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Dringende Suche nach Spezialisten für Melkadida September 2, 2013

Posted by toebi in Humedica.
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Unser Bedarf an ärztliche Spezialisten für Melkadida, Äthiopien ist immer noch sehr groß. Zurzeit behandeln wir ca. 900 Patienten pro Woche und unsere Gesundheitsaufklärung erreicht durch die von uns trainierten Community Health Workers täglich hunderte von Menschen. (mehr …)

Suche nach Ärzten für Einsatz in Uganda August 15, 2013

Posted by toebi in Humedica.
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Humedica startet mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes ein Projekt in Uganda (Bundibugyo) zur Nothilfe für Flüchtlinge aus der demokratischen Republik Kongo.

Für unsere medizinischen Teams suchen wir Ärzte, die für mindestens drei Wochen oder länger unser Einsatzteam verstärken. (mehr …)

humedica entsendet Ärzteteam auf die Philippinen Dezember 23, 2011

Posted by toebi in Aktuelles, Auslandsaufenthalt, Ärzte für die Dritte Welt, Humedica.
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Nach erneut verheerenden Unwettern mehr als eintausend Tote:

Mehr als zwei Monate nach den verheerenden Wirbelstürmen Nesat und Nalgae, die über
die philippinische Hauptinsel Luzon zogen und Zerstörung und Chaos hinterließen, traf nun der Taifun Washi die Philippinen. (mehr …)

Asien kommt nicht zur Ruhe: neues Erdbeben in Myanmar humedica hilft März 29, 2011

Posted by toebi in Humedica.
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Ein starkes Erdbeben im Nordosten Myanmars hat am vergangenen Freitag nach
offiziellen Angaben 74 Menschen das Leben gekostet. Der Erdstoß erreichte die
Stärke von 6,8 auf der Richterskala. (mehr …)

Keine Entwarnung in Pakistan: humedica entsendet zweites medizinisches Team August 14, 2010

Posted by toebi in Humedica.
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Seit etwa einer Woche behandelt das humedica-Team in Charsadda
unermüdlich Patienten der Flutkatastrophe. Bis zu 190 Menschen am Tag, die in Folge der
Naturkatastrophe Infektionen, fiebrige Erkältungen, stark entzündete Wunden, Durchfall- oder
Atemwegserkrankungen aufweisen, suchen die zur Behandlungsbasis umfunktionierte Schule mit dem
deutschen Team auf. (mehr …)

Erste Medikamente für 3000 Patienten August 3, 2010

Posted by toebi in Aktuelles, Ärzte für die Dritte Welt, Humedica.
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Die international tätige Hilfsorganisation humedica mit Sitz im Allgäu bittet die Bevölkerung Deutschlands um konkrete Unterstützung für die Flutopfer in Pakistan.
Mit Medikamenten zur Erstversorgung und Hilfsmaßnahmen gegen Trinkwasserknappheit und schlechte Hygienebedingungen ist humedica im Einsatz. (mehr …)

humedica hilft Flutopfern in Pakistan August 2, 2010

Posted by toebi in Humedica.
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Monsunfluten, wie sie seit 80 Jahren nicht mehr vorgekommen sind,
haben im Nordwesten Pakistans bereits über tausend Todesopfer gefordert. Schätzungen
zufolge sind mehr als eine Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen und
nun obdachlos. (mehr …)

Zwischen Tod und Trümmern – operieren wie in der Steinzeit April 21, 2010

Posted by orthodontictiger in Ärzte für die Dritte Welt, Humedica.
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Amputationen mit der Taschenmessersäge, kein fließend Wasser und keine Lampen im Op-Saal – unter unvorstellbar primitiven Bedingungen leistete ein Team der Humedica-Hilfsorganisation katastrophenmedizinische Hilfe in den Trümmern von Port-au-Prince – so berichtet die Ärztezeitung über die Verhältnisse in Haiti.

Von Ina Harloff

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Ein Nachbeben zwang Ärzte und Patienten vom Hospital Espoir, im Freien Schutz zu suchen. © Domres

Als der Unfallchirurg Professor Bernd Dieter Domres mit dem ersten Team von Humedica am 16. Januar in Port-au-Prince eintrifft, hat er sich darauf eingestellt, medizinische Grundversorgung für die Obdachlosen und Betroffenen zu leisten. Stattdessen landet er in der „Steinzeit“. So beschreibt der 71-jährige Arzt seine ersten Tage in der verwüsteten Hauptstadt von Haiti. „Steinzeit, weil wir Knochenbrüche mit Steinen ziehen mussten“, berichtet Domres der „Ärzte Zeitung“ am Telefon. Er sitzt im Zug nach Tübingen, ist gerade erst aus Haiti zurückgekommen – erschöpft und müde.

Aber dennoch will er erzählen. Von den primitiven Rahmenbedingungen, unter denen die medizinische Notversorgung erfolgen musste. Von dem Gestank der Leichen und Infizierten. Das war für ihn das Schlimmste. „Am ersten Tag operiert man, was stinkt“, sagt Domres. Eine nüchterne Feststellung, die jedoch das Grauen dahinter erahnen lässt. Erzählen will er aber auch von den Freundschaften, die er geschlossen hat in dieser Ausnahmesituation. Freundschaften mit den Mitarbeitern seines Teams, Freundschaften mit den Patienten.

