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Einseitiger ZDF-Bericht schürt Patientenängste Juli 31, 2015

Posted by toebi in Uncategorized.
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BDIZ EDI kritisiert unausgewogene ZDF-Berichterstattung in der Sendung „ZDF-Zoom“ mit dem Titel „Abkassiert beim Zahnarzt?“ vom 29. Juli 2015.

„Der Bericht war unausgewogen und deshalb unsachlich, was mit kritischem Journalismus und dem Sendeauftrag der Medien, speziell der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nicht vereinbar ist“, so Christian Berger, Präsident des BDIZ EDI, am 31. Juli 2015 in Bonn.

 Es ist Sensationsjournalismus, wenn Medien suggerieren, dass ein ganzes System des Gesundheitswesens auf Patientenabzocke angelegt sei oder ein Berufsstand hierauf abzielen würde. „Die Politik lässt die Patienten allein. Die Kassen sparen. Die Zahnärzte verdienen. Die Versicherten bezahlen.“ Dieser Satz aus dem Off gesprochen zeigte, wohin die Reise der Sendung gehen sollte. Denn eigentlich müsste es heißen: Zahnärzte behandeln und werden für ihre Tätigkeit zu den gleichen Gebührensätzen entlohnt wie vor 25 Jahren – denn eine Erhöhung der Honorare fand nicht statt.

Das ZDF hat elementare Grundregeln missachtet:

  1. Das ZDF hat nicht dargestellt, dass für viele Patienten ein Implantat nach zahnmedizinischem Standard und wissenschaftlichen Grundsätzen notwendig ist.
  2. Das ZDF hat nicht dargestellt, das die Patienten, die ein Implantat zahnmedizinisch dringend benötigen, oftmals dennoch Angst haben.
  3. Das ZDF hat nicht dargestellt, dass Zahnärzte mit diesen Patientenängsten umgehen müssen. Denn: bleibt der Patient ohne Implantat, kann dies zu weiteren Gesundheitsschäden führen. Hierüber klären implantologisch tätige Zahnärzte auf und helfen den Patienten.

Der Zahnarzt ist verantwortungsvoll und lässt seine Patienten nicht allein. Das Krankenversicherungssystem schon eher. Die gestiegenen Ansprüche und die moderne Dentaltechnik machen die gute implantologische Versorgung teuer. Die Kassen bezahlen aber leider nicht das, was zahnmedizinisch gut oder das Beste ist.

An dieser Stelle hat der Redakteur und Autor Hannes Vogel nicht berücksichtigt, wie das deutsche Gesundheitssystem funktioniert und finanziert wird. Soll die gesetzliche Krankenversicherung künftig die Zahnbehandlung wie die Versorgung im Krankenhaus zu 100% finanzieren? Dann müsste die Versichertengemeinschaft auch höhere Krankenkassenbeiträge zahlen. Welcher Zuschauer will das? Private Zuzahlungen zu zumindest teilweise vermeidbaren Behandlungen sind längst gesellschaftlicher Konsens.

Völlig aus dem Zusammenhang gerissen wird die Interviewsituation mit dem Vizepräsidenten des BDIZ EDI, Prof. Dr. Dr. Joachim E. Zöller, dargestellt. Er gehört unbestritten zu den am meisten geachteten MKG-Chirurgen national und international, der wegen seiner Fähigkeiten nicht nur großes Ansehen als Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie und Interdisziplinäre Poliklinik für Orale Chirurgie und Implantologie an der Universität Köln genießt, sondern auch als wissenschaftlicher Leiter der Symposien des BDIZ EDI.

Das iCAMPUS-Programm des BDIZ EDI ist ein mit untereinander konkurrierenden Unternehmen der Dentalindustrie auf den Weg gebrachtes seriöses Fortbildungsangebot, das Berufseinsteigern die Möglichkeit gibt, zu moderaten Preisen die Implantologie in allen Facetten kennenzulernen. Dieses Angebot als korruptive Verkaufsveranstaltung darzustellen ist ebenso abwegig, wie das Fahrsicherheitstraining des ADAC als Verkaufsveranstaltung der Automobilindustrie zu sehen.

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