zwischen Hannover, Paderborn, Thüringer Rhön und dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen unterwegs“, sagt sie.

Niemals Würgreiz

Dieses Mal ist sie im hessischen Philippsthal, unmittelbar an der Grenze zum Wartburgkreis. Neben Sion‘s Gismo hat sie hier noch fünf weitere Patienten zu behandeln. Niemand muss warten, alle haben ihren festen Termin. Korrekt bezeichnet ist Simone Osterkorn keine Pferdezahnärztin, sondern -pflegerin, da sie ihren Beruf erlernt, nicht studiert hat. „Meist ist es aber keine pflegerische Sache, sondern schon eine behandelnde“ – deshalb arbeitet sie immer im Team mit einer Tierärztin, die den Pferden beispielsweise vor der Behandlung ein Beruhigungsmittel verabreicht.

So bekommt auch Sion‘s Gismo zunächst eine Spritze verpasst. Dann untersucht Simone Osterkorn das Gebiss des 15-jährigen Hengstes durch Abtasten im Maul. Damit Sarah Schneider versteht, was bei ihrem Pferd gemacht werden muss, schlägt die Dentistin der 23-Jährigen vor, das Gebiss ebenfalls abzutasten. Sie tut es, fasst dem Pferd ins Maul, ertastet scharfe Kanten an den Zähnen ihres Lieblings. „Das stelle ich mir unangenehm vor, das muss ihm doch wehtun“, sagt sie und bekommt selbst einen leicht schmerzverzerrten Gesichtsausdruck. Sie weiß, dass die Zahnbehandlung notwendig ist, glaubt aber, dass ihrem Sion‘s Gismo die ganze Sache etwas mulmig ist – deshalb steht sie ihm bei. „Ich gehe ja selbst auch nicht gerne zum Zahnarzt“, sagt sie mitfühlend.

Die Besitzer wollen meist dabei sein, sagt Simone Osterkorn. „Das ist auch wünschenswert. Denn wir sind für die Pferde Fremde, wenn da eine Kontaktperson dabei ist, ist das für die Tiere schöner, beruhigender.“

Sion‘s Gismo befindet sich nun bereits in leichtem Dämmerzustand. Das Beruhigungsmittel wirkt schnell. Er senkt den Kopf, scheinbar werden ihm alle Glieder schwer. Sarah nimmt seinen Kopf liebevoll in die Arme, küsst ihn ins Gesicht. Der Hengst schwankt leicht, die 23-Jährige bekommt ein bisschen Angst, „er wird doch jetzt nicht abklappen“. Die Tierärztin beruhigt sie: „Das ist normal.“

Mit einer großen Feile beginnt Simone Osterkorn nun die Zähne leicht anzuraspeln, „damit das Pferd merkt, das etwas passiert, daran gewöhnt wird“. Dann wird dem Tier eine Schlinge umgelegt, die den Kopf hochhält. Anders als in menschlichen Praxen arbeitet die Dentistin nicht über ihre Patienten gebeugt, sondern steht vor ihnen.

Zuerst kommen die Schneidezähne dran, die abgeschliffen werden müssen. „Das Problem ist das Futter, das die Pferde heute bekommen“, sagt Simone Osterkorn. Beim Fressen kämen die Backenzähne zum Einsatz, aber nicht mehr die Schneidezähne, die sich deshalb nicht ausreichend abnutzten. „Was dazu führt, dass die Schneidezähne immer länger werden und sich hinten ein Spalt zu den Backenzähnen bildet.“ Pferde müssten die Backenzähne aber aufeinander bekommen. Anonsten komme es – durch Druck beim Beißen oder Kauen – zu Knochendeformierungen.

Die Vibrationen während des Abschleifens sind Sion‘s Gismo offenbar unangenehm, er zuckt immer mal zurück. Die Tierärztin registriert Sarah Schneiders besorgten Blick und sagt mit Verweis auf den Dämmerzustand des Hengstes: „Wenn wir kurz vor dem Einschlafen sind, sind wir doch auch schreckhafter.“ Die Ruhigstellung des Pferdes hält nach ihren Angaben maximal 30 Minuten an, danach lasse die Wirkung langsam nach. Deshalb werden bei der Behandlung, die im Schnitt 45 Minuten dauert, die unangenehmsten Dinge wie das Schneidezähneschleifen gleich zu Beginn erledigt. Insgesamt dürfen die Pferde nach der Beruhigungsspritze drei Stunden lang nichts fressen, „weil durch die Beruhigung der Schluckreflex herabgesetzt wird, dadurch können sie eine Kolik bekommen, oder eine Schlundverstopfung“, erklärt die begleitende Veterinärin. „Wir haben heute aber Medikamente, die sie gut vertragen, die man auch alten Pferden verabreichen kann.“ Es gebe auch Pferde, die sich bei der Behandlung wehren, „selbst wenn man die doppelte Menge Beruhigungsmittel spritzt“. Sion‘s Gismo sei sehr umgänglich. „Er macht schön mit.“

Um das Maul des Pferdes wirbelt mittlerweile eine große Staubwolke. Der Geruch des Zahnstaubes macht der Besitzerin etwas zu schaffen. Doch sie hält den Kopf des Hengstes tapfer weiterhin liebevoll fest. Zwischendrin bekommt das Pferd, wie beim Zahnarzt üblich, Mundspülungen verpasst – mit einer riesigen Spritze gibt Simone Osterkorn dem Hengst immer wieder Wasser ins Maul.

Die Schneidezähne sind auf die richtige Länge gebracht, nun wendet sich die Dentistin den Backenzähnen zu. Weil Pferde das Maul nicht bereitwillig aufhalten, wie es Menschen beim Zahnarzt meist notgedrungen tun, wird mit einem Maulgatter nachgeholfen. Das Gerät sperrt Ober- und Unterkiefer auseinander. So wird auch verhindert, dass das Tier vor Schreck zubeißt.

Durch das Mahlen des Korns, nutzen sich die Zähne der Pferde ab, erklärt die Veterinärin, „dadurch entstehen Ecken, Kanten und Schärfen.“ Die sollen nun abgeschliffen werden. „Manche Pferde haben einen Wolfszahn als Überbleibsel von früher“, sagt Simone Osterkorn. „Das ist ein zurückgebildeter Backenzahn, evolutionstechnisch gesehen. Letztendlich drückt das Gebiss gegen diesen Wolfszahn, was dem Pferd Schmerzen bereitet.“ Diese Relikte müssten gezogen werden. Bei Sion‘s Gismo gibt es das Problem nicht.