„Mon Ami“ starb an einer Lungenembolie

Im Hospital Espoir Haiti, dem Krankenhaus der Hoffnung, versorgt das Humedica-Team in den ersten sechs Tagen 313 ambulante und 121 stationäre Patienten. Domres besteht darauf, dass auch die Namen der anderen fünf Humedica-Mitarbeiter genannt werden: Irmgard Harms, Dr. Ulrich Seemann, Dr. Markus Hohlweck, Dr. Stefan Rodi und Simon Oeckenpoehler. „Die haben Großes geleistet“, betont er. Ohne den extrem guten Zusammenhalt in seinem Team, da ist er sich sicher, wäre die ohnehin belastende Arbeit noch schwieriger geworden.

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Brüche müssen auf primitivste Weise versorgt werden. © Domres

Bis zur Ankunft des Humedica-Teams stand das Hospital Espoir leer. Es fehlte sowohl an medizinischem Personal als auch an den entsprechenden Materialien. „Über Rundfunk wurde durchgegeben, dass das Krankenhaus jetzt wieder in Betrieb ist“, erzählt Domres. „Als uns dort das Tor geöffnet wurde, kamen wir nicht mal mehr dazu, unsere Rucksäcke abzustellen, da ging es schon los.“

Viele der Verletzten, die in das Krankenhaus gebracht werden, haben zusätzlich zu ihren Frakturen und Infektionen das sogenannte Compartment-Syndrom, eine typische Erdbebenverletzung. „Wenn Lasten auf einem Verschütteten liegen, wird die Muskulatur gedrückt. Wenn das längere Zeit so bleibt, reagiert die Muskulatur mit einem Ödem, einer Wassereinlagerung. Dadurch wiederum steigt der Druck im Compartment.

Das kann letzten Endes dazu führen, dass der Muskel abstirbt. Gleichzeitig kommen Bakterien in die Wunden der toten Muskulatur. Wenn man die Leute aus den Trümmern holt, werden die Körperteile, auf denen die Lasten lagen, wieder besser durchblutet. Dadurch gerät das tote Muskeleiweiß über die Venen in die Nieren und kann zum Nierenversagen führen. Das ist dann das Crush-Syndrom, auch eine typische Erdbebenverletzung“, erklärt der Spezialist für Katastrophenmedizin. Deshalb hätte bei den Betroffenen eine Dialyse gemacht werden müssen. „Aber das war gar nicht möglich“, sagt Domres und seiner Stimme ist anzumerken, wie sehr ihm das immer noch zu schaffen macht. Die Verletzten können zunächst nur mit den primitivsten Mitteln versorgt werden. Menschen mit Knochenbrüchen, die gezogen werden müssen, werden mit improvisierten Zugverbänden aus Klebeverbänden und Schnur behandelt. Als Gewichte zum Ziehen dienen Steine. Bereits am zweiten Tag müssen die Ärzte amputieren. Auch hierfür fehlt das notwendige chirurgische Werkzeug. Der Medizinstudent Simon Oeckenpoehler hat ein Taschenmesser mit Säge dabei. Zwei Amputationen werden damit vorgenommen. Es gibt kein fließendes Wasser und keine Lampen im Operationssaal. Mit Stirnlampen muss das Op-Feld ausgeleuchtet werden. Duschen gibt es zunächst auch nicht. Kein Wasser, um den Gestank wegzuwaschen.

Dann kommt ein Nachbeben. Die Patienten müssen alle ins Freie gebracht werden, samt ihrer Streckverbände. Operieren können die Ärzte an diesem Tag nicht. Ein junger Mann wird eingeliefert. Sein Oberschenkelknochen schaut durch eine Wunde in der Kniekehle heraus. Auch er hat das Compartment-Syndrom. „Ich hatte mich mit diesem jungen Mann angefreundet“, erzählt Domres mit bewegter Stimme. Er hat ihn „Mon Ami“ genannt. Sein Freund war gerade 35 Jahre alt. Als er endlich operiert werden kann, übersteht er die Op gut. Wenig später stirbt er an einer Lungenembolie. Aber es gibt auch Hoffnung im Hospital Espoir. Da ist das Kind, das mit Oberschenkelbruch und Schädel-Hirn-Trauma eingeliefert wird. Die Ärzte geben ihm kaum eine Chance. Aber das Kind wird sofort behandelt und überlebt. In den ersten Tagen werden über hundert Leben im Krankenhaus der Hoffnung gerettet. Nur fünf Patienten sterben. Aber jeder einzelne Todesfall geht zu Herzen. „Trotz der kurzen Zeit und trotz dieser Massen hatten wir ein persönliches Verhältnis zu den Patienten“, sagt Domres.

Am Ende zählen die Leben, die gerettet werden konnten

Auf dem Krankenhaus weht jetzt eine deutsche Fahne und die Menschen nennen es „Deutsches Krankenhaus der Hoffnung“. Man merkt Domres Stimme an, dass ihn das auch ein wenig stolz macht. „Was am Ende überwiegt, ist der Gedanke daran, dass man so viel erreichen konnte“, sagt er. Vielleicht überwiegt das auch die Erinnerung an den furchtbaren Gestank. Domres möchte jetzt am liebsten zwei Tage in ein Wellness-Hotel fahren: den Gestank wegspülen. Und die Seele frei waschen.

Zur Person

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Professor Bernd Dieter Domres. © Humedica

Der Chirurg und Unfallchirurg Professor Bernd Dieter Domres (71) lehrt am Deutschen Institut für Katastrophenmedizin in Tübingen. Das Institut kooperiert mit der Hilfsorganisation Humedica, die in 30 Jahren bereits in über 90 Ländern medizinische Not- und Katastrophenhilfe geleistet hat. Mit Humedica hatDomres in vielen Einsätzen katastrophenmedizinische Hilfe geleistet. Am Mittwoch kam er nach knapp zwei Wochen aus Haiti zurück.