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Von der Hausarztpraxis bis zur Klinik: Patientensicherheit braucht Engagement jedes Einzelnen

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 Ob in der Hausarztpraxis, der Klinik oder in Notfallsituationen – eine hohe Patientensicherheit steht bereits für viele Ärzte und Pflegende auf der Agenda. Doch die Zahl der vermeidbaren Patientenschäden ist immer noch groß – obwohl die Bewegung für eine bessere Sicherheitskultur bereits seit fast zwei Jahrzehnten existiert. Wie können Gesundheitsorganisationen ein noch stärkeres Bewusstsein dafür schaffen? Welche Projekte und Methoden sind empfehlenswert? Antworten geben Experten des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. (APS) auf ihrer 14. Jahrestagung, die am 9. und 10. Mai 2019 in Berlin stattfindet. Anlässlich der Tagung findet am Freitag, den 10. Mai auch eine Pressekonferenz statt.

Unter dem Motto „Sicherheitskultur auf allen Ebenen“ diskutieren Experten auf der Jahrestagung darüber, wie die Patientensicherheit in Organisationen und Einrichtungen des Gesundheitswesens noch besser verankert werden kann. „Die Frage lautet, was jeder Einzelne, jedes Team und jede Organisationseinheit tun kann, um die Patientensicherheit jeden Tag und kontinuierlich zu erhöhen“, sagt Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des APS.

 

„Seit fast zwei Jahrzehnten kämpfen wir für mehr Patientensicherheit und es ist noch immer nicht gelungen, die Zahl der vermeidbaren Patientenschäden spürbar zu reduzieren. Es muss sich noch viel bewegen!“ Ärzte, das Pflegepersonal und alle anderen Akteure im Gesundheitswesen müssten Patientensicherheit als Handlungsmaxime verinnerlichen und sich –  im Rahmen ihrer Möglichkeiten – an der Entwicklung einer echten Sicherheitskultur beteiligen und Verantwortung dafür übernehmen.

 

Anhand vorbildlicher Projekte und erfolgreicher Methoden zeigt das Bündnis auf seiner diesjährigen Jahrestagung, wie in Krankenhäusern und ambulanten Praxen mehr Patientensicherheit erreicht werden kann – etwa durch erfolgreiche Aktionen aus den Bereichen Digitalisierung und Arzneimitteltherapiesicherheit. Ein digitales Projekt mit Vorzeigecharakter stammt beispielsweise aus Heidelberg: An der Universität wurde ein System zur digitalen Rezeptschreibung entwickelt, wodurch die Fehlerquote falsch verordneter Medikamente stark reduziert werden konnte.

Doch wie kann eine höhere Sicherheit in Gesundheitseinrichtungen erreicht werden? Nach Ansicht des APS liegt der Fokus dabei auf dem jedem Einzelnen: „Jeder Akteur im Gesundheitswesen hat die Fähigkeit, Verbesserungspotentiale zu erkennen, diese zu benennen und zu nutzen. Dafür sollte er sich jeden Tag einsetzen“, sagt Dr. Ruth Hecker, stellvertretende Vorsitzende des APS und Beauftragte für das Qualitätsmanagement der Universitätsklinik Essen. Voraussetzung dafür sei ein Bewusstseinswandel.

 

Dieser Ansatz ist der Kerngedanke im APS-Weißbuch Patientensicherheit. „Das Werk und die diesjährige Jahrestagung sollen dazu beitragen, dass immer mehr Personen und Organisationen erkennen und verinnerlichen, dass Patientensicherheit nicht nur ein erstrebenswertes Ziel ist, sondern mit entsprechenden Haltungen und Strategien erreichbar ist“, sagt Hardy Müller, Generalsekretär des APS und erster TK-Beauftragter für Patientensicherheit. Wie und mit welchen Konzepten das gelingen kann, ist Schwerpunkt der APS-Jahrestagung 2019 und der Pressekonferenz. „Wir freuen uns über alle, die auf der Jahrestagung mit uns auf dem Weg zur Sicherheitskultur den nächsten Schritt gehen möchten,“ so Müller.

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