Schneidezähne werden zu lang

Mit verschiedenen Raspeln gleicht Simone Osterkorn die Unregelmäßigkeiten, die sich an und in den Zähnen befinden, aus, schleift scharfe Kanten ab, feilt Häkchen rund. Die Dentistin kommt ins Schwitzen. „Das ist auf jeden Fall eine harte körperliche Arbeit“, sagt sie. Immer wieder verschwindet ihr linker Arm bis zum Ellenbogen im Rachen des Hengstes. Ist das nicht gefährlich? „Mir ist bei einer Behandlung noch nie etwas passiert“, sagt Simone Osterkorn. „Aber manche Pferde haben schon mal eine schlechte Erfahrung gemacht, die lassen sich nicht gerne spritzen, dann kann es schon mal passieren, dass sie austreten. Aber das ist nicht die Regel.“

Sion‘s Gismo hält still, lässt friedlich alles über sich ergehen, gibt nur einmal einen Laut von sich, weshalb Sarah Schneider fragt: „Warum grunzt er jetzt?“ Kein Grund zur Sorge, alles in Ordnung. Es ist eine normale Zahnbehandlung, „keine große Katastrophe“, sagt die Dentistin. Nicht mal ein Zahn muss gezogen werden. Mit seinen 15 Jahren hat Sion‘s Gismo noch ein gutes Gebiss – das, nach Meinung der Dentistin, wie bei allen Pferden regelmäßig kontrolliert werden sollte. Das sieht auch die Tierärztin so: „Einmal im Jahr sollte man nachschauen. Wenn es irgendwelche Anomalien gibt, zum Beispiel einen verlorenen Backenzahn, selbstverständlich öfter.“

Dem Hengst wird das Maulgatter entfernt. Sarah Schneider wirkt nun wesentlich gelöster. War die Behandlung schwer zu ertragen? Sie schüttelt den Kopf. „Wenn man ein Pferd so lange besitzt, gewöhnt man sich an alles. Ich habe Sion‘s Gismo seit zehn Jahren. Da musste ich schon anderes durchstehen“, sagt sie lachend. Noch etwas wacklig auf den Beinen trabt der Hengst nun neben ihr her nach Hause davon

Advertisements

Zahnersatz: Provisorium ohne Abdruck Februar 28, 2008

Posted by toebi in Uncategorized.
add a comment

Vorgefertigte Provisorien zeigen neue Wege der temporären Versorgung

Abdrücke für Zahnersatz gehören nicht zu den angenehmsten Teilen eines Zahnarztbesuchs. Beim Maß nehmen für Provisorien können Zahnärzte ihren Patienten ab jetzt diese Prozedur ersparen. Seit Jahresbeginn können Einzelzahn-Provisorien auf moderne Art hergestellt werden. Vorgefertigte Kronen aus Composite ermöglichen die Herstellung ohne Abformung oder Matrizen. Protemp Crowns von 3M ESPE nehmen einem diese Arbeit einfach ab. In vier Minuten ist eine Protemp Crown fertig. Der Zahnarzt spart sich 50 Prozent seiner Arbeitszeit, der Patient erspart sich das unangenehme Gefühl der Abformung.

Protemp Crown gibt es in neun unterschiedlichen Größen, die vom Eckzahn bis zum Molar für alle Seitenzähne passen. Die Verarbeitung ist unkompliziert. Nachdem die passende Größe ausgewählt worden ist, wird das Kronenprovisorium auf die richtige Höhe zugeschnitten und im Mund an die Zahnsituation angepasst. Danach wird sie lichtgehärtet und mit einem provisorischen Befestigungszement eingesetzt.

Schön & Stark
Eine Universalfarbe garantiert schöne, zahnfarbene Ergebnisse, die sich in das natürliche Zahnbild des Patienten gut eingliedern. Druck-, Reiß- und Biegebruchfestigkeit sprechen für eine lange Haltbarkeit. Nähere Informationen zu Protemp Crown und anderen Dentalprodukten von 3M ESPE finden sich auf http://www.3mespe.at.

DGP-Ratgeber 1 Gesundes Zahnfleisch erreicht Auflage von 1 Million Stück Februar 27, 2008

Posted by toebi in Uncategorized.
add a comment

Einen sehr guten Anklang findet der „DGP Ratgeber 1 – Gesundes Zahnfleisch“ der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGP).Bereits 1999 wurde der „DGP Ratgeber 1 – Gesundes Zahnfleisch“ mit Unterstützung der GABA GmbH, offizieller Partner der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie, entwickelt und seither kontinuierlich aktualisiert. Bis heute wurden rund 1 Mio. Exemplare dieser Broschüre an Zahnärzte abgegeben, die mit dieser Unterlage Patienten über Ursachen, mögliche Folgen und Therapiemöglichkeiten von Gingivitis und Parodontitis aufklären. Somit wurde ein wesentliches Ziel der DGP realisiert, nämlich die Steigerung der Sensibilität für diese immer noch unterschätzte Erkrankungsform, welche eine der Hauptursachen für Zahnverlust in unserer Gesellschaft darstellt.

Bisher sind folgende Ratgeber in der von Experten geschriebenen Reihe erschienen: „DGP Ratgeber 1 – Gesundes Zahnfleisch“, „DGP Ratgeber 2 – Gesundes Zahnfleisch bei Bluthochdruck, Diabetes und Transplantationen“, „DGP Ratgeber 3 – PSI – Der Parodontale Screening Index“ zur Früherkennung der Parodontitis“ und „DGP Ratgeber 4 – Implantate – Vorbehandlung, Pflege, Erhalt“. Die DGP Ratgeber können kostenlos zur Abgabe an Patienten in der Zahnarztpraxis über den GABA Beratungsservice, Postfach 2420, 79514 Lörrach oder per Fax 07621/907-124 bezogen werden.

Simoins und Zahnarzt bei Beckmann: Man ist ja nicht tot Februar 26, 2008

Posted by toebi in Uncategorized.
add a comment

„Und was wird aus mir?“ Den Satz haben wir von Heide Simonis noch im Ohr. Was wird aus mir? Das und nichts anderes hatte sie im Sinn, nachdem sie als Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein gescheitert war. Und das und nichts anderes sagte sie, als sie vor Jahr und Tag in der Talkshow von Reinhold Beckmann zu Gast war. Eine Offenbarung, unfreiwillig schreibt die FAZ. Dagegen schreibt stern.de über die gleiche Sendung: die Donnerhexe nervt wieder.

