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Ein Schlüsselerlebnis für die „Biofilm-Manager“ in der Praxis März 22, 2014

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Am 21. März 2014 war es endlich so weit: Nach dem überwältigenden Erfolg des 4. Oral-B Symposiums in Berlin fand jetzt mit dem 5. Oral-B Symposium die lang ersehnte Fortsetzung in Frankfurt statt. Unter dem Motto „Biofilm-Management – Schlüssel zur Mundgesundheit“ rückten dabei fünf spannende Vorträge und ein praxisnaher Workshop verschiedene Aspekte der professionellen und häuslichen Prophylaxe in den Fokus. Für das Event der Superlative strömten insgesamt über 1000 Interessierte aus Praxis und Wissenschaft in die Jahrhunderthalle nach Frankfurt.

Volle Konzentration auf eines der wichtigsten Themen der Zahnheilkunde: Beim 5. Oral-B Symposium widmeten zahlreiche Praxisteams und Experten aus Forschung und Wissenschaft dem Biofilm-Management gleich einen ganzen Tag lang ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Der Bedeutung des Themas entsprechend hatte Oral-B zu diesem Anlass ein besonders hochkarätiges Programm für die Teilnehmer zusammengestellt. Bereits am Vormittag boten ein Workshop für Praxisteams und ein Expertentreffen für Vertreter aus Wissenschaft und Presse zwei echte Highlights.

 

Das Expertentreffen lieferte unter der Leitung von Oberarzt PD Dr. Alexander Welk, Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Endodontologie am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universitätsmedizin Greifswald, die perfekte Einleitung in die Materie. Denn mit einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa rund um das Thema Biofilm-Management präsentierte Dr. Welk nicht nur viele interessante Fakten, er zeigte zugleich sehr anschaulich, welche zentrale Bedeutung die Aufklärung über dieses Thema nach wie vor hat. „Denn viele Menschen haben eine falsche Vorstellung vom oralen Biofilm und ziehen dementsprechend auch nicht die richtigen Schlüsse für ihre häusliche Prophylaxe“, erklärte er bei der Vorstellung der forsa-Ergebnisse. Dabei machte er deutlich, dass sich die Irrtümer, denen viele Patienten unterliegen, sowohl auf den Biofilm selbst als auch auf die für das Biofilm-Management nötigen Prophylaxehilfsmittel beziehen. So vertrauten etwa immer noch erschreckend viele Menschen auf Mysterien wie besonders kraftvolles Putzen, harte Borsten oder einen großen Bürstenkopf.

 

Was die forsa-Umfrage unter dem Strich zeigt, das spüren auch viele Praxisteams bei ihrer täglichen Arbeit: Der Nachholbedarf in puncto Biofilm-Management ist bei vielen Patienten hoch. Ein erster und entscheidender Schritt, um diesem Wissensdefizit zu begegnen, ist sicherlich die hochwertige und konsequente Fortbildung der Praxisteams selbst. Schließlich haben sie durch ihren engen Kontakt zum Patienten die besten Möglichkeiten, für den nötigen Informationsfluss zu sorgen.

 

Dementsprechend hoch war auch das Interesse am Praxis-Workshop von Dentalhygienikerin Cornelia Schwiete, Fachlehrerin am medi|Zentrum für medizinische Bildung, Bern, und Prof. Dr. Stefan Zimmer, Leiter des Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Witten-Herdecke, – er war schon Monate vor Beginn des 5. Oral-B Symposiums restlos ausgebucht. Der erste Vortrag des Workshops mit dem Titel „Individuelle Behandlungsstrategien zum Biofilm-Management“ wurde von Cornelia Schwiete präsentiert. Sie richtete ihr Augenmerk auf fallspezifische Vorgehensweisen und hatte dabei sowohl die professionelle als auch die häusliche Prophylaxe im Blick. Denn nicht alle Patienten sind gleich, weshalb sich die Therapie und die ausgesprochenen Empfehlungen nach den jeweils individuellen Bedürfnissen und Anforderungen richten sollten. Hinsichtlich der professionellen Prophylaxe betonte Cornelia Schwiete in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit einer laufenden Risikoeinschätzung und entsprechend rechtzeitig durchgeführter Behandlungsschritte.

