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Heraeus Kulzer zeigt Zahnarztpraxen, wie sie mit Qualitätsmanagement Geld verdiene Dezember 28, 2016

Posted by toebi in Uncategorized.
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Heraeus Kulzer zeigte den Nutzen einer ungeliebten Richtlinie: Mit Qualitätsmanagement Geld verdienen

„Stress pur“, das ist häufig der erste Impuls von Praxisteams, wenn sie das Wort Qualitätsmanagement hören. Seit Dezember 2006 sind sie laut der Richtlinie vertragsärztlicher Versorgung zur Entwicklung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements (QM) verpflichtet. Jedoch sehen viele Praxen QM als Last an, weil sie keinen Mehrwert darin erkennen. Dabei kann es sogar den wirtschaftlichen Erfolg steigern. Wie? Das zeigte Karina Müller, ausgebildete Zahnmedizinische Fachangestellte, Betriebswirtin und Beraterin für Qualitätsmanagement und Abrechnung bei NWD.C dental consult, in zwei Vorträgen von Heraeus Kulzer in Berlin und Stuttgart.

„Qualitätsmanagement heißt, genau hinzuschauen: Wie arbeiten wir und wie können wir besser werden?“, leitete Karina Müller ihren Vortrag ein. Damit benannte sie bereits zu Beginn das zentrale Ziel des QMs: Die Sicherung und Weiterentwicklung von Standards.

Paragraf drei der Richtlinie listet die Elemente eines einrichtungsinternen QMs auf. Dazu zählen die Festlegung von Verantwortlichkeiten, die Strukturierung von Behandlungsabläufen sowie ein systematisches Praxismanagement. Die Auswahl der zu beschreibenden Prozesse bleibt den Praxen dabei größtenteils selbst überlassen. Dies führt oftmals dazu, dass sich die Verantwortlichen unnötige Arbeit aufbürden. Müller ermutigte die Teilnehmer, pragmatisch den individuellen Bedarf der eigenen Praxis im Blick zu behalten: „Fragen Sie sich, welche Behandlungen bei Ihnen selten durchgeführt werden oder erklärungsbedürftig sind, weil sie viele Einzelschritte beinhalten.“

Qualitätsmanagement zeigt Potenziale auf

Wer sich die Ziele eines einrichtungsinternen QMs vor Augen führt, darf bei der Beschreibung von Prozessen nicht stehen bleiben. Die saubere Darstellung der Arbeitsschritte ermöglicht es, Schwachstellen zu identifizieren und Fehlerquellen zu minimieren. Als Instrument zur Optimierung der Arbeit empfiehlt Müller Checklisten: „Sie müssen nicht alles im Kopf haben. Schaffen Sie sich Hilfsmittel, die Sie bei Ihrer Arbeit unterstützen.“ Das systematische Abarbeiten der Schritte helfe bei der besseren Strukturierung und damit auch bei der Fehlervermeidung. Zudem dient der regelmäßige Abgleich der Abläufe mit den geltenden Gesetzen der rechtlichen Absicherung.

Zahnarztpraxen sind auch Wirtschaftsunternehmen

Dass QM darüber hinaus auch einen finanziellen Gewinn bringen kann, zeigte Müller im zweiten Teil ihres Vortrags. Denn auch dort, wo das meiste Geld verloren geht, gelte es genau hinzusehen: bei der Dokumentation. Zahnarztpraxen verdienen ihr Geld mit der Abrechnung von Leistungen. „Eine Leistung, die keiner kennt, ist aber keine Leistung“, rief Müller die Teilnehmer zu mehr Sorgfalt auf. Des Weiteren führten vergessene Arbeitsschritte, Widersprüche und Doppelungen in der Dokumentation im Fall einer Wirtschaftsprüfung zu hohen Nachzahlungen, warnte die Referentin. Durch den Einsatz von Checklisten, auf denen die erbrachten Leistungen abgehakt werden, kann dies vermieden werden.

Zudem machte sie darauf aufmerksam, dass Qualität und wirtschaftlicher Erfolg bereits bei der Beratung eng verknüpft sind. Zahnärzte scheuten sich häufig, Kassenpatienten Zusatzleistungen anzubieten. Die Expertin forderte die Teilnehmer auf, stets die bestmögliche Therapie mit anzubieten: „Sie wissen nicht, wie viel Ihr Patient bereit ist für seine Behandlung zu zahlen.“ So sollten Zahnärzte zur Wahl stellen, ob der Patient im Rahmen seiner Parodontitistherapie eine unterstützende Antibiotikabehandlung, zum Beispiel mit dem Lokalantibiotikum Ligosan®, haben möchte. „Aber denken Sie daran, alle Zusatzleistungen vor der Behandlung schriftlich zu vereinbaren“, mahnte Müller. Geschieht dies nicht, ist der Patient nicht verpflichtet, die Leistung zu bezahlen.

Abschließend betonte die Referentin, dass jede Zahnarztpraxis individuell sei. Dies betreffe die Abrechnung genau wie das QM. „Ich habe Ihnen heute die Mindestanforderungen und Ihre Möglichkeiten aufgezeigt“, erklärte sie ihr Anliegen. Schließlich müsse aber jede Praxis ihren eigenen Weg finden. Diese einordnenden Worte verliehen den Teilnehmern Sicherheit, wie Nicole Stoklosinski, QM-Beauftragte in ihrer Praxis, zusammenfasst: „Die zahlreichen Beispiele und der Austausch in der Gruppe haben mir gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Gleichzeitig hat der Vortrag mich für Aspekte sensibilisiert, die wir bisher vernachlässigt haben. Vor allem hat Frau Müller die Wichtigkeit des Themas wieder bei mir wachgerufen. Im Praxisalltag geht dies schnell verloren.“

Das aktuelle Fortbildungsangebot von Heraeus Kulzer finden Zahnärzte unter http://www.heraeus-kulzer.de/zahnarztfortbildungen. Weitere Auskünfte erteilt Janice Hufnagel, Koordinatorin Veranstaltungen Events Deutschland, unter janice.hufnagel@kulzer-dental.com.

 

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