Wie sehr sie sich selbst und was sich seither alles gewandelt hat, das konnten wir am Montagabend sehen, als Heide Simonis wieder bei Beckmann saß. Es hat den Anschein, dass sie heute nüchtern und klar sieht, was sie damals noch nicht erkennen konnte: Was in Politik und Gesellschaft so alles läuft, vor allem was schiefläuft, und woran man nur wenig ändern kann. Sie wirkt ein wenig resigniert, aber ehrlich.

„Die ganze Gesellschaft hat ein Glaubwürdigkeitsproblem“, sagte sie. Also nicht nur eine in Verruf geratene Spitzenmanager-Kaste, sondern auch die Politik, die sich dieser Tage unisono über die Steuerflüchtlinge aufregt. Und die SPD doch wohl auch, meinte Reinhold Beckmann, wenn diese nun das Gegenteil dessen vollziehe, was sie vor der Wahl versprochen habe. Nämlich doch mit der Linkspartei in Hessen und vielleicht bald auch anderswo gemeinsame Sache macht. Und siehe da, was sagte Heide Simonis? Ja, das sei in puncto Glaubwürdigkeit wohl „gleichwertig“. Aber man solle es trotzdem machen.

Maximale Abhängigkeit

Aus der vielbeschworenen „maximalen Distanz“ bringt sich die SPD in eine „maximale Abhängigkeit“ von der Linken? Ganz so wollte Heide Simonis das nicht sehen, aber doch das Motto ausgeben, dass Andrea Ypsilanti jetzt handeln müsse, koste es, was es wolle. Allerdings dürfe sie das Schauspiel, das sie selbst dereinst bei ihrer gescheiterten Wahl in Kiel gab, nicht wiederholen. Stelle Andrea Ypsilanti sich am 5. April im hessischen Landtag zur Wahl und gelange doch nicht ins Amt, wäre dies für die SPD und Parteichef Kurt Beck schlicht eine Katastrophe. Auf Gedeih und Verderb angewiesen auf die Zustimmung der Linken – kann man sich eine „maximalere“ Abhängigkeit vorstellen? Wohl kaum.

Seit Konrad Adenauers flapsigem Spruch, dass ihn sein Wort von gestern nicht interessiere, da er sich heute entscheide, hat sich nichts geändert. Man muss bei Politikern und nicht nur bei diesen damit rechnen, dass sie das Gegenteil von dem vollziehen, was sie zuvor angekündigt haben. Taktik, die reine Taktik, von Wahrheit keine Spur. Das einzige, woran man sich als aufgeklärter Mensch noch stören darf, ist, wenn wir Heide Simonis richtig verstanden haben, dass so viele Dinge „undiskutiert“ bleiben. Also nicht Tacheles geredet wird, weder vor der Wahl noch nach der Wahl. Die Wähler, so dürfen wir ihr aus der Fernsehsessel-Perspektive versichern, haben trotzdem verstanden. Sie haben verstanden, dass sie, wenn sie in der Stimmkabine stehen, nur eine Auswahl haben zwischen kleineren und größeren Übeln.

Gerät Beck ins Wanken?

Man kann durchaus Aufklärung nennen, was Heide Simonis bei Reinhold Beckmann betrieb. Denn sie sagte frank und frei, was ist. Was nicht unbedingt gut ist, aber halt einfach so ist. (Zum Beispiel, dass die Herren Steinbrück, Steinmeier und Struck in der SPD jetzt erst einmal fein „Mikado“ spielen, also stillhalten und abwarten, bis Kurt Beck vielleicht doch von selbst ins Wanken gerät.) Womit Heide Simonis das „Glaubwürdigkeitsproblem“, das sie unserer ganzen Gesellschaft anlastet, eindrucksvoll unter Beweis stellte. Hier sitze ich und kann nicht anders. Und beantworte einige entscheidende Fragen dann lieber doch nicht, auch wenn ich so tue.

Reinhold Beckmann befördert solche Erkenntnis in ruhigen Einzelgesprächen durch Fragen, die in anderen Talkshows entweder nicht gestellt werden oder in der Kakophonie einer Generalsekretärsrunde untergehen. Er tut nicht so, als ob er in Wahrheit doch gar nicht fragen wollte. Er wird persönlich, aber bleibt bei der Sache. Und fragte Heide Simonis also, nachdem sie die Landtagswahlen und die Lage im Bund durchgenommen hatten, was bei dem Kinderhilfswerk Unicef vorgefallen sei, aus dessen Vorstand Heide Simonis Anfang dieses Monats zurücktrat.

Wieder einmal ohne Amt

Man kann nicht sagen, dass Heide Simonis ganz und gar heil aus der Sache herauskam und auch nicht, dass sie bei Beckmann die Heldin hätte spielen können. Bei Unicef, so das Fazit, gab es ein unklares Verfahren beim Spendensammeln, es gab Absprachen über Provisionen für professionelle Geldsammler, aber keine Dokumente darüber und es gab einen Vorstand, der sich ein halbes Jahr lang mühte, die Geschichte intern aufzuklären, dem dies aber offenbar nicht gelang. Jetzt ist der Geschäftsführer weg und das Spendensiegel ist es auch. Eine Katastrophe, die offenbar niemand abwenden konnte. Und Heide Simonis wieder einmal ohne Amt. Ist sie freiwillig zurückgetreten? Ja oder nein? „Ich weiß es nicht“, sagt sie. Auch das haben wir verstanden.

Am Ende dieser wirklich lehrreichen Talkstunde hören wir den Zahnarzt Roland Garve, der zu unentdeckten Völkern, die in den entlegensten Gebieten der Welt leben, reist und sie behandelt, erzählen, was die Menschen eines der Stämme, die er besucht hat, in schwierigen Fällen tun – sie begehen Selbstmord. Einfach so, auch bei kleineren Problemen. Mit dem Gift einer Baumwurzel, an die man leicht herankommt und die normalerweise dazu taugt, Fische zu töten. Wenn es einem reicht, beißt man in die Wurzel und also ins Gras. Was niemanden erschüttert, denn – so die Überzeugung – „man ist ja nicht tot“, sondern lebt im Jenseits irgendwie irgendwo weiter. In diesem Jenseits dürfte in unserem Fall wahrscheinlich aber auch schon die Linkspartei warten und anbieten, die Ministerpräsidentin zu wählen.

 auch ein netter Beitrag dazu in der Welt: 

Intimschmuck und Unicef bei Beckmann

Was haben Heide Simonis und eine „Penisröhre“ gemeinsam? Beide hatten gestern einen Auftritt bei „Beckmann“. Der Auftritt der Ex Ministerpräsidentin dauerte zwar länger, denn es gab viel über Politik und Unicef zu sprechen. Der Auftritt mit dem Körperschmuck eines Naturvolkes war dafür umso lustiger.

