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Mini-Implantate im zahnlosen Unterkiefer: Gutes Verschleißverhalten und kontinuierliche Beißkraftsteigerung April 22, 2015

Posted by toebi in Uncategorized.
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Die minimalinvasive Prothesenstabilisierung im zahnlosen Unterkiefer gilt heute als patientenfreundliche Therapieoption mit hohen Erfolgsraten, die sich insbesondere für Patienten mit schmalem Kieferkamm eignet. Die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse einer Untersuchung der Universität Bern[1] zeigen zudem eine kontinuierliche Zunahme der Beißkraft und einen geringen Verschleiß der prothetischen Komponenten.

In der prospektiven In-vivo-Studie wurden 20 zahnlosen Patienten jeweils vier MDI Mini-Dental-Implantate (3M ESPE) im interforaminalen Bereich des Unterkiefers inseriert. Um die bestehenden Prothesen weiterzuverwenden, wurden MH 2 Metallgehäuse in die Prothesenbasis eingearbeitet und mit Retentionseinsätzen (O-Ringen) versehen.

Datenerhebung

Zur Untersuchung von Verschleißerscheinungen erfolgte eine Messung der Retentionskraft der Matrizen und Patrizen unmittelbar nach der Implantation sowie nach 4, 8, 12, 26 und 52 Wochen. In den gleichen Zeitabständen wurden die Beißkräfte ermittelt sowie zusätzlich die Patienten zur Verbesserung ihrer Lebensqualität befragt.

Ergebnisse

Während die Retention der austauschbaren O-Ringe geringfügig abnahm (diese lag nach 12 Monaten durchschnittlich bei 70 % des Ausgangswertes), zeigten die Patrizen keine Verschleißerscheinungen. Damit wird ein klinisch gutes Verschleißverhalten bestätigt. Zudem konnten eine unmittelbare Steigerung der Lebensqualität und eine kontinuierliche Zunahme der Beißkraft nachgewiesen werden.

Langlebigkeit

Diese Resultate weisen darauf hin, dass das MDI-System über ein durchdachtes und gut funktionierendes prothetisches Konzept verfügt. Zudem ist anzunehmen, dass die allmähliche Zunahme der Beißkraft und damit der Krafteinwirkung auf die sofort belasteten Mini-Implantate deren Erfolgsraten positiv beeinflusst.

Literatur:

[1] von Sparr MPA. In vivo Studie zum Verschleiss der O-Ring Einsätze bei Mini-Dental-Implants. Dissertation Universität Bern, 2014.

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