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CARE zum Ergebnis der UN-Klimaverhandlungen in Bonn: „Schneckentempo der Regierungen zu langsam für die Armen“ Juni 19, 2015

Posted by toebi in Uncategorized.
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Maximale Erwärmung um 1,5 Grad muss Ziel bleiben, um arme Länder zu schützen

Nach zehn Verhandlungstagen verlassen die Regierungen Bonn mit begrenzten Fortschritten bei der Ausarbeitung des neuen internationalen Klimaabkommens, das im Dezember in Paris beschlossen werden soll. Sowohl am Verhandlungstisch als auch beim konkreten Klimaschutz ist mehr Ehrgeiz notwendig, um zu einem wirksamen und gerechten Abkommen zu gelangen.

Sven Harmeling, Klimaexperte der Hilfsorganisation CARE, kommentiert:

  • „Die gute Nachricht aus diesen Wochen ist, dass Druck aus der Öffentlichkeit und der Wirtschaft in der Tat einen positiven Unterschied machen kann. Das haben die Klima-Ankündigungen der G7-Staatschefs demonstriert. Ohne den öffentlichen Druck wären deren Ergebnisse deutlich schwächer ausgefallen. Dies muss sich aber jetzt in konkretes Handeln übersetzen.“
  • „Die Regierungen bewegen sich immer noch im Schneckentempo auf Paris zu. Die Verhandlungen kommen zu langsam voran, um in sechs Monaten einen fairen und ehrgeizigen Klimavertrag in Paris beschließen zu können. Dieses UN-Abkommen muss klare Signale an die Welt senden, dass nun endlich die Ära des globalen Klimaschutzes beginnt. Die Ärmsten dürfen dabei nicht zurückgelassen werden, sondern müssen stärker dabei unterstützt werden, sich an Klimaveränderungen anzupassen und ihre Nahrungsversorgung zu sichern.“
  • „Hier in Bonn haben mehr als 100 Entwicklungsländer noch einmal deutlich auf die Gefahren hingewiesen, die eintreffen, wenn der globale Temperaturanstieg nicht auf 1,5 Grad begrenzt wird. Dies muss in den Hauptstädten der Welt widerhallen. Es besteht die Gefahr, dass dieses Klimaziel in Paris begraben werden könnte. Das wäre dann nur ein Klima-Abkommen für die Reichen, und die Klimaschäden werden zunehmend die Ärmsten treffen und die globale Ungerechtigkeit weiter verschärfen. „
  • „Auf dem Weg nach Paris müssen die Regierungen jetzt die Ärmel hochkrempeln. Die Verhandlungen über das Abkommen in Paris werden in zwei weiteren Sitzungen in Bonn im August und Oktober fortgesetzt. Im Laufe des Sommers bieten mehrere hochrangige Treffen Ministern und Staatschefs auf der UN-Generalversammlung im September die Möglichkeit, sich über die wichtigsten Streitpunkte wie zusätzliche Emissionsreduzierungen und Finanzen für die ärmeren Länder zur Bewältigung der Klimafolgen, zu einigen.“
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