 

Patienten bewerten Ärzte im Internet Februar 25, 2008

Posted by toebi in Uncategorized.
Tags:
add a comment

„Wie gut ist dein Hautarzt, dein Gynäkologe und dein Akupunkteur?“ Das sind typische Fragen unter Bekannten und Freunden, wenn es um die Wahl eines Arztes geht. Das Patientenportal DocInsider ( www.docinsider.de) versucht diese Fragen bundesweit zu klären: Dort können (Ex-)Patienten eines Arztes oder anderer Heilberufler wie Physiotherapeuten oder Chiropraktiker Bewertungen abgeben, an denen sich andere Patienten orientieren können. Neben festen Bewertungskriterien wie Vertrauensverhältnis, Freundlichkeit des Arztes und der Mitarbeiter sowie der Praxisausstattung kann der Bewertende persönliche Erfahrungen schildern. Vier Monate nach dem Start des Unternehmens liegen bereits 7000 Bewertungen vor. Meist fallen die Beurteilungen positiv aus. So beschreibt eine Userin ihre Allgemeinärztin wie folgt: „Begleitet jeden/jede Patient/in mit fachlicher und sozialer Kompetenz. Erklärt die Sache mit viel Geduld und lächelt sanft.“ Ein anderer beschreibt seinen Chirurgen als „sehr kompetenten Arzt“. Er nehme sich die für den Patienten erforderliche Zeit, und auch seine Mitarbeiter seien kompetent.

Doch nicht alle Urteile fallen so positiv aus: „Hat zwar eine sehr nette Art, arbeitet aber sehr unsauber. Und anstatt sich zu entschuldigen, lügt er noch. Finger weg!“, schreibt ein User über seinen Zahnarzt. Bei den Gründern von DocInsider gingen deswegen bereits zehn Klageandrohungen ein. Unzufriedene Ärzte fordern das Löschen ihrer Einträge.

Kritisiert wird, dass Meinungsportale wie DocInsider oder spickmich.de, wo Schüler ihre Lehrer bewerten können, lediglich subjektive Einschätzungen verbreiten. Das Urteil des Oberlandesgerichts Köln im Fall spickmich.de Ende Januar unterstützt jedoch die Idee der unzensierten Meinungsäußerung: Eine Gymnasiallehrerin hatte geklagt, das Oberlandesgericht hatte die auf Lehrkompetenz basierende Benotung von Pädagogen jedoch als rechtmäßig erklärt. Sowohl auf spickmich

.de als auch bei DocInsider würden lediglich Meinungsäußerungen verbreitet – und das sei erlaubt. Obwohl DocInsider sich auf weitere Klageandrohungen Einzelner einstellt, kann sich das Hamburger Patientenportal zunächst über den Sieg der Meinungsfreiheit im Internet freuen. Vorerst haben sich die Betreiber der Internetseite, die von Yahoo zur Entdeckung des Jahres 2007 in der Kategorie „Freunde im Netz“ (Web 2.0) gewählt wurde, um keine Anklagen mehr zu sorgen. Auch Konkurrenzportale wie helpster.de, arztspiegel.de oder topmedic.de können sich freuen und dank des Gerichtsurteils im Fall spickmich.de die Arztbewertungen weiter unzensiert veröffentlichen. Wie auch DocInsider fördern helpster, topmedic und Co. den Dialog zwischen Ärzten und Patienten. Neben Arztbewertungen können auf helpster.de Krankheits- und Erfahrungsberichte verbreitet werden. Die Bewertungen beschränken sich auf eine kurze Stellungnahme sowie die Kategorien Fachliche Bewertung, Persönliche Bewertung, Gesamtbewertung und die Frage, ob der Arzt nur Privatpatienten behandle. Auf arztspiegel.de läuft es ähnlich: Service, Beratung, Behandlung, Wartezeit und Personal sowie das Praxisambiente werden nach Schulnoten bewertet. Auch hier kann man einen Kommentar zu seinen persönlichen Erfahrungen abgeben. Unumstritten ist, dass ein Großteil potenzieller Arztkunden sich bei der Auswahl ihres Mediziners vorwiegend auf die Empfehlung anderer verlässt. DocInsider bietet mit mehr als 370 000 Adressen von Ärzten und Dienstleistern, die angesehen und bewertet werden können, genau wie die Konkurrenz einen Service, der die Wahl erleichtern soll – so das Hamburger Abendblatt.

„Deutscher Zahnersatz sichert Arbeitsplätze und garantiert Qualität“ Februar 25, 2008

Posted by toebi in Uncategorized.
add a comment

So lautet das Credo von Michael Bettin, Inhaber und Geschäftsführer der Soldenta Dentallabor GmbH im Rhein-Mainer. 1984 hat er die Firma gegründet, seit 1963 schon hat ihn die Leidenschaft der Zahntechnik gepackt.

Neueste Technik in der Implantologie und höchste Ansprüche in der Zahnästhetik sind für den Fachmann die Geheimnisse eines schönen Lächelns. Mit Cad-Cam-Technologie erreicht er höchste Präzision bei der Herstellung von metallfreien Kronen und Brücken, auch in den Feldern Titan-Galvanotechnologie, Vollkeramik-Zirkontechnologie oder Laser-Kombinationstechnik setzt er auf deutsche Produkte. „Die Patienten sollen sehen, auf welchem Niveau in Deutschland produziert wird“ – dass viele Krankenkassen in Billiglohnländern produzieren lassen, ist für ihn unverantwortlich. Und auch an der Gesundheitsreform lässt er kein gutes Haar: „Wir haben eine Klassengesellschaft bekommen“, schimpft der Zahntechniker weiter, wenn die Zahnärzte weiter gezwungen würden, Kosten zu reduzieren, „wird das System kollabieren“.

