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Die bionische Versorgung: Aus zirkonverstärktem Komposit Oktober 2, 2014

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Der CAD/CAM-Werkstoff „Tizian Zirkonverstärktes Komposit“ (TZK) von Schütz Dental, Rosbach, ist ein Hochleistungskunststoff der jüngsten Generation mit zirkondioxidhaltigen Partikeln. Im restaurierten Zahn übernimmt er die Pufferfunktion verlorenen Dentins, da sein Elastizitätsmodul auf den des natürlichen Zahnbeins abgestimmt ist. Wird dieses Hochleistungspolymer mit dem abgestimmten Verblendkomposit dialog Occlusal von Schütz Dental verblendet, so ahmt die Gesamtversorgung die Physik des Zahnes nach, denn das Komposit besitzt eine Druckfestigkeit wie der natürliche Schmelz. Auf diese Weise entsteht die „bionische Versorgung“, die den Antagonisten und das Kiefergelenk schont. Interessierte können die Anwendung in einem Halbtageskurs testen und sich ein eigenes Urteil bilden.

Im Kurs „Die bionische Versorgung“ von Schütz Dental führt die Anwendungstechnikerin ZT Franziska Melius, Schütz Dental, live vor, wie sich eine gefräste Frontzahnbrücke aus TZK mit dem Komposit dialog Occlusal verblenden lässt. Sie gibt viele Tipps zur Ästhetik und wirtschaftlichen Herstellung – so auch in dem Kurs am 17. Juli 2014 in Rosbach (Abb. 1a und b) und noch folgenden Veranstaltungen (siehe Termine). Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich von dem Material und dem damit verbundenen Prinzip der bionischen Versorgung zu überzeugen. Anhand einer Einzelkrone vollziehen sie die Schritte an voll ausgestatteten Arbeitsplätzen nach.

Anwenderstimmen

Zahnarzt Dr. medic (RO) Christian Jerecinski MSc. MSc., Paderborn, nahm mit zwei Zahntechnikerinnen an dem Kurs „Die bionische Versorgung“ teil. Sein Urteil: „Mir gefällt in erster Linie das Argument der Pufferwirkung, da sich das System wie der natürliche Zahn aus einem elastischeren und einem härteren Material aufbaut. Wir versprechen uns auch davon, dem Chipping-Problem aus dem Weg zu gehen, das wir leider von keramikverblendeten Zirkondioxid-Gerüsten her kennen. Aber der Pluspunkt, dass die fertigen Arbeiten wie Keramik aussehen, bleibt uns trotzdem erhalten – obwohl beide Komponenten Komposite sind. Weil es kein Sintern und folglich keine Sinterschrumpfung gibt, erwarten wir darüber hinaus eine ausgezeichnete Passgenauigkeit. Außerdem sagt mir die leichte Reparaturfähigkeit zu, die sogar im Patientenmund möglich ist.“

Dr. medic (RO) Christian Jerecinski, Zahnarzt

Master of Science (MSc.) Implantologie

Master of Science (MSc.) Orale Chirurgie/Implantologie

Lichtenturmweg 43

33100 Paderborn

Tel.: 05251 64455

Fax: 05251 8780560

E-Mail: praxis@jerecinski.de

http://www.jerecinski.de

 

 

ZT Rudolf Reil jun. und sein Kollege ZT Mario Fritsch vom Dentallabor Reil waren aus Nabburg bei Regensburg gekommen, um den Kurs „Die bionische Versorgung“ zu besuchen. Rudolf Reil jun.s Begründung: „Unser Labor möchte sein implantatprothetisches Angebotsspektrum gegenüber den Zahnärzten erweitern – und zwar mit Blick auf technologischen Fortschritt. Eine Versorgung, die in der Physik zahnähnlich und dazu noch CAD/CAM-gestützt herstellbar ist: Wir sehen Zukunftspotenzial. Unsere Botschaft an die Zahnärzte und Patienten lautet, dass wir uns für ein unbeschwertes Lachen, natürliches Sprechen und sorgenfreies Kauen einsetzen. Die bionische Versorgung passt genau in diese Philosophie. Außerdem begrüßen wir das weite Anwendungsspektrum und den Variantenreichtum: permanente Restauration, Langzeitprovisorium – beides geht, je nach Fall, verblendet und auch monolithisch. Für uns im Labor ergeben sich Zeiteinsparungen im Ablauf und weniger Geräteeinsatz. Und anders als bei Keramikverblendungen hat man beim Materialauftrag schon gleich das Farbergebnis vor sich. Das bedeutet mehr Sicherheit.“ Mario Fritsch ergänzt, als er seine Krone mit dialog Occlusal individualisiert: „Aha! Eine kleine Umgewöhnung: Wenn man von anderen Verblendkompositen her kommt, erstaunt einen die höher viskose Konsistenz. Die Schneidekante ist schnell gestaltet.“

 

Zahntechnik Reil GmbH

Oberviechtacher Str. 13

92507 Nabburg

Telefon: 09433 2440-0

Fax: 09433 2440-24

E-Mail: info@zahntechnik-reil.de

http://www.zahntechnik-reil.de

 

 

 

àInfokasten:

Tizian Zirkonverstärktes Komposit

Im Unterschied zur Zirkondioxid-Verarbeitung entfällt bei TZK der Sinterschritt, was eine direkte Zeitersparnis ist. Es wird außerdem kein Brennofen benötigt – nur ein Lichthärtegerät für die Verblendung. Ökonomisch zeigt sich auch die Darreichung des CAD/CAM-Materials: Dieses wird in Rohlingsscheiben geliefert. Die Einheiten – circa dreißig passen in die Ronde – werden trocken gefräst und sind somit nicht auf die Ausstattung des CAM-Gerätes mit Wasserzufuhr und ‑abfuhr angewiesen.

