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Wegweisender VV-Beschluss KZVWL wird Dienstleister in der Telematikinfrastruktur Dezember 3, 2016

Posted by toebi in Uncategorized.
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Die Vertreterversammlung (VV) der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KZVWL) hat am 25. November 2016 zum letzten Mal in der aktuellen Legislaturperiode getagt.  Dabei kam sie dem Antrag des Vorstandes, die KZVWL als kaufmännischen VPN-Zugangsdienstbetreiber im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Umsetzung der Telematikinfrastruktur (TI) zu etablieren, einstimmig nach. Der Antrag resultierte aus einem Auftrag der vergangenen VV im Mai. Hier hatten die Delegierten beschlossen, in Form einer Machbarkeitsstudie zu prüfen, ob sich die KZVWL als Dienstleister und Knotenpunkt in der TI für die Mitgliedspraxen eignet. Unterdessen wurde die Studie durchgeführt und die Ergebnisse der VV vorgestellt.

 Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) in Düsseldorf hatte dem Vorschlag der KZVWL bereits zugestimmt. KZVWL-Hauptgeschäftsführer Michael Evelt freute sich über den wegweisenden einstimmigen Beschluss: „Wir werden künftig als ‚kaufmännischer Netzbetreiber‘ für die Mitgliedspraxen agieren. Für die Zahnärzte in Westfalen-Lippe ist dabei der größte Vorteil, dass sie sich nicht mit einem externen Dienstleister, der die individuellen Praxisstrukturen nicht kennt, auseinandersetzen müssen. Sie greifen wie gewohnt auf die bekannten IT-Spezialisten der KZVWL zurück – ohne in Hotlines verloren zu gehen.“ In der zu Ende gehenden Legislatur hatte sich die KZVWL schon frühzeitig unter dem scheidenden stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Burkhard Branding für eine aktive Rolle in der TI entschieden und nimmt hiermit eine Vorreiterrolle unter dem Motto „mitmischen statt abwehren“ ein.

Hintergrund zur TI:
Das Gesetz für die sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (e-Health-Gesetz) enthält einen konkreten Fahrplan für die Einführung einer digitalen Infrastruktur mit höchsten Sicherheitsstandards und weiter die Einführung von Anwendungen auf der elektronischen Gesundheitskarte. Somit sind die Spitzenverbände aller Heilberufler und der gesetzlichen Kostenträger im deutschen Gesundheitswesen verpflichtet, ein sicheres digitales Gesundheitsnetz – die sogenannte TI – in Deutschland aufzubauen, andernfalls drohen Sanktionen. Über dieses Netz sollen Patientendaten sicher zwischen den berechtigten Teilnehmern ausgetauscht werden können.
Beauftragt mit dieser Aufgabe wurde die gematik – die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH.
Die KZVWL hat bereits seit 2010 eine flächendeckende, durchaus vergleichbare VPN-Struktur mit ihren aktuell rund 4000 Mitgliedspraxen umgesetzt. Für die Mitglieder der KZVWL ist die vom Gesetzgeber gesetzlich vorgeschriebene Kommunikation im deutschen Gesundheitswesen mittels VPN-Technik somit kein Neuland. Außerdem testen sogenannte „friendly user“, Praxen mit enger Anbindung an die EDV der KZVWL, in Westfalen-Lippe aktuell bereits die Strukturen im täglichen Praxisbetrieb. So soll die Stabilität des digitalen Netzes sowie die Praxistauglichkeit der damit verbundenen Prozesse getestet und evaluiert werden.

Über die KZVWL:
Die KZVWL vertritt die 5.300 Vertragszahnärzte in Westfalen-Lippe gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen und beschäftigt 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Münster.

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