Deshalb setzt er darauf, den Patienten umfassend zu informieren, ihn zu sensibilisieren und ihm eine höhere Transparenz zu bieten. Ein Service, dem er in seinem Dentallabor einen hohen Stellenwert beimisst, ist die zahntechnische Infosprechstunde. Hier informieren die Experten die Patienten vorab – und somit im Idealfall schon vor dem Zahnarztbesuch – kostenlos über Möglichkeiten, Technik und Materialien eines gesunden und ästhetischen Zahnersatzes, erklärt er. Somit soll sich dem Patienten auch die Möglichkeit eröffnen, die Gesamtkosten mitzubestimmen. Aus dem gleichen Grund teilt er der Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt eine wichtige Rolle zu – auch um hier dem Trend zum Zahnersatz-Tourismus vorzubeugen. Denn, so warnt Bettin, die kostengünstigen Produkte aus fernen Ländern seien oft nur auf den ersten Blick ein Schnäppchen. Nicht selten sei die Passform unzulänglich – was dann wiederum der Ästhetik und somit auch dem Wohlbefinden des Menschen schade – auch die Qualität lasse zu wünschen übrig, sodass aufwändige Folgebehandlungen notwendig würden.

Aber längst nicht nur auf den Kunden hin orientiert sich sein Engagement, auch im Unternehmen setzt er auf Beständigkeit: 35 Mitarbeiter beschäftigt er im Dentallabor in der Lise-Meitner-Straße in Hechtsheim, „70 Prozent der Mitarbeiter sind über zehn Jahre hier“. Auch sein Sohn Norman, Zahntechnikermeister und Betriebswirt des Handwerks, seine Schwester Raphaela und die Schwiegertochter, ebenfalls Zahntechnikerin, gehören zum Team: „Wir sind ein Familienunternehmen, in dem die wichtigsten Punkte der Erhalt der Arbeitsplätze und der Firmenkultur sind.“

Infos im Internet unter


Ein Zahnarzt und seine Studien über die Parteien Februar 24, 2008

Posted by toebi in Uncategorized.
1 comment so far

 Aus der Serie „Der Wähler denkt selber“-  Die Serie im Abendblatt“

Dass ein Zahnarzt direkte Beziehungen zu Brücken hat, liegt auf der Hand. Im Fall Nicolas Meyer-Stolten trifft dies in doppeltem Maße zu: Unmittelbar vor seiner Praxis an der Isestraße zieht die U 3 ihre Bahn. Überirdisch. Zwischen den eisernen Brückenpfeilern bieten Höker aller Fakultäten ihr Warensortiment feil.

In den letzten Tagen war auch die SPD auf dem Isemarkt präsent. „Einmal unter stürmischen Verhältnissen“, erinnert sich Meyer-Stolten (41), „praktisch vom Winde verweht.“ Beim zweiten Versuch konnte die Praxisbelegschaft verblüfft beobachten, wie ein Wahlkampfstand errichtet – und ruckzuck wieder abgebaut wurde. Grund: Kaum hatte Spitzenkandidat Michael Naumann ein paar Küsschen und Blümchen unters (Partei)Volk gebracht, wurden auch die Fernsehkameras abgeschaltet. Flugs machten die Sozis Fofftein.

Wohl dem, der Überblick hat.

Der Zahnarzt schildert seine kleinen Studien mit einem Augenzwinkern, wohl wissend, dass auch andere Parteien im Endspurt nicht frei von windigen Tricks sind. Schlimmer, so Nicolas Meyer-Stolten, sei das „dilettantische Wirken von Amateuren“ auf Feldern wie der Gesundheitsreform. Die Bürokratie habe „grausam lähmende Ausmaße“ angenommen. Motto: Eine Behandlung = 5 Zettel + 3 Unterschriften. Unterm Strich sei ein miserabler Kompromiss durchgepeitscht worden.

„Problematisch wird es dann“, fährt der Mediziner beim Ablegen seines weißen Kittels fort, wenn Mittelmaß auf andere politische und gesellschaftliche Ebenen übertragbar sei. „Genau das ist meine Befürchtung!“ Leistung und mehr Einsatz würden nicht anerkannt – und honoriert schon gar nicht. Wie aber solle es dauerhaft vorwärts gehen, wenn Mittelmaß Trumpf sei?

„So wie in der Bildungspolitik“, meint Meyer-Stolten. Seitdem Ehefrau Bianka (35) vor zwei Jahren Moritz zur Welt brachte, ist dieses Thema näher als zuvor. Einheitsschule? „Wird als soziale Gerechtigkeit verkauft, ist aber in der Praxis nichts anderes als Gleichmacherei.“

Meyer-Stolten schließt die Tür. 1956, mithin vor mehr als einem halben Jahrhundert, hat sein Vater, Hans-Hermann Meyer-Stolten, die nicht nur in Eppendorf und Hoheluft angesehene Praxis gegründet. Mit wenig Eigenkapital, aber großer Hoffnung. 1996 übernahm Sohn Nicolas. „Die goldenen Jahre unseres Berufsstandes waren da längst vorbei“, sagt dieser. Freudvolles, leistungsorientiertes Arbeiten? Bei allem Spaß am Job: Der Zahn war rasch gezogen. „Wir stellen keine Honorare mehr, wir sind Leistungserbringer.“

Heute beschäftigt Nicolas Meyer-Stolten drei Mitarbeiterinnen. Eine ist praktisch ganztags damit beschäftigt, die Bürokratie zu erledigen. Gerne würde er eine Halbtagskraft engagieren. Geht nicht, solange die staatliche Budgetierung den Arbeitseinsatz (und Verdienst) reglementiert.

Draußen auf der Isestraße. Der Blick auf die modernisierte U-Bahn-Brücke drängt das Stichwort U 4 auf. „Warum wird sie für ein Vermögen unter der Innenstadt in die HafenCity geführt?“, fragt der leidenschaftliche Vespa-Fahrer beim Wechseln der Straßenseite. „Hier kann jeder sehen, wie gewinnend eine überirdische Linienführung sein kann.“ Für Fahrgäste wie Fußgänger – und für das Straßenbild. Und: Warum kann die Verbindung nicht mit Bussen geschafft werden? Dann wäre der Weg frei für sinnvollere Projekte. Zum Beispiel im Kindergartenbereich.