 

Definitive Restaurationen lassen sich bis drei Glieder fertigen: verblendete Kronen und Brücken (Abb. 2), außerdem Inlays, Onlays und Tabletops. Darüber hinaus dient das zirkondioxidverstärkte Komposit der Herstellung von Langzeitprovisorien bis hin zum ganzen Bogen (Abb. 3), monolithisch oder verblendet. Die zugelassene Tragedauer für das Langzeitprovisorium liegt bei zwei Jahren. Die „bionische Versorgung“, bestehend aus dem Gerüstmaterial Tizian Zirkonverstärktes Komposit und dem Verblendkomposit dialog Occlusal, ist leicht elastisch, gleichzeitig abrasionsstabil und bietet Patienten einen hohen Tragekomfort. Das Abrasionsverhalten des Verblendkomposits wurde am Universitätsklinikum Regensburg, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Martin Rosentritt untersucht [1]. Der Drei-Medien-Verschleißtest, durchgeführt an vier gängigen Labor- und Füllungskompositen verschiedener Hersteller, zeigte bei dialog Occlusal auch nach 200.000 Belastungszyklen die signifikant geringste Abrasion.

 

 

Tipps der Anwendungstechnikerin ZT Franziska Melius

Ein für mich schneller Weg zur bionischen Versorgung liegt im Konstruieren und Fräsen der Kronen in vollanatomischer Form, die dann manuell leicht (0,5 Millimeter) mit einem Hartmetallfräser reduziert werden – ein Handgriff von weniger als einer Minute Dauer. Nach dem Säubern durch Abstrahlen und Dampfen folgt der Bonder-Auftrag mit kurzer Lichthärtung.

 

Mit kompositbasierten Malfarben aus dem Chroma Flow-Set sind der Individualisierung und Charakterisierung keine Grenzen gesetzt. Ein Beispiel hierfür ist der devitale dunkle Stumpf. Schimmert er durch das TZK-Gerüst hindurch, hat man die Möglichkeit zu individualisieren. Acht Farben sind erhältlich und untereinander sowie in Kombination mit dem Komposit-Material mischbar. Bei Molaren genügt oft der Auftrag des Verblendkomposits auf das Höcker- und Fissurenrelief – für die Pufferwirkung vor allem im Bereich der Kontaktpunkte – mit auslaufendem Verstreichen an den Wänden. Beim Modellieren und Gestalten (Mamelons, Inzisalkante) wird spürbar, dass dialog Occlusal härter und fester ist als „normale“ Laborkomposite. Daher eignet sich am besten der Spatel (Abb. 4). Das Material ist gebrauchsfertig und wird ohne Modellierflüssigkeit angewendet. Wenn die Malfarben (Abb. 5) erst am Ende appliziert werden, zum Beispiel um einen Haar- oder Schmelzriss zu simulieren, sollte zum Schluss eine Clear-Schicht aus Komposit folgen. So ist die gemalte Oberfläche vor der Abrasion im Mund geschützt – und auch während des Ausarbeitens und Polierens. Nach der Endpolymerisation fühlt sich die Oberfläche tatsächlich hart wie Keramik an, ganz ohne Vergütung. Aufgrund dessen ist das Ausarbeiten (Abb. 6), wie bei Keramik, mit Diamantschleifern zu empfehlen. Anschließend sorgen Ziegenhaarbürste und Schwabbel, zusammen mit der Polierpaste dialog Vario Polish, für den Hochglanz bei der Politur.

 

Termine für den Kurs „Die bionische Versorgung“ mit ZT Franziska Melius im vierten Quartal:

  1. Oktober 2014
  2. November 2014

Kursort ist jeweils Rosbach, Schulungslabor. Individuelle Veranstaltungsorte und Termine in 2015 auf Anfrage.

 

 

 

[1] Untersuchung zum 3-Medienverschleiß verschiedener Polymerwerkstoffe. Report des Universitätsklinikums Regensburg, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik. Prüfer: PD Dr. Martin Rosentritt. Report-Nummer 254_1 vom 15.07.2014. Erhältlich bei Schütz Dental, Rosbach.

 

 

 

Zur Veröffentlichung bestimmte Angaben

Weitere Informationen:

Schütz Dental GmbH

Dieselstr. 5-6

61191 Rosbach v. d. Höhe

Tel.: +49 (0) 6003-814-0

Fax: +49 (0) 6003-814-906

E-Mail: info@schuetz-dental.de

Internet: www.schuetz-dental.de

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