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Die Zahnarztpraxis der Zukunft Mai 1, 2017

Posted by toebi in Uncategorized.
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TEAM DAY 2017: Gute Zahnheilkunde ist wichtig, reicht allein aber nicht aus

Um in der Zahnarztpraxis erfolgreich zu sein, braucht es in erster Linie zahnmedizinische Kompetenz. Aber nicht nur. Die Zahnärztin/der Zahnarzt muss sich mit Praxisführung und -management, mit Abrechnung und Honorierung beschäftigen und dabei aufpassen, dass die sog. Work-Life-Balance stimmt. Gerade bei Freiberuflern droht andernfalls schnell der Burnout. Dies war auch der Ansatz des diesjährigen TEAM DAYs des Zahnärztlichen Arbeitskreises Kempten: „Ein Tag für die erfolgreiche Zukunft Ihrer Praxis“. Natürlich kam auch die fachliche Fortbildung nicht zu kurz: Großes Thema im Kornhaus von Kempten war die minimalinvasive Prothetik. Etwa 150 Zahnärzte/innen und Zahntechniker/innen und ca. 250 Praxismitarbeiter/innen nahmen an der eintägigen Fortbildungsveranstaltung teil.

 

Was sind die „Big Five“ des Lebens? Dr. Hansruedi Steiner macht Burnout-Präventions-Coaching für Führungskräfte und Selbstständige in Tschierv Val Müstair/Schweiz. Dabei setzt er sich mit Leadership, Kommunikation und Kultur auch im Gesundheitswesen auseinander. Steiner weiß um die besonderen Herausforderungen ständiger Belastung von Selbstständigen. Im Kornhaus in Kempten forderte er die Teilnehmer dazu auf, sich eine Definition der eigenen Big Five des Lebens zu erstellen: Was möchte ich unbedingt erleben, erfahren, was soll mein tägliches Handeln bestimmen? Damit die Work-Life-Balance stimmt, ist für Steiner Standortbestimmung, Weichenstellung, notfalls Neuausrichtung unter Berücksichtigung von vielfältigen Entschleunigungs-Gelegenheiten zur Wiederentdeckung und Belebung der eigenen Ressourcen notwendig. Seinem Coaching liegen die Ansätze der positiven Psychologie zugrunde.

 

Der Zahnärztliche Arbeitskreis Kempten ist bekannt dafür, zahnärztliche und zahntechnische Kompetenz in den Fortbildungen auf hohem Niveau miteinander zu verknüpfen. Der TEAM DAY 2017 bildete keine Ausnahme. Im zweiteiligen Hauptvortrag beleuchteten Dr. Goran Benic aus Zürich und Zahntechnikermeister Pascal Müller aus Schaffhausen gemeinsam Vorgehensweise und Schnittstellen bei der minimalinvasiven Prothetik von zahnärztlicher und zahntechnischer Seite. Als Take-Home-Message gaben die Referenten den Teilnehmern mit auf den Weg, dass im besten Fall die Präparation nicht mehr notwendig sei, weil mit den heutigen Keramiktechniken auslaufende Ränder perfekt adaptiert werden könnten – vorausgesetzt Praxis und Labor verfügen über ausreichend Erfahrung im Umgang mit den sensiblen technischen Verfahren.

 

Dr. Gerhard Schütz, Diplompsychologe und Psychotherapeut aus Berlin, lieferte in seinem Vortrag Hinweise, wie der Zahnarzt psychische Störungen bei Patienten erkennen kann. Als eines der möglichen Indizien nannte er häufige Behandlerwechsel in der zahnmedizinischen Vorgeschichte. Schütz, ein begehrter Referent für zahnärztliche Hypnose, zeigte zudem Chancen und Gefahren der Hypnose in der Zahnarztpraxis auf. Sein Ausflug in die Hypnose streifte die Aktivierung und Nutzung von natürlichen Entspannungsfähigkeiten, diverse Techniken, aber auch den Umgang mit ungeplanten Reaktionen.

 

Von der Hypnose zur Funktionstherapie: letzteres auch ein schwieriges Thema. Der Referent, Dr. Daniel Hellmann aus Aalen,  stellte die Frage nach dem Wissensstand im Jahr 2017 und warnte generell vor Systemen ohne wissenschaftlichen Hintergrund. Hellmann vertritt die Meinung, dass viele alte Dogmen aus der Gnathologie falsch interpretiert und zu vermeintlichen Regeln stilisiert würden. Bei Funktionsanalyse und –therapie sei nach wie vor die Präzision der Teilschritte und die Rückbesinnung auf wissenschaftliche Fakten maßgeblich. Einer prophylaktischen Funktionstherapie erteilte er eine klare Absage.

 

Durch das Programm des diesjährigen TEAM DAYs führte wieder Dr. Ralph Heel, der auch die Expertenrunde moderierte, in der es um endodontische Fälle ging, die der Vorsitzende des Arbeitskreises, Dr. Josef Diemer, auch in diesem Jahr aus seiner Praxis zur Begutachtung zur Verfügung gestellt hatte. Wie immer wurden Endofälle, aber auch komplexe multidisziplinäre Behandlungssituationen diskutiert, bei denen die neuen kieferorthopädischen Therapieoptionen in Form der Alignertechniken immer mehr in den Fokus rücken.

 

Die Praxismitarbeiterinnen hatten wie jedes Jahr ihr eigenes Fortbildungsprogramm mit Themen rund um Abrechnung, Qualitätsmanagement, Prophylaxe und Work-Life-Balance. Mit dem Programm wurden nahezu alle Tätigkeitsfelder der ZMA im Praxisalltag angesprochen.

 

Die Pressemeldung  finden Sie auf der Internetseite des Zahnärztlichen Arbeitskreises Kempten: www.zahn.org. Sollten Sie druckfähige oder  Webfotos des Team Days benötigen, bitte kurze Rückmeldung an: wuttke@media-dent.com

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