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Prävention bei den Kleinsten durch die Eltern: Wissen ist Kariesschutz – und knapp! Januar 5, 2013

Posted by toebi in Aktuelles.
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Der Zusammenhang zwischen den Sachkenntnissen der Eltern und der Zahngesundheit ihrer Kinder stand dieses Jahr im Mittelpunkt der Verleihung des Oral-B blend-a-med Preises für Kinderzahnheilkunde und Prävention. Mit zwei Arbeiten aus diesem wichtigen Themenkreis gewannen Dr. Yvonne Wagner, Universität Jena, (1. Platz)1 und Dana Stumpf, Universität Greifswald2. Die Ehrung nahmen anlässlich der 18. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder­zahnheilkunde (DGK) deren Präsident, Prof. Dr. Christian Hirsch, und Dr. Christina Steidle, Professional & Academic Relations Manager D/A/CH bei Procter & Gamble Professional Health, vor.

Eine effektive Mundhygiene sollte bereits im Kindesalter beginnen, doch sind die Kleinen dabei wesentlich vom Kenntnisstand ihrer Eltern abhängig. Dies hat die Siegerin Dr. Yvonne Wagner mit ihrer Arbeit „Einfluss der Wöchnerinnenberatung auf die Zahngesundheit von 5-jährigen Kindergartenkindern in Vorarlberg“ an einem eindrucksvollen Beispiel nachgewiesen. Kinder, deren Mütter eine Gesundheitsberatung post partum erhielten, wiesen eine signifikant niedrigere Kariesprävalenz und einen niedrigeren Kariesbefall auf als Kinder von Müttern ohne Beratung. Der Effekt war bei Familien mit Migrationshintergrund sogar noch stärker ausgeprägt. Die Gesundheitsberatung von Wöchnerinnen – so die Schlussfolgerung – sei ein effektiver kommunaler Präventionsansatz zur Verbesserung der Zahngesundheit von Kindergartenkindern im österreichischen Vorarlberg.

Alarmierende Defizite zeigte die zweite Preisträgerin mit einer Befragung in zwei Städten auf, einer Universitätsstadt und einer Industriestadt. Demnach putzen relativ viele Eltern nicht vom ersten Milchzahn an und wissen nicht genügend über die positiven Wirkun­gen der Fluoride Bescheid. Gravierende Wissenslücken bestehen auch zum Thema „Nuckelflaschenkaries“ – all dies quer durch alle Bildungsschichten.

Die Autoren schlagen daher unter anderem vor, die gesetzlich geregelte Gruppen- und Individualprophylaxe auf die Altersgruppe der bis zu 3-Jährigen auszudehnen. Beide Arbeiten unterstreichen auch die Bedeutung einer konsequenten Elternbera­tung durch den jeweils behandelnden niedergelassenen Zahnarzt.

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