Draußen auf der Hohenluftchaussee tobt der Verkehr. Eine riesige Baustelle sorgt für Staus. „Hamburg boomt“, befindet der Zahnarzt, nun mit Jeans zivil gekleidet. Bei allem Frust über die Gesundheitsreform dominiere grundsätzliche Zufriedenheit mit den politischen Verhältnissen in Hamburg. „Ole von Beust genießt mein Vertrauen“, befindet Meyer-Stolten. „Er ist staatsmännisch und ehrlich, passt mit seinem hanseatischen Habitus zu Hamburg.“ Zwar könne man über die Dimension des geplanten Kohlekraftwerks, eine Architektur zumeist aus Stahl und Beton oder auch über Ansätze einer autofreien Innenstadt trefflich streiten, insgesamt jedoch sei Hamburg auf gutem Weg und in soliden Händen. Die Stadt sei nicht Wuppertal, sie dürfe nicht kleinkariert und defensiv regiert werden, sie müsse oben in der Liga der Weltstädte spielen.

Michael Naumann wirke keinesfalls unsympathisch, habe sich zudem fair über von Beust geäußert, sei im Fernsehduell von Abendblatt und Hamburg 1 jedoch abgefallen.

Im Gegensatz zum Amtsinhaber. „Ich halte von Beust für ehrlich“, diagnostiziert der Arzt. „Er fällt Entscheidungen nach Vernunft, ohne sich immer nach der Mehrheit zu richten.“

Eigentlich sei die FDP seine Partei, stellt Meyer-Stolten beim finalen Cappuccino im Caffé Due an der Bismarckstraße klar. „Sie vertritt die Interessen der sogenannten freien Berufe am besten.“ Da FDP-Spitzenkandidat Fock jedoch destruktiv wirke und ihn als Typ nicht anspreche, ist am Sonntag folgende persönliche Wahlentscheidung denkbar: Rathaus-Stimme für Ole von Beust (nicht unbedingt für die CDU . . .), Bezirksstimmen für die FDP. Für Nicolas Meyer-Stolten wäre dies eine völlig neue Art, Brücken zu bauen.

Wettbewerb zur „Periimplantitis“ Februar 23, 2008

Posted by toebi in Uncategorized.
add a comment
 

Machen Sie mit: Gesucht wird eine „Best practice“-Darstellung aus der freien Praxis zum Thema „Therapie der Periimplantitis“. Der von der GABA GmbH und dem DENTAL MAGAZIN ausgelobte Wettbewerb richtet sich an alle in Deutschland in freier Praxis tätigen Zähnärztinnen und Zahnärzte. Sie können Fallbeispiele oder kurze Erfahrungsberichte, die eine Dokumentation über mindestens ein Jahr umfassen, vorstellen. Jeder Teilnehmer soll eine eigenständig verfasste Arbeit einreichen, wobei nur eine Arbeit pro Praxis zugelassen wird. Ein Umfang von bis zu 10.000 Zeichen sollte nicht überschritten werden. Mindestens sechs klinische Bilder bzw. Diagramme (incl. Bildlegende) und ein Literaturverzeichnis sind mit einzureichen. Den ersten Preisträger erwartet eine Reise zur renommierten „PEF IADR Conference“ vom 10. bis 12. September 2008 in London, Großbritannien (www.pefiadr.com). Zu den weiteren Preisen gehört u. a. das Fachbuch „Periimplantäre Entzündungen“ von Priv.-Doz. Dr. Frank Schwarz und Prof. Dr. Jürgen Becker.

Die Arbeiten werden von einer dreiköpfigen Jury bewertet. Dieser gehören an: Prof. Dr. med. dent. Jürgen Becker, Universität Düsseldorf, Dr. Ruth Hinrichs, Projektmanagerin, Medizinisch-wissenschaftliche Abteilung, GABA GmbH, Lörrach, sowie Dr. med. dent. Aneta Pecanov-Schröder, Chefredakteurin des DENTAL MAGAZINs. Die Arbeiten sind in dreifacher Ausfertigung anonym in einem Umschlag – versehen mit dem Kennwort „Therapie der Periimplantitis“ – der Redaktion des DENTAL MAGAZINs (Deutscher Ärzte-Verlag GmbH, Dieselstraße 2, 50859 Köln) einzureichen. Auf den Arbeiten darf der Name des Teilnehmers nicht vermerkt sein. In einem weiteren verschlossenen Umschlag, der mit demselben Kennwort beschriftet ist, müssen sich der Name und die Praxisadresse des Teilnehmers befinden.

Die Entscheidung der Jury erfolgt unter Ausschluss des Rechtswegs. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit im DENTAL MAGAZIN veröffentlicht sowie von der Jury kommentiert.

Einsendeschluss ist der 15. Mai 2008 (Datum des Poststempels). Haben Sie Fragen? Dann mailen Sie uns: redaktion@dentalmagazin.de

Heraeus Fobi: Kleben, Abformen und Regenerieren Februar 22, 2008

Posted by toebi in Uncategorized.
2 comments

Im April und Mai 2008 bietet sich für Zahnärzte wieder die Gelegenheit, mit der Teilnahme an Heraeus Dental Fortbildungen Fortbildungspunkte zu sammeln. Auf dem Plan stehen die Themen „Adhäsive“, „Abform- und Gewebemanagement, „Einsatzmöglichkeiten von Ostim im Rahmen der regenerativen Parodontal-Chirurgie“ sowieModerne Komposittechnologie“.

 Prof. Dr. med. dent. Claus-Peter Ernst von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wird in seinem Vortrag „Vom Ernst des Klebens“ einen Überblick über den neuesten Stand zum Thema Adhäsive geben. Hierin versucht er vor allem die interessante Frage zu erörtern, welches in der Anwendung das beste Bondingmaterial ist und welche Eigenschaften dieses insgesamt mitbringen muss. Mit verschiedenen Studienergebnissen und zahlreichen Praxisbeispielen wird er die Do’s und Don’ts bei der Anwendung von „Mehrschritt-Adhäsivsystemen“ und „All-In-One-Produkten“ erläutern.

 In seinem zweiten Vortrag Moderne Komposittechnologie für den Ästhetik-Universaleinsatz im Front- und Seitenzahnbereich – entdecke die Möglichkeiten!“ wird er die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse von Kompositen und deren ästhetische Möglichkeiten präsentieren. Mit praktischen Tipps und Tricks zum Schichten von Komposit sollen die Teilnehmer das Gelernte in die Praxis umsetzen können.

 

Prof. Dr. med. dent. Bernd Wöstmann vom Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheil­kunde der Justus-Liebig-Universität Gießen, wird über das Thema „Abform- und Gewebemanagement für optimalen Zahnersatz“ referieren. Dabei wird er auftretende Probleme in der klinischen Anwendung von Abformmaterialien erläutern und praktische Tipps zur Fehlervermeidung sowie zur Standardisierung des Abformungsprozesses für optimalen Zahnersatz geben.