 

Passend zu den Erkenntnissen der forsa-Umfrage widmete sich im Anschluss Prof. Dr. Stefan Zimmer den „Mysterien der Mundhygiene“. Sein Vortrag rückte denn auch verbreitete Irrtümer und klassische Streitthemen in den Fokus. Immerhin halten sich gerade viele Binsenweisheiten sehr hartnäckig und versperren Patienten den Blick auf neue Erkenntnisse und somit auf eine Verbesserung ihrer Mundhygiene. Vorbehalte gegenüber der elektrischen Mundpflege im Allgemeinen gehören ebenso dazu wie falsche Vorstellungen von der Idealform eines Bürstenkopfes. „Wer diesen Fehleinschätzungen glaubhaft entgegenwirken kann, stärkt die Beratungskompetenz der eigenen Praxis und hilft dem Patienten gleichzeitig dabei, seine Mundpflege auf ein höheres Niveau zu bringen“, resümierte Prof. Dr. Zimmer.

 

Nach der anschließenden Mittagspause begrüßte der Moderator des 5. Oral-B Symposiums, Dr. Ralf Rössler, Oberarzt in der Abteilung für Parodontologie am medizinischen Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Philipps Universität Marburg und niedergelassener Zahnarzt, das gesamte Auditorium im sogenannten Balkon der Frankfurter Jahrhunderthalle. Den einleitenden Worten folgte die Ankündigung des ersten Referenten: Oberarzt Dr. Alexander Welk. Mit seiner Einführung in das Thema Biofilm-Management brachte er zunächst einmal alle Anwesenden auf denselben Stand – immerhin hatten nicht alle an den vormittäglichen Programmpunkten teilgenommen. Auf Basis der zuvor bereits erwähnten forsa-Umfrage und Prävalenzdaten oraler Erkrankungen gewährte Dr. Welk einen fundierten Überblick über einen Ist-Zustand, der noch „einiges Potenzial für Verbesserung“ biete. An welchen Stellschrauben dafür gedreht werden müsste, war schnell klar: „Kontinuierliche Weiterbildung der Praxisteams und ein intensiver Dialog mit den Patienten sind unerlässlich.“

 

Ersterem Aspekt wandte sich sogleich der zweite Redner, Privatdozent Dr. Gregor Petersilka, Fachzahnarzt für Parodontologie in freier Praxis in Würzburg mit Lehrauftrag an der Poliklinik für Parodontologie in Münster, zu. In seinem Vortrag mit dem Titel „Biofilm-Management in der zahnärztlichen Praxis“ machte er sich daran, ein Therapiekonzept zu beschreiben, das ohne Weiteres im „normalen“ Praxisalltag eingesetzt werden kann. Bezugnehmend auf wissenschaftliche Erkenntnisse der letzten Zeit und unter Berücksichtigung praxisnaher Problemstellungen gelang ihm dies auf beeindruckende Weise. Von der Frage nach dem richtigen Recall-Intervall über die Wahl der passenden Instrumente bis hin zur Diskussion aktueller Trends gab er immer wieder interessante Denkanstöße und zweckmäßige Tipps für die tägliche Routine.

 

Hatte soeben noch die professionelle Seite des Biofilm-Managements im Zentrum des Interesses gestanden, rückte Prof. Dr. Nicole B. Arweiler, Direktorin und Lehrstuhlinhaberin der Abteilung für Parodontologie der Philipps-Universität Marburg, mit der chemischen Biofilm-Kontrolle verstärkt auch die häusliche Prophylaxe ins Scheinwerferlicht. Dank ihrer schwerpunktmäßigen wissenschaftlichen Beschäftigung sowohl mit der Erforschung der dreidimensionalen Struktur oraler Biofilme als auch mit der klinischen und antibakteriellen Wirkung von Mundhygieneprodukten brachte sie die Zusammenhänge zwischen beiden Gebieten präzise auf den Punkt. Untermauert mit einer Fülle aktueller Forschungsdaten erörterte Frau Prof. Arweiler dabei die Besonderheiten, Vor- und Nachteile bestimmter Wirkstoffkombinationen und gab konkrete Tipps für die Empfehlung an den Patienten.

