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Schmerzmanagement bei Kindern mit Vorerkrankungen: Ein systematisches Vorgehen ist gefragt September 17, 2014

Posted by toebi in 3M Espe.
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Anlässlich des 12. Kongresses der European Academy of Paediatric Dentistry organisierte 3M ESPE im Juni 2014 im polnischen Sopot ein Symposium zum Thema Schmerzmanagement bei Kindern mit Vorerkrankungen. Dabei berichteten drei renommierte Referenten, dass eine systematische Herangehensweise und häufig auch interdisziplinäre Zusammenarbeit notwendig sind, um Vorerkrankungen zu identifizieren und die geeignete Behandlungsstrategie zu wählen.

Erkrankungen bei Kindern
Dr. Hubertus van Waes (Universität Zürich, Schweiz) gab einen Überblick über die bei Kindern häufiger auftretenden Erkrankungen. Für deren Erkennung sollten unterschiedliche Informationsquellen – u. a. die Kinder und ihre Eltern bzw. Betreuer – genutzt werden. Berücksichtigt werden sollten auch Hinweise des Kinderarztes sowie Informationen aus Fachliteratur und Internet. Unterstützung bei der Bestimmung von Erkrankungen wird in Kürze der Farbatlas oraler Erkrankungen bei Kindern, http://www.stomatopedia.com bieten. Detailinformationen zu unterschiedlichsten Krankheiten sind auf http://www.orpha.net verfügbar.

Lokale Schmerzausschaltung
Prof. Dr. Dr. Monika Daubländer (Universität Mainz, Deutschland) berichtete, dass in einigen Fällen eine Sedierung von Kindern mit Midazolam oder Lachgas in Kombination mit Lokalanästhesie sinnvoll sein kann. Dies ist z. B. der Fall, wenn Stress minimiert werden muss, Kinder ängstlich bzw. unruhig sind oder unter leichten psychischen bzw. kognitiven Behinderungen leiden. Bei leichter bis moderater Sedierung sind keine Wechselwirkungen mit dem Lokalanästhetikum zu befürchten. In ihrem zweiten Vortrag empfahl die Referentin, insbesondere bei jungen Risikopatienten ein adrenalinreduziertes Lokalanästhetikum (z. B. Ubistesin 1:400.000 von 3M ESPE) einzusetzen, um das Risiko für Nebenwirkungen zu minimieren.

Systematisches Vorgehen
Schließlich zeigte Prof. Dr. Dr. Norbert Krämer (Universität Gießen, Deutschland), dass bei der Behandlung von Kindern mit chronischen Erkrankungen eine systematische Vorgehensweise absolut notwendig ist. Besonders wichtig sind dabei die Erstellung eines Risikoprofils und die Bewertung des individuellen Behandlungsbedarfs. Darauf basieren die Behandlungsplanung und der risikoorientierte Eingriff, gefolgt von individuellen Präventionsmaßnahmen.

Die Teilnehmer wurden nicht nur über mögliche Vorerkrankungen bei Kindern aufgeklärt, sondern erhielten Empfehlungen bezüglich einer risikoorientierten Behandlungsplanung, der Wahl einer geeigneten Methode für die Schmerzausschaltung und des Eingriffs selbst.

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