 Dr. Adrian Kasaj von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wird in seinem Vortrag Einsatzmöglichkeiten von Ostim im Rahmen der regenerativen Parodontal-Chirurgie auf die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten von Ostim auf dem Gebiet der Parodontologie, aber auch der Implantologie und Oralchirurgie eingehen. Ein kurzer Überblick über Knochenersatz allgemein und Fallbeispiele zeigen die Möglichkeiten der Knochenregeneration mit dem alloplastischen Knochenersatzmaterial.

 Heraeus Dental Fortbildung – Termine im Frühjahr

Am 30.04.2008 in Weiden: Prof. Wöstmann (Abformung) + Dr. Kasaj (Knochenregeneration)

Am 30.04.2008 in Gauting: Prof. Ernst (Komposite Hands-On-Workshop)

Am 07.05.2008 in Nürnberg: Prof. Ernst (Adhäsive) + Prof. Wöstmann (Abformung)

Die NZZ und die Schnarchschiene Februar 21, 2008

Posted by toebi in Uncategorized.
1 comment so far

Streit um eine Spange gegen das Schnarchen -Schweigt die Lungenliga eine Therapieform gegen Schlafapnoe tot? So die NZZ

In der jüngsten Lungenliga-Kampagne zum Thema Schlafapnoe wird eine mögliche Behandlungsart nicht erwähnt: eine einfache Anti-Schnarch-Spange. Dahinter verbirgt sich ein vielschichtiger Konflikt.

 

ni. Wenn es nur um das Schnarchen ginge, hätte die Anti-Schnarch-Spange von Arthur Wyss aus Bern wohl nie für so viel Aufregung gesorgt. Doch mit dem Velumount, wie der speziell geformte Draht zur Stabilisierung des Gaumensegels (Velum) heisst, werden seit drei Jahren auch Schnarcher behandelt, die unter nächtlichen Atemaussetzern leiden. In diesem Fall liegt ein Schlafapnoe-Syndrom vor, eine ernsthafte Erkrankung, an der in der Schweiz schätzungsweise 150 000 Personen leiden. Weil die teilweise minutenlangen Atempausen den Schlaf stören, klagen viele Betroffene über ausgeprägte Müdigkeit am Tag. Dies beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit und kann im Strassenverkehr fatale Folgen haben. Zudem weiss man, dass der nächtliche Stress, dem Personen mit Schlafapnoe ausgesetzt sind, das Risiko von kardiovaskulären Erkrankungen wie Herzinfarkt und Hirnschlag erhöht.

Im Zentrum steht ein Dilemma

Eine wirksame Therapie ist deshalb von grosser Bedeutung. Was darunter zu verstehen ist, hat die Lungenliga Schweiz in ihrer kürzlich lancierten Kampagne gegen das Schlafapnoe-Syndrom klargemacht. Die Anti-Schnarch-Spange von Arthur Wyss gehört nicht dazu. Dies hat den 53-jährigen gelernten Elektroniker dazu veranlasst, eine eigene Medienmitteilung zu verfassen. «Warum schweigt die Lungenliga-Kampagne eine neue Schlafapnoe-Therapie tot?», fragt Wyss darin.

Wer diese Frage zu beantworten versucht, merkt bald einmal, dass sich dahinter ein vielschichtiger Konflikt verbirgt, der keinem einfachen Gut-Böse-Schema folgt. Im Kern geht es um folgendes Dilemma: Lungenliga und Ärzteschaft sagen, sie könnten die Velumount-Spange nicht empfehlen, weil noch nicht wissenschaftlich bewiesen sei, ob und bei wem sie wirke. Wyss dagegen erklärt, er habe seine Spange von Anfang an evaluieren wollen. Doch die Lungenliga und die meisten Lungenfachärzte (sie sind die Spezialisten für Schlafmedizin) hätten eine solche Überprüfung torpediert, was diese zurückweisen.

Als Hauptgrund für die angebliche Verhinderungspolitik sieht Wyss finanzielle Gründe. Denn die als Therapie der Wahl empfohlene CPAP-Methode ist nicht ganz billig. In den meisten Fällen wird das dafür benötigte Gerät von der Lungenliga an den Patienten vermietet, es kann aber auch von niedergelassenen Ärzten verkauft werden. Bei dieser Behandlung (CPAP steht für «continuous positive airway pressure») muss der Patient nachts eine Maske anziehen. Über einen Generator wird ein Überdruck in den Luftwegen erzeugt. Dadurch wird verhindert, dass die Zungen- und Rachenmuskeln einfallen und die Atmung blockieren. Die Miete für ein CPAP-Gerät beträgt inklusive Abklärung jährlich rund 1500 Franken. Die Wysssche Behandlung kostet hingegen samt individueller Anpassung der Spange in einem Workshop nur einmalig 460 Franken.

Mit der Spange liesse sich viel Geld sparen, sagen die Befürworter der Methode; Geld, das im Fall der CPAP-Therapie von der Krankenkasse bezahlt wird. Die patentierte Anti-Schnarch-Spange hingegen muss von den Krankenkassen nicht übernommen werden, da der Draht zwar ordnungsgemäss als Medizinalgerät beim Schweizerischen Heilmittelinstitut (Swissmedic) angemeldet ist, aber nicht auf der für diese Frage entscheidenden Mittel- und Gegenstände-Liste (MiGeL) der Krankenpflege-Leistungsverordnung steht. Laut Wyss bezahlen aber bereits heute mehrere Krankenkassen die Kosten zur Anpassung von Velumount-Spangen, teilweise sogar aus der Grundversicherung.

Wirkung in Einzelfällen unbestritten

Das ist in den Augen vieler Fachärzte problematisch. Denn um auf die MiGeL zu kommen, braucht es anerkannte wissenschaftliche Studien, mit denen der Nutzen einer Therapie und allfällige Probleme evaluiert werden. Dies diene dem Wohl der Patienten, wird argumentiert. Denn nur so wisse man, bei wem eine Therapie nütze – und wer von einer anderen Behandlung mehr profitiere. Eine solche anerkannte Evaluation liegt für die Anti-Schnarch-Spange nicht vor, was auch Wyss einräumt.