 

In der anschließenden Kaffeepause strömten die Symposiums-Teilnehmer dann nicht nur ans Buffet, sondern auch zum Infostand rund um den Oral-B Plaque-Tunnel. Denn hier hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, sich von der modernsten Aufsteckbürste aus dem Hause Oral-B, der neuen Oral-B CROSS ACTION, zu überzeugen. Das Probeputzen mit dem Bürstenkopf mit dem perfekten Winkel von 16 Grad und der Vorher-Nachher-Vergleich im Plaque-Tunnel wurden eifrig wahrgenommen und ließen sogleich erkennen, dass es sich bei dieser Innovation um einen bedeutenden Fortschritt auf dem Gebiet des häuslichen Biofilm-Managements handelt. Insbesondere mit seiner sanften, effizienten und gründlichen Reinigung konnte der neue Bürstenkopf bei den „Testputzern“ punkten.

 

Nachdem sich alle Teilnehmer wieder auf ihren Plätzen eingefunden hatten leitete Dr. Rössler mit der Ankündigung von Prof. Dr. Frank Schwarz, stellvertretender Leiter der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie und Aufnahme, Universitätsklinikum Düsseldorf, gewissermaßen den Schlussspurt der Vortragsreihe ein. Wie es sich für einen „Lauf auf der Zielgeraden“ gehört, hielt der Referent dabei die Spannung aufrecht, indem er ein zunehmend an Bedeutung gewinnendes Teilgebiet der Zahnheilkunde behandelte: die Implantologie. Denn insbesondere aufgrund des demographischen Wandels stehen Implantate bei vielen Patienten hoch im Kurs. Zugleich nimmt aber auch die Prävalenz periimplantärer Infektionen zu. Um diese zu vermeiden, ist ein effektives Biofilm-Management erforderlich. Die Eigenheiten des periimplantären Gewebes machen jedoch eine besondere Vorgehensweise notwendig – vor diesem Hintergrund stellte Prof. Dr. Schwarz konkrete Planungs- und Behandlungsstrategien vor. Einen Schwerpunkt legte er in diesem Kontext auf eine frühzeitige und ausführliche Diagnostik sowie auf stadiengerechte Therapieabschnitte.

 

Den finalen Part der Vortragsreihe steuerte im Anschluss der „Guest Speaker“ Dr. Carl Naughton, promovierter Linguist und pädagogischer Psychologe, bei. Mit seinem interdisziplinären Blick auf das Thema Biofilm eröffnete er dem Auditorium eine völlig neue Perspektive auf den Untersuchungsgegenstand. Dabei gab er Antworten auf die Frage: „Was können wir vom Biofilm für unsere Kommunikation lernen?“ Effektivität, die Fähigkeit zur Problembewältigung und Motivation – all dies sei bei Bakterien in Biofilmen vorhanden, so Dr. Naughton. Insofern ließe sich von diesen uralten Lebensformen durchaus etwas für den Praxisalltag lernen. Die konkreten Tipps für die Interaktion mit dem Patienten lieferte der Referent gleich dazu und zwar auf höchst unterhaltsame Weise.

 

Damit schaffte Dr. Naughton zugleich die perfekte Überleitung zum folgenden Abendevent, der „Night in Motion“. Denn hier erwartete die Symposiums-Teilnehmer in puncto Unterhaltung noch einmal ein echtes Highlight. Durch das vielseitige Programm mit Show- und Musikelementen führte kein Geringerer als der bekannte TV-Moderator Kai Pflaume. Insbesondere bei der spannenden Quiz-Show zu Kuriositäten aus der Welt des Mundes gelang es dem Fernseh-Entertainer noch einmal alle Anwesenden mitzureißen. Dabei hatte jeder Einzelne die Chance, mit seinem persönlichen Abstimmungsgerät teilzunehmen und sich so einen der attraktiven Preise zu sichern. Als Krönung eines rundum gelungenen Events lud danach eine große Party mit Live-Musik zum Feiern ein – der würdige und zugleich ausgelassene Abschluss für eine Veranstaltung, die den Besuchern mit Sicherheit noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird.

 

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