In diesem Zusammenhang irritiert es einige Ärzte, dass Wyss trotzdem zu Werbezwecken schreiben darf, die Spange wirke gegen Schlafapnoe. Weder die nationalen noch die kantonalen Gesundheitsbehörden sind deswegen bisher eingeschritten. Wie Isabel Scuntaro von Swissmedic sagt, sind den Behörden bis anhin keine wesentlichen Probleme mit der Spange gemeldet worden. Swissmedic habe zudem geprüft, ob das Gerät das halte, was es verspreche. Dabei habe man festgestellt, dass die Spange bei einem Teil der Betroffenen hilfreich sei; eine Wirksamkeit gegen alle Formen von Schlafapnoe könne damit jedoch nicht erwartet werden, insbesondere nicht bei schweren Formen. Nur, so fragen sich viele Fachärzte: Wie kann Swissmedic eine solche Beurteilung abgeben, wenn es keine wissenschaftlichen Studien gibt? Offenbar hat ihnen Wyss‘ eigene Evaluation genügt, die er in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachärzten gemacht hat.

Nach dieser Evaluation ist laut Wyss belegt, dass die Spange, die bereits bei 4700 Personen angepasst worden sei, beim ungefährlichen Schnarchen in 98 Prozent der Fälle den gewünschten Erfolg bringt. Bei Patienten mit Schlafapnoe sei in 65 Prozent mit deutlicher Besserung zu rechnen; jeder zweite von ihnen könne auf eine CPAP-Therapie verzichten, wobei dies bei vielen Patienten ärztlich überprüft worden sei, betont Wyss.

Heikle Heilsversprechen

Auch Fachärzte sagen gegenüber der NZZ, dass sie Patienten kennen, bei denen die Velumount-Spange nütze. Es gebe aber auch Personen, denen damit nicht geholfen werden könne und denen man schade, wenn man sie keiner wirksamen Therapie zuführe. Solange keine gültigen Studiendaten vorlägen, könne deshalb nicht beurteilt werden, welchen Stellenwert die Spange – etwa im Vergleich zur bestens evaluierten CPAP-Therapie – bei der Behandlung von Patienten mit Schlafapnoe habe. Die Lungenliga könne aus wissenschaftlich-ethischen Gründen den Velumount nicht empfehlen, wird betont. Das habe nichts mit Totschweigen zu tun.

Dass Wyss seine Belege nicht längst in einer wissenschaftlichen Publikation zusammengefasst hat, erstaunt Robert Thurnheer, den Präsidenten der Arbeitsgruppe Schlafapnoe der Schweizerischen Gesellschaft für Pneumologie (SGP), welche die Lungenliga in fachlichen Fragen berät. Eine solche Analyse würde von jeder Pneumologengesellschaften akzeptiert werden, betont er. Man sei nicht gegen die Erfindung von Wyss, aber es gebe gewisse Regeln, wie ein solches Gerät in die medizinische Praxis eingeführt werden müsse, sagt Thurnheer. Dazu gehöre, dass man eine saubere wissenschaftliche Untersuchung und Dokumentation vorlege, bevor man im Fernsehen Heilsversprechen mache, wie dies Wyss wiederholt getan habe.

Dass ein solcher «vorzeitiger» Gang in die Medien als unseriös und stossend empfunden wird, bestätigen auch andere Pneumologen. Einige sind der Ansicht, dass dies die wissenschaftliche Evaluation der Anti-Schnarch-Spange verzögert hat. Denn es sei nicht reizvoll, etwas zu evaluieren, das bereits als wirksam angepriesen werde, sagt Thurnheer. In diesem Zusammenhang wird auch der Fall eines renommierten Zürcher Pneumologen genannt. Dieser habe nach einer Untersuchung eines Patienten mit und ohne Velumount keine ausreichende Wirkung der Spange feststellen können, worauf er diskreditiert worden sei. Dass bei den vielen Unstimmigkeiten um die Berner Anti-Schnarch-Spange auch Persönlichkeitsfaktoren eine Rolle spielen dürften – und zwar auf allen Seiten –, liegt auf der Hand. Ein Facharzt meint dazu: «Wie in der Ehe harmonieren auch in der Forschung nicht alle gleich gut.»

Man hätte dem charismatischen Nichtmediziner Wyss, der durch eigene Betroffenheit vor sieben Jahren zum Erfinder geworden ist, einen Berater gewünscht, der ihm den Weg durch die wissenschaftliche Medizin gezeigt hätte. Dann wären schon die ersten Versuche mit dem Velumount als wissenschaftliche Studie geführt worden, und die geforderten Resultate und Beurteilungen längen heute vor. Dies wäre für alle von Vorteil, nicht zuletzt für die Patienten.

Aber auch die Schweizerische Gesellschaft für Pneumonie und ihre Arbeitsgruppe für Schlafapnoe müssen sich die Frage gefallen lassen, weshalb sie sich nicht – zum Wohl der Patienten – aktiver um die Evaluation der Anti-Schnarch-Spange bemüht haben, spätestens als absehbar wurde, dass sich die Patienten in grosser Zahl damit behandeln lassen. Das eigene Desinteresse mit fehlender Zeit und anderen Forschungsprioritäten zu rechtfertigen, dürfte in der Öffentlichkeit auf wenig Verständnis stossen.

Ergebnisse im Sommer erwartet

In die Bresche gesprungen sind inzwischen andere. Eine erste Evaluation der umstrittenen Spange findet am Kantonsspital Liestal statt. Wie der Studienleiter und Chefarzt der Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kurt Tschopp, erklärt, will er bis zum Sommer Resultate liefern. Bis dann sollen 25 bis 30 Personen mit und ohne die Spange untersucht sein. An anderen Spitälern laufen ähnliche Evaluationen an. Wenn die Ergebnisse überzeugen, sagt Thurnheer, werde man die Therapieempfehlungen anpassen. Und er betont: «Ist die Spange wirklich gut, dann wird sie sich durchsetzen.» Das könne man gar nicht verhindern.

Zusätzlich zur Anti-Schnarch-Spange evaluiert Tschopp auch gleich eine neue chirurgische Behandlungstechnik, bei der die Patienten mit Schlafapnoe auf verschiedenen Etagen des Nasen-Rachen-Raums operiert werden. Denn für ihn ist klar, dass die Velumount-Spange – wie auch die CPAP-Therapie, die von einigen nicht toleriert wird – nicht bei allen die Lösung sein kann. Es gelte deshalb, bei jedem Patienten nach der für ihn besten Behandlung zu suchen, betont Tschopp. Neben den erwähnten Ansätzen könne dies auch eine spezielle Zahnspange sein. Sogar das Didgeridoo-Spielen soll bei